Wie sollen Schulämter und Jugendamt besser auf Schulverweigerer reagieren?
Wie sollen Schulämter und Jugendamt besser auf Schulverweigerer reagieren? © Manfred Jahreis / pixelio.de

Feature

Wenn Eltern von Schulverweigerern das Sorgerecht verlieren

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland etwa 39.000 Minderjährige zumindest zeitweilig oder vollständig aus ihren Familien herausgenommen. Dies geschieht zunehmend auch aufgrund von Schulverweigerung. Doch stellt sich die Frage, ob die Jugendämter ausreichend Maßnahmen ergreifen, um dieser Entwicklung vorzubeugen.

In der Bundesrepublik Deutschland existiert die gesetzliche Pflicht, dass Schulkinder am Unterricht teilnehmen müssen. Eltern haben die Verantwortung, diese Verpflichtung gegenüber ihren Kindern durchzusetzen, wobei oft Uneinigkeit darüber herrscht, wie dies am besten erfolgen sollte. Nicht selten münden diese Differenzen in heftige Auseinandersetzungen um das Sorgerecht, die schließlich vor einem Familiengericht ausgetragen werden. In manchen Fällen enden solche Konflikte gar damit, dass Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld entfernt werden, wie es etwa bei zwei Müttern in Berlin und Bayern geschah.

Angesichts solcher Situationen kommt die Frage auf, ob Jugendämter und Gerichte im Familienrecht adäquat auf die Vernachlässigung der Schulpflicht reagieren. Was können staatliche Stellen tun, um Fehler zu verhindern oder zu beheben, sodass stets das Wohlergehen des Kindes im Vordergrund steht?

"Wenn Eltern von Schulverweigerern das Sorgerecht verlieren" im Überblick

Wenn Eltern von Schulverweigerern das Sorgerecht verlieren

von Charly Kowalczyk

Produktion: 2025

Sendezeit Fr, 30.01.2026 | 15:00 - 16:00 Uhr
Sendung SWR Kultur "Feature"
Radiosendung