Über das Thema "Körper" sprechen wir mit Prof. Dr. Heike Friesel-Wark (https://www.fliedner-fachhochschule.de/staff/heike-friesel-wark/) und betrachten dabei vor allem die Resonanz der Professionellen auf den Klientenkörper. Besonders in Fallsupervisionen zeigen sich diesbezüglich Deutungsmuster der Professionellen und daraus abgeleitete Handlungsmuster, die es zu hinterfragen gilt. Frau Friesel-Wark ist freiberufliche Supervisorin im Raum Düsseldorf und Professorin für Soziale Arbeit an der Fliedner Fachhochschule. Sie hat in ihrer Dissertation (https://www.beltz.de/autor_detailansicht/autorenseite/100594-heike-friesel-wark.html) zur Bedeutung des Körpers im Kontext Sozialer Arbeit in der Psychiatrie geforscht.
Die Dimension des Klienten-Körpers wird im wissenschaftlichen Diskurs Sozialer Arbeit nur randständig thematisiert. Gleichwohl kommt ihr in der pädagogischen Handlungspraxis, insbesondere im Kontext von Gesundheit und Krankheit, eine hohe lebens- und alltagsweltliche Bedeutung zu. Sie befasst sich auf theoretischer und empirischer Basis mit der Relevanz des Themas Körper für die Soziale Arbeit, mit besonderem Fokus auf Menschen, die von psychischen Erkrankungen betroffen sind. Dabei greift sie im Gespräch nicht nur auf ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse zurück, sondern auch auf die Berufserfahrung als Sozialarbeiterin, Suchttherapeutin und Supervisorin.
Ab Wintersemster 2024 wird Prof. Friesel-Wark den weiterbildenden Masterstudiengang Supervision und Beratung aus Bielefeld übernehmen und an der Flieder Fachhochschule in Düsseldorf weiterführen.
Wissenschaft & Technik
Überblick-Supervision Folgen
Die Supervisoren Tina Heitmann und Henning Schnieder sprechen monatlich mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis zu Themen rund um Supervision und Beratung. Die Beiträge leben vom dynamischen Gespräch, in dem die Wortbeiträge jeweils in der Verantwortung der Sprechenden liegen. Wir wünschen uns einen möglichst offenen Diskurs und laden herzlich dazu ein, dass sich auch die Zuhörenden durch Kommentare zu den Episoden, oder per Mail, daran beteiligen. Die Beiträge der Zuhörenden werden in der weiteren Gestaltung des Podcastes diskursiv berücksichtigt.
Folgen von Überblick-Supervision
36 Folgen
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Folge vom 06.09.2023Körper
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Folge vom 09.08.2023Sonderfolge: BeratungsformateIm Seminar "Merkmale ausgewählter Beratungsmerkmale" haben Studierende der Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Beratung, an der Universität Bielefeld in Kleingruppen Kurz-Podcasts erstellt, die wie Kapitel eines Sammelbandes in dieser Sonderfolge gebündelt werden. Alle Beiträge bleiben urheberrechtlich die der jeweiligen Studierenden. 1) "Suchtberatung" von Sophie Hoppmann, Jana Kollo, Kathleen Sarabi und Ramona Schönfelder 2) "Mädchenberatung" von Sophie Keter, Sara Martin und Yara Tillicke 3) "Schulberatung" von Florian Aschhoff, Lina Jürgenschellert, Nele Koblitz und Maike Thies (Shownotes: Regionale Schulberatung Bielefeld https://www.bielefeld.de/de/rv/ds_stadtverwaltung/asch/rsb) 4) "Paarberatung" von Hellen Brüggemann, Esma Nur Yildiz und Vanessa Zielke 5) "Opferberatung" von Simon Alfs, Ben Fromann und Joana Nolting (Shownotes: https://backup-nrw.org/ ; https://weisser-ring.de/ ; https://www.sabra-jgd.de/) Verweise der Moderatoren auf Links, Autoren etc.: Psychoanalytisches Institut Bremen (Fortbildung zu Gruppen), wissenschaftliche Literatur zu Podcasts (Leander, Lisa(2020):Wissenschaft im Gespräch: Wissensvermittlung und -aushandlung in Podcasts. / Moltmann, Rebecca (2020): Vom Verfertigender Gedanken: Zum Potential von Podcasts für die geisteswissenschaftliche Wissenschaftskommunikation.), Video zu "Americas war on drugs" (https://www.youtube.com/watch?v=TQMUJxWKPsw), Podcast Sternstunde Philosophie (https://www.podcast.de/episode/607960382/was-spricht-noch-fuer-die-ehe-der-philosophische-stammtisch), Lehre der Viktimologie (https://www.praeventionstag.de/nano.cms/vortraege/begriff/Viktimologie), Miranda Fricker («Epistemische Ungerechtigkeit. Macht und die Ethik des Wissens»)
