Im t3n Podcast spricht Grünen-Chef Robert Habeck über die Digitalisierung in Deutschland, wie digitale Medien die Politik verändern und warum die Energiewende ohne Digitalisierung nicht möglich ist.
Auf die Frage, wo er bei der Digitalisierung in Deutschland den dringendsten Handlungsbedarf sieht, weist der Grünen-Chef nicht etwa auf den Infrastruktur-Ausbau oder bessere Startupförderung hin, sondern spricht die zunehmende Hassrede im Netz an: „Wir müssen die Verrohung der Sprache und der Kultur im Internet in den Griff bekommen, weil sonst alle Chancen der Digitalisierung und der digitale Kommunikation selbst diskreditiert werden.“
Zu Facebooks Marktmacht hat Habeck eine klare Position: „Keine Demokratie der Welt kann eine Struktur dulden, die größer ist und mehr Einfluss hat als die Demokratie selbst.“ Deshalb müssten die großen Digital-Konzerne durchs Kartellrecht entflochten werden – konkret: „Facebook WhatsApp wieder wegnehmen. Und Instagram auch.“ Laut Habeck müssen die drei Dienste getrennte Einheiten sein, die ihre Daten nicht miteinander kombinieren dürfen.
Kein Gespräch mit einem Grünen-Chef ohne Bezugnahme auf die Energiewende: Laut Habeck besteht ein gigantischer Bedarf an Energie, wenn es eine komplette Umstellung auf erneuerbarer Energie geben soll. Wenn dieser Energiebedarf in der Logik einer analogen Welt abgedeckt werden solle, dann bräuchte es rechnerisch zu viele Solaranlagen und Windenergie-Systeme. Um den Energiebedarf in einem solchen Szenario trotzdem einigermaßen handhabbar zu machen, seien digitale Techniken nötig.
Sponsor-Hinweis: Sichere dir 40 Prozent Rabatt für dein Recruiting bei t3n Jobs mit dem Code „Podcast40“ -> https://t3n.de/jobs/pakete/
NachrichtenWirtschaft
t3n Arbeit in progress Folgen
Wie wollen wir die Zukunft der Arbeitswelt gestalten? Bei t3n Arbeit in progress kommen CEOs, Führungskräfte, Coaches und diejenigen zu Wort, die Arbeitsweisen hinterfragen und verbessern wollen. Der Podcast hilft dir, dich in der Arbeitswelt sinnvoll einzubringen und weiterzuentwickeln. Sowohl auf persönlicher, als auch auf unternehmerischer Ebene. Moderiert werden die Episoden von Host Stella-Sophie Wojtczak. Jeden Freitag um 10 Uhr erscheint eine neue Folge.
Folgen von t3n Arbeit in progress
570 Folgen
-
Folge vom 20.09.2018Grünen-Chef Robert Habeck: „Facebook ist keine Plattform“
-
Folge vom 14.09.2018Adblock-Plus-Chef Till Faida: „Ich verstehe, dass das, was wir machen, sehr kontrovers ist”Einer der weltweit beliebtesten und bekanntesten Adblocker kommt aus Deutschland: Die Firma hinter Adblock Plus, die Eyeo GmbH, sitzt in Köln. Mit dem CEO Till Faida hat sich t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner über die oft kritisierte „Acceptable Ads”-Programm des Adblock-Anbieters unterhalten, die Pläne für die übernommene Micropayment-Plattform Flattr und die Reibungen und Kämpfe, die Adblock Plus mit Publishern austrägt.
-
Folge vom 06.09.2018# Ex-Piratin Marina Weisband über digitale Bildung, Chemnitz und fehlende politische VisionenMarina Weisband hat schon einiges erlebt in ihrem jungen Leben. Die heute 28-Jährige war von Mai 2011 bis April 2012 politische Geschäftsführerin bei den Piraten und einer der schillerndsten Personen der Partei. 2013 schrieb sie das Buch „Wir nennen es Politik“. 2015 gab sie bekannt, dass sie schon länger bei den Piraten ausgetreten war. Heute beschäftigt sie sich vor allem mit „Aula“, einem Beteiligungskonzept für Schulen, bei dem Schülerinnen und Schüler über ein digitales Tool über Belange in ihren Schulen diskutieren und abstimmen können. Zudem berät sie die Grünen seit diesem Jahr bei netzpolitischen Fragen für das neue Grundsatzprogramm, dass 2020 veröffentlicht werden soll. Print-Chefredakteur Luca Caracciolo traf sie am Rande einer Veranstaltung und sprach mit ihr über ihre Vision einer digitale Bildung. Wie können Beteiligungskonzepte dabei helfen, Schülerinnen und Schülern stärker zu ermächtigen und so gleich in der Schule eine Form politischer Partizipation zu vermitteln? Was müsste sich generell in Schulen verändern, um die Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt von morgen vorzubereiten? Zudem sprachen Caracciolo und Weisband über die Ereignisse der vergangenen Woche in Chemnitz. Welche Rolle spielen soziale Netzwerke bei der Radikalisierung von Teilen der Gesellschaft? Was lässt sich dagegen tun? Und wie kann die Politik generell frühzeitig regulierend bei der Entwicklung neuer Technologien eingreifen? Weisband mahnt in diesem Zusammenhang die fehlenden politische Visionen in der Politik an und die Probleme fast aller Parteien, auf die Herausforderungen der Zeit vorwärtsgewandte Ideen und Konzepte zu entwickeln. Sponsor-Hinweis (Anzeige): Der heutige Podcast wird von Ottonova präsentiert – der komplett digitalen Krankenversicherung: www.ottonova.de/lp/ebook-t3n
-
Folge vom 30.08.2018E-Sports: Der Sport der jungen Generation?Egal ob Sportspiele wie Fifa, Multiplayer-Shooter wie Counterstrike oder sogenannte MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena) wie League of Legends oder DOTA 2 – in verschiedensten Genres messen sich Profis auf internationalen Turnieren. Auf Streamingplattformen wie Twitch schaut eine internationale Zuschauerschaft in Millionenhöhe zu. Und auch im Breitensport zieht das Interesse an. Allerdings kämpft der E-Sport in Deutschland noch immer um die Anerkennung als Sport. Zwar hat die Bundesregierung im Koalitionsvertrag festgehalten, dass E-Sport als eigenständige Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkannt werden soll. Aber noch immer hängt dem elektronischen Sport das Vorurteil an, dass Computerspiele eben kein „echter“ Sport sein können. Print-Chefredakteur Luca Caracciolo sprach auf der diesjährigen Gamescom mit Hans Jagnow, Präsident des E-Sport-Bund Deutschland, inwiefern E-Sport mit „klassischem“ Sport vergleichbar ist, wie die Branche in Deutschland tickt und wie sie generell mit dem Umstand umgeht, dass E-Sport bisher ein fast reines Männerphänomen ist. Sponsor-Hinweis (Anzeige): Der heutige Podcast wird von Ottonova präsentiert – der komplett digitalen Krankenversicherung: www.ottonova.de/lp/ebook-t3n