Seit Jahrzehnten wird die Politik Sri Lankas durch religiöse Machtkämpfe bestimmt. Hierbei leiden vor allem Hindus und Muslime unter der aggressiven Dominanz der Buddhisten.
Nach einem fast 26 Jahre währenden Bürgerkrieg errangen die Regierungstruppen Sri Lankas 2009 den Sieg über die "Tamil Tigers", die für einen eigenen Tamilenstaat gekämpft hatten. Doch hat das Ende des Krieges nichts daran geändert, dass sich die überwiegend buddhistischen Singhalesen und die meist hinduistischen Tamilen unversöhnlich gegenüberstehen. Überdies machen radikale buddhistische Mönche gegen die Muslime in Sri Lanka Stimmung - eine kritische Gemengelage in einer Zeit, in der das Land sich in einer schwerwiegenden Wirtschaftskrise befindet und viele Menschen Hunger leiden.

Religiös
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In SWR2 Glauben geht es um Auseinandersetzungen zu Glauben, Ethik und Sozialem. In hintergründigen Reportagen fragen wir nach, wie Menschen den Sinn ihres Lebens und ihren Kompass finden, wo sie integriert oder benachteiligt sind. Zur ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/swr2-glauben/8758646/
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58 Folgen
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Folge vom 09.05.2024Das Erbe der Gewalt – Religion und Politik in Sri Lanka
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Folge vom 05.05.2024Die Magie der KirchenfensterVom Mittelalter bis heute – Kirchenfenster prägen Gotteshäuser und Gemeinden. Und sie unterscheiden sich nach Region, Zeitgeist und Gottesverständnis. Fenster und Glasmalerei prägen die Atmosphäre in Kirchen. Das farbige Licht verwandelt den Kirchenraum und schafft eine spirituelle Stimmung. Die Kirchenfenster spiegeln ein bestimmtes Gottesbild, einen Zeitgeist oder eine Region wider. Nicht umsonst werden sie auch „die Bilderbücher des Mittelalters“ genannt. Die farbenprächtigen Fenster im katholischen Freiburger Münster gehören beispielsweise zu den ältesten Deutschlands. Und die evangelische Johanneskirche in Crailsheim hat gerade neue Chorfenster der Künstlerin Ada Isensee aus Remshalden bei Stuttgart eingeweiht.
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Folge vom 28.04.202450 Jahre Nelkenrevolution in Portugal -Unter Diktator Salazar bekam die katholische Kirche eine zentrale Rolle in Portugal und seinen Kolonien. Gleichwohl hatte sie aber nur begrenzt etwas zu sagen. Mit dem Dreiklang "Deus, Pátria, Família" (Gott, Vaterland, Familie) machte Portugals Diktator Salazar, selbst gläubiger Katholik, die katholische Kirche zu einer tragenden Säule seines Regimes. Da es ihm zu keiner Zeit gelang, in der Bevölkerung eine aktive Massenbasis für die Diktatur zu mobilisieren, wurde die Kirche zur ideologischen Hauptstütze der Diktatur und trug - ähnlich wie in Spanien - wesentlich zu ihrer Stabilität bei. Dabei deckelte sie Kritik aus den eigenen Reihen. Anders als im Nachbarland, machte Salazar Katholizismus jedoch nie zur Staatsreligion.