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Soll Forschung vermitteln, wo Politik scheitert?
Wenn Wissenschaft zunehmend zu einem Schauplatz internationaler Spannungen wird, werden Wissenschaftler vermehrt zu Botschaftern. Welche Auswirkungen hat dies auf die Glaubwürdigkeit und Erkenntnisgewinnung in der Wissenschaft?
Vor vier Jahrhunderten imaginierte Francis Bacon in seinem Werk "Nova Atlantis" eine Insel, auf der Gelehrte eines geheimen "Haus Salomon" die Geschicke der Politik bestimmten. Sie taten dies basierend auf rein wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sie im Verborgenen weltweit sammelten, mit dem Ziel, den Bewohnern ein Leben in Wohlstand und guter Gesundheit zu sichern.
Mittlerweile gibt es viele Belege dafür, dass nicht nur das weltweite Wissen zum Wohle aller genutzt werden kann, sondern auch die Wissenschaft selbst, die dieses Wissen erzeugt. Zu den Beispielen zählen die CERN-Forschung, Forschung zum Klimawandel, Raumfahrtprogramme, Entwicklung von künstlicher Intelligenz, sowie die Forschung zu Krebs und Impfstoffen – all dies wäre ohne den internationalen Austausch von Wissen nicht denkbar. Doch dieser Austausch wird zunehmend von Konkurrenzdenken beeinträchtigt und leidet unter Exportkontrollen, strengen Visa-Regelungen, zurückgehaltenen Informationen, aufgelösten internationalen Kooperationen und sogar Spionage.
Wie kann die Wissenschaft in einem solch geopolitisch belasteten Umfeld agieren, wie kann sie dort die oft beschworenen Brücken aufbauen und gleichzeitig ihre eigene Unabhängigkeit und Integrität wahren?
"Soll Forschung vermitteln, wo Politik scheitert?" im Überblick
Soll Forschung vermitteln, wo Politik scheitert?
von Lydia Heller
| Sendezeit | Do, 30.07.2026 | 19:30 - 20:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Forschung und Gesellschaft" |