
Feature
Vermaledeit seyst du - Zur Geschichte der Hatespeech
Abneigung ist eine der elementaren menschlichen Empfindungen. Schon seit jeher hegt der Mensch Abneigungen, die auch in Worten ausgedrückt werden. Doch verändert sich die Form der abwertenden Rede über die Jahre.
Während der Hexenverfolgungen rechtfertigten die Ankläger die behauptete Minderwertigkeit der Frauen mit scheinwissenschaftlichen Begründungen. Joseph Goebbels stellte das jüdische Volk auf eine Stufe mit einer ansteckenden Seuche. In der Punkrock-Szene wird die feindselige Haltung gegenüber der heuchlerischen Überflussgesellschaft lautstark zum Ausdruck gebracht. In der Zeit nach dem Krieg äußerten westdeutsche Kleinbürger im Fernsehen ihre Abneigung gegen Hippies und rebellische Studenten, während Anhänger rechter Ideologien sich im Internet durch ungelenke Sarkasmen hervortun. Was verrät die Ausdrucksweise dieser Abneigung über die Zeit, in der sie entsteht? Welche sprachlichen Mittel tauchen dabei wiederholt auf und wie verändern sich diese, wenn künstliche Intelligenz ins Spiel kommt?
Zum Autor
Christoph Spittler, der 1969 in Niedersachsen das Licht der Welt erblickte, ist seit seinem Studium der Ethnologie leidenschaftlich daran interessiert, unterschiedlichste Kulturen zu erkunden. Er ist beeindruckt von der Pracht und den Schattenseiten des weltumspannenden Kapitalismus. Seit 1993 arbeitet er als Autor für Radiosendungen und lebt seit den frühen 90ern im Herzen Berlins.
"Vermaledeit seyst du - Zur Geschichte der Hatespeech" im Überblick
Vermaledeit seyst du - Zur Geschichte der Hatespeech
von Christoph Spittler
Mit Claudia Mischke und Moritz Führmann
Produktion: 2023
| Sendezeit | Fr, 07.08.2026 | 20:05 - 21:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Das Feature" |