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Warum ein unangenehmes Gefühl unser Zusammenleben sichert
Ein Satz aus dem Gerichtsverfahren wegen Vergewaltigung in Avignon bleibt besonders prägend: "Die Scham muss die Seite wechseln." Ausgesprochen von der Klägerin Gisèle Pelicot, hat dieser Ausspruch internationale Aufmerksamkeit erlangt und ist auf Demonstrationen weltweit zu lesen, als Graffiti auf Mauern und auf T-Shirts zu finden.
Betroffene sexueller Übergriffe schöpfen Kraft aus diesem Ausdruck, der eindrücklich hervorhebt, wie mächtig Scham in unserer Gemeinschaft wirkt. Sie dient nicht nur zur Unterdrückung gewisser Bevölkerungsgruppen, sondern fungiert ebenso zur Einhaltung sozialer Normen und zum Schutz persönlicher Integrität sowie als Bewahrer der Menschenrechte. Die Deutung von Scham und ihre Bedeutung ist eine fortwährende Herausforderung für die Gesellschaft.
Welche Formen nehmen diese Diskussionen heutzutage an? Wie können wir die Last der Scham abschütteln, wenn sie uns hemmt oder bloßstellt? Vor allem jedoch: Inwieweit kann Scham die Gesellschaft positiv beeinflussen? Was wäre eine angemessene Menge an Schamgefühl – wie viel davon benötigt unsere Gemeinschaft wirklich?
"Warum ein unangenehmes Gefühl unser Zusammenleben sichert" im Überblick
Warum ein unangenehmes Gefühl unser Zusammenleben sichert
von Madeleine Hofmann
| Sendezeit | Mo, 24.08.2026 | 19:30 - 20:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Politik und Soziales" |