Sich in einer ostdeutschen Kleinstadt heimisch fühlen
Sich in einer ostdeutschen Kleinstadt heimisch fühlen © Michal Zacharzewski / freeimages.com

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Sprachwanderungen: Heimatsuche in einer Brandenburger Kleinstadt

Wie gelingt es, in einer ostdeutschen Kleinstadt Fuß zu fassen, in der T-Shirts mit dem Aufdruck "Deutschland den Deutschen” zur Normalität gehören und eine tiefe Skepsis gegenüber dem Fremden vorherrscht? Als Großstädterin aus Westdeutschland? Oder als geflüchtete Person aus der Ukraine? Eine langfristige Beobachtung.

In Beeskow, einer kleinen Ortschaft zwischen Frankfurt/Oder und der Hauptstadt Berlin, hat sich die Atmosphäre seit der Corona-Pandemie verdüstert. Verschwörungsmythen sind im Umlauf, und in Schaufenstern finden sich feindselige Nachrichten gegen Berliner und Anhänger der Grünen. An der Kasse im Supermarkt stehen Männer in Shirts mit der Aufschrift "Deutschland den Deutschen”. Das generelle Misstrauen gegenüber auswärtigen Menschen ist beträchtlich.

Zu dieser Zeit kam die Berichterstatterin – eine Westdeutsche und vermeintliche Vertreterin der "Lügenpresse" – in diese Stadt. Kurz darauf folgte eine Gruppe von Geflüchteten aus der Ukraine. Durch ein Projekt, das sich um sprachliche Integration bemüht, versuchen sie, Kontakt mit den "Einheimischen" aufzubauen. Dabei zeigt sich, dass viele die Erfahrung machen mussten, ihre Heimat zu verlieren – ohne einen Umzug.

Ein behutsamer Versuch der Annäherung über ein gemeinsames Gefühl des Verlustes – und das gemeinsame Kajakfahren. In einem der reizvollsten Wassersportgebiete des Landes.

"Sprachwanderungen: Heimatsuche in einer Brandenburger Kleinstadt" im Überblick

Sprachwanderungen: Heimatsuche in einer Brandenburger Kleinstadt

von Merle Hilbk

Produktion: 2025

Sendezeit Di, 15.09.2026 | 19:15 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Das Feature"
Radiosendung