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Folge vom 05.07.2023InterkulturalitätWas ist Kultur? Was ist Interkulturalität? Welche Bedeutung hat Kultur in Beratungskontexten und wie hängt das mit (Aus-)Schließungsmechanismen zusammen? Ab wann ist Interkulturalität nicht mehr die Begegnung von Kulturen sondern wird im Diskurs zu einem rassistischen Instrument zur Begrenzung von Ressourcen und Teilhabe? Welche Bedeutung hat die Schuldfrage bei der Reflexion dieser Themen - und noch viel mehr besprechen wir in dieser Folge mit Jimena Mjia-Gil, von der Hochschule Emden-Leer. In der Folge verwiesen haben wir auf: Stefanie Rathje: https://www.htw-berlin.de/forschung/online-forschungskatalog/publikationen/person/?eid=3977 | Maya Nadig: https://www.uni-bremen.de/kultur/personen/professorinnen-im-ruhestand/maya-nadig | Claus Melter: https://www.hsbi.de/personenverzeichnis/claus-melter | Paul Mecheril: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/personen/mecheril/ | Carl Zuckmayer: Des Teufels General (1979) | Elisabeth Rohr: https://elisabethrohr.de/de/prof-dr-elisabeth-rohr/ | Martina Tißberger: http://www.martina-tissberger.de/publikationen | Aydemir / Yaghoobifarah (Hrsg.): Eure Heimat ist unser Albtraum | Kristina Lepold (Podcast "Hörsaal" von Deutschlandfunk Nova) zu institutionellem Rassismus: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/institutioneller-rassismus-strukturelle-benachteiligung-durch-institutionen | Karl Jaspers und die Schuldfrage: https://jaspers-stiftung.ch/de/karl-jaspers/die-schuldfrage
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Folge vom 07.06.2023GeschlechterdiskursWir sprechen mit Dr. Miriam Bredemann über ihre diskursanalytische Forschung zum Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Supervision und was das für die Praxs bedeutet. Mehr zu Dr.'in Miriam Bredemann erfahren Sie hier: https://diskurs-bredemann.de/ // Ihr Buch "Geschlecht und Geschlechtergerechtigkeit in der Supervision. Eine Diskursanalyse" (Weinheim: Beltz Juventa Verlag) ist hier online zu finden: https://www.beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/produkte/details/49758-geschlecht-und-geschlechtergerechtigkeit-in-der-supervision.html // Die von Tina Heitmann genannte Studie (Bielefelder Studie zu Diversität in der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V., Heitmann / Humme 2019) wird hier vorgestellt: https://www.beratungundsupervision.de/index.php/fs/article/view/2308/2290 // Literatur, die Miriam Bredemann zum Thema empfiehlt: - Bourdieu, P. (2012): Die Männliche Herrschaft. Frankfurt/M.: Suhrkamp. - Connell, R.W. ([1995] 2015): Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeit. 4. Aufl. Opladen: Leske & Budrich. - Erger, R./Molling, M. (1991): Der kleine Unterschied. Frauen und Männer in Supervision. Dresden: Hille. - Gröning, K./Kunstmann, A./Neumann, C. (Hrsg.) (2015): Geschlechtersensible Beratung. Traditionslinien und praktische Ansätze. Gießen: Psychosozial. - Haug, F. (1990): Erinnerungsarbeit. Hamburg: Argument. - Haug, F./Hauser, K. (Hrsg.) (1983): Frauenformen 2. Sexualisierung der Körper. Berlin: Argument. - Heitmann, T./Humme, A. (2019): Bielefelder Studie zu Diversität in der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. In: Forum Supervision. H. 53. S. 30–37. - Karlinger, S. (2010): Gender Matters? Genderkompetenz in der Supervision – Zur Bedeutung der Genderkompetenz von Supervisorinnen und Supervisoren im psychosozialen Feld. Saarbrücken: VDM. - Möller, H. (2014): Die Bedeutung der Beratung für die Geschlechtergerechtigkeit in Organisationen. In: Möller, H.; Müller-Kalkstein, R. (Hrsg.): Gender und Beratung. Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in Organisationen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. S. 13–32. - Möller, H./Müller-Kalkstein, R. (Hrsg.) (2014): Gender und Beratung. Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in Organisationen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. - Oellerich, K. (2014): Nicht den ganzen Gender-Eimer auskippen? Trainingsplanung und Durchführung von gendermaßnahmen im Sinne von GEMAINSAM. In: Möller, - H./Müller-Kalkstein, R. (Hrsg.): Gender und Beratung. Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in Organisationen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. S. 157–167. - Petzold, H.G. (2020): Nachdenken zum Forschungsbericht. In: Schigl, B.; Höfner, C.; Artner, N.A. et al. (2020a): Supervision auf dem Prüfstand. Wirksamkeit, Forschung, Anwendungsfelder, Innovationen. 2. Aufl. Wiesbaden: Springer. S. 219–260. - Schigl, B. (2018): Psychotherapie und Gender. Konzepte. Forschung. Praxis. Welche Rolle spielt die Geschlechterzugehörigkeit im therapeutischen Prozess? 2. Aufl. Wiesbaden: Springer. - Vogt, I. (2004): Beratung von süchtigen Frauen und Männern. Grundlagen und Praxis. Weinheim, Basel: Beltz. - Vogt, I. (2018): Geschlecht, Sucht, Stigma. Unterschiede zwischen den Geschlechtern. In: Sozialpsychiatrische Informationen. Zeitschrift für kritische Psychiatrie. Themenschwerpunkt: Gender matters - Geschlechterdebatten in der Psychiatrie. H. 1, 48. Jg. Köln: Psychiatrie Verlag. S. 40–43. - Vorstand der DGSv (Hrsg.) (2017): Positionspapier „Exzellente Beratung basiert auf exzellenter Qualifizierung. Vorstandsvorlage der Entwicklungskommission der DGSv“.