Zu welchem Medikament soll man bei einer intensivmedizinischen Stressulkusprophylaxe greifen? Stress kann zur Entstehung gastroduodenaler Ulzera beitragen. Um gerade bei kritisch Kranken präventiv vorzugehen und die Entstehung von Stressulzera zu vermeiden, erhalten Patient:innen auf Intensivstation nach Indikationsstellung in der Regel eine medikamentöse Prophylaxe. Bislang empfehlen Leitlinien wie die S3-Leitlinie Sepsis der Deutschen Sepsis Gesellschaft beide gängigen Medikamentengruppen: H2-Rezeptorantagonisten oder Protonenpumpeninhibitoren. Doch welches Medikament ist nun besser geeignet?
Die Anfang des Jahres im JAMA erschienene PEPTIC-Studie ging dieser Frage nach und verglich beide Medikamentengruppen im Bezug auf deren Mortalitätsraten.
Ob sich aus den Ergebnissen neue Handlungsanweisungen ableiten lassen, welches Medikament obere GI-Blutungen reduzieren konnte und wie eine Nonadhärenz zum Studiendesign die Ergebnisse beeinflusst hat, erfahrt ihr in dieser Podcast-Episode.
Wissenschaft & Technik
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Die Wissensplattform AMBOSS macht mit diesem Podcast Medizin hörbar. Alle zwei Wochen sprechen wir mit Expert:innen über relevante Themen aus klinischem Alltag, Forschung und Gesundheitspolitik. AMBOSS ist ein digitales Nachschlagewerk für Mediziner:innen und Pflegefachpersonen: aktuell, präzise, leitliniengerecht. Diagnostik- und Therapieempfehlungen sind fächerübergreifend vernetzt und schnell zu finden, jederzeit auch