Eine Prosa, die unter die Haut geht: Die Geschichten des litauischen Autors Antanas Skema über Flucht und Tod entstanden um die Mitte des vorigen Jahrhunderts und sind von erschreckender Aktualität. Skema wusste, wovon er schrieb, floh er doch selbst vor den Sowjets aus Litauen, lebte zunächst im Nachkriegsdeutschland und später in den USA. Erst jetzt ist die Prosa des großen Autors auch auf Deutsch zu entdecken.
Rezension von Gisela Erbslöh.
Aus dem Litauischen und mit einem Nachwort von Claudia Sinnig
Guggolz Verlag, 421 Seiten, 25 Euro
ISBN 978-3-945370-26-1
Kultur & Gesellschaft
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Ausgewählt aus dem großen Angebot an Büchern, über die in SWR2 Woche für Woche gesprochen wird: Das SWR2 Buch der Woche
Folgen von SWR2 Buch der Woche
748 Folgen
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Folge vom 30.11.2020Antanas Škėma - Apokalyptische Variationen
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Folge vom 29.11.2020G. V. Desani - Alles über Herrn H. HatterrG.V. Desani, Grenzgänger zwischen östlicher und westlicher Kultur, hat nur einen einzigen Roman geschrieben, damit aber so unterschiedliche Autoren wie T.S. Eliot und Salman Rushdie schwer beeindruckt. „Alles über Herrn H. Hatterr“ ist irgendetwas zwischen Bildungs- und Schelmenroman, Humoreske und Melodram. Chaotisch und vergnüglich. Rezension von Jörg Magenau. Aus dem Englischen von Gerhard Bierwirth Büchergilde Gutenberg, 496 Seiten, 28 Euro (für Mitglieder)
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Folge vom 29.11.2020Non Solo - Junge italienische Literatur aus FreiburgNon Solo! Nicht nur! So heißt ein junger Verlag aus Freiburg, der sich auf italienische Literatur spezialisiert hat. Vier Bücher hat Non Solo bislang veröffentlicht: Romane, Erzählungen und auch die Geschichte „Dismatria“ von Igiaba Scego, die zum Prüfungsstoff gehört, wenn man in Baden-Württemberg das Fach Italienisch im Abitur belegt. Verlegerin Alessandra Ballesi-Hansen erzählt von der Lust am Büchermachen, von roten Zahlen und vom großen Premio Nazionale per la Traduzione, den der Verlag kürzlich erhalten hat.
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Folge vom 29.11.2020Urs Faes - UntertagsHerta und Jakov sind ein Paar, und sie bleiben es auch, obwohl Jakov langsam dement wird. Er vergisst Wörter, verlegt Sachen und verliert im Einkaufszentrum die Orientierung. Das ist nicht einfach, doch viel gravierender ist es, dass eine alte Liebesgeschichte wieder hervorbricht, die Jakov Jahrzehnte lang verdrängt hat. Plötzlich sind diese Erinnerungen stärker als der Alltag mit Herta. Ein Gespräch über „Untertags“, den neuen Roman vom Schweizer Autor Urs Faes. Suhrkamp-Verlag, 239 Seiten, 22 Euro ISBN: 978-3-518-42948-8
