Der Hype um HOPE war beträchtlich nach dem sehr gelungenen Trailer. Ich lehne mich mal aus dem Fenster: Da werden viele enttäuscht sein. Ich nicht :-) HOPE ist „nur“ ein Genre-Film mit allen Stärken und Schwächen: Die Stärken: Rasante, aufregende Verfolgungsjagden, perfektes Setdesign, interessante Monster, starker Score von Michael Abels und eine Bad-Ass-Polizistin. Die Schwächen: Hemmungsloses Over-Acting, dämliche Dialoge direkt aus der Drehbuchhölle der 1980er und viel zu lange sich wiederholende Actionelemente. Und vor allem: In HOPE steckt kein einziges Molekül Subtilität, kein Hauch von Meta-Ebene. Wenn man sich daran nicht stört, hat man einen kurzweiligen Abend mit einem handwerklich herausragenden SF-Actioner. In unserem Podcast wird klar: Einige freuen sich auf HOPE 2, andere nicht :-) Direkt nach dem Film am Mikrofon: Anke, Marc, Hendrik, Harald, Tom und Thomas.
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Der erste Eindruck - direkt nach dem Kino - in etwa 12 Minuten und spoilerfrei, versprochen. Das ist unser Kerngeschäft. Ansonsten echte Liebe für japanische Filme, eine Schwäche für Science-Fiction und ungebrochene Entdeckungslust für bekannte und unbekannte Klassiker.
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Folge vom 18.10.2026Folge 1426: HOPE - Auf dem Highway sind die Monster los
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Folge vom 27.09.2026Folge 1425: COYOTE VS. ACME - Meep! Meep!Der Koyote, der mit den verrücktesten Methoden versucht den blitzschnellen Laufvogel Road Runner zu fangen, und dabei immer brutal scheitert, ist vielleicht die einprägsamste Figur der Looney Tunes. Er ist in dieser anarchischen Welt der Sysiphus unter den Cartoonfiguren. Ein Antiheld meiner Kindheit, den ich unglaublich gerne gesehen habe. Jetzt kommt er (nach einigen Schwierigkeiten) zurück auf die große Leinwand – als Gerichtsfilm. Denn Wile E. Coyote hat die Schnauze voll von den nutzlosen Erfindungen der Firma ACME (A Company Manufacturing Everything) und verklagt sie. Sein Anwalt ist nur auf einen schnellen Vergleich mit dem Konzern aus. Aber ACME hat ein Geheimnis, das vor Gericht nicht herauskommen soll … Als Gerichtsfilm funktioniert COYOTE VS. ACME nicht wirklich, aber immer wieder bricht sich der Cartoon-Slapstick Bahn und da macht der Film richtig Spaß. Im Podcast direkt nach dem Film sprechen wir über die reibungslose Integration von Animation und Realfilm, über Peter Lorre, kognitive Dissonanz und Kapitalismus. Direkt nach dem Film schon wieder gut gelaunt am Mikrofon: Johanna, Tina, Tom und Thomas.
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Folge vom 18.09.2026Folge 1424: TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA - Großer Spaß und kleiner TodIch bewundere Regisseurin Jane Schoenbrun für die unbekümmerte Art, wie sie eine Meta-Slasher-Groteske inszeniert, ohne sich auch nur einen Deut um Genre-Gesetze und Publikumserwartungen zu scheren. Allein schon die ersten Minuten, die Geburt, Ruhm, Ausbreitung, Absturz und Verachtung eines Horror-Franchises im Schnelldurchlauf zeigen, sind eine liebevolle, kreative und sachkundige Hommage und Parodie der großen Slasher-Reihen. Aber Schoenbrun arbeitet sich nicht an diesen Filmen ab – sie zeigt eine ganz eigene Geschichte: Eine Independent-Regisseurin (Hannah Einbinder), die die abgewirtschaftete Camp-Miasma-Slasher-Reihe irgendwie woke, irgendwie frisch, neu starten soll. Aber sie weiß nicht wie – bis sie auf die Hauptdarstellerin bzw. das Final Girl (herausragend als Diva: Gillian Anderson) des ersten Camp Miasma-Films stößt.Die beiden charismatischen Frauen nähern sich auf verschiedenen Ebenen an. Es entsteht ein faszinierender Reboot mit unerwarteten Wendungen, der schnell die Oberfläche der üblichen Genreparodien hinter sich lässt und irgendwo zwischen Freud und Marx, zwischen Erotik und Blutfontänen dahin geht, wo weder ein Arthouse-Film noch ein Slasher-Film jemals zuvor gewesen ist. Ein richtiger Festivalfilm – und das ist ein Kompliment. Filmwissenschaftler werden sich die Finger wundtippen bei der Analyse von CAMP MIASMA: die queere Anziehung, das Spannungsfeld von Angst, Gefahr, Gewalt und Sexualität, die Abrechnung mit dem Film-Business, der ebenso subtile wie groteske Humor. Viel Stoff zum Nachdenken auf der einen Seite, aber auch einfach ein großer Spaß auf der anderen Seite. Absolut sehenswert. Direkt nach dem Film gut gelaunt am Mikrofon: Anke, Marc und Thomas.
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Folge vom 13.09.2026Folge 1423: VATERLAND - Vater, Bruder, Schwester, TodErika Mann fährt ihren berühmten Vater Thomas Mann 1949 durch das zerstörte und geteilte Deutschland. Der Westen Deutschlands buhlt dabei genauso um den Literaturnobelpreisträger wie die Sowjetzone. Thomas Mann (gespielt von Hanns Zischler) sieht sich selbst als Relikt eines vergangenen Bildungsbürgertums und verlässt trotz dieser Reflektion mit seiner Goethe-Rede in Weimar den Elfenbeinturm der deutschen Hochkultur nicht. Als gäbe es Deutschland gar nicht mehr, wenn er auch das noch preisgeben würde. Selbst als Sohn Klaus stirbt, setzt er seine Reise unbeirrt fort. Seine Tochter Erika ist hingegen nah an der Wirklichkeit und nah an ihren Gefühlen – Tränen, Schreie und eine überfällige Ohrfeige inklusive.Interessiert uns Thomas Mann noch, oder geht es eigentlich darum, wie sich zwei verschiedene Ideologien ein Land aufteilen und versuchen die gleiche Kultur ganz unterschiedlich in Besitz zu nehmen? Geht es nicht nur um die Trauer um einen Bruder und Sohn sondern auch mitten in den Ruinen um die Trauer, was Deutschland hätte sein können? Darüber, über berührende Momente, über Gründgens und Bach sprechen wir direkt nach dem Kino im Podcast. Und als SandaHüllerUltras natürlich auch über Sandra Hüller. Am Mikrofon: Katharina, Bettina, Johanna, Anke, Marc und Thomas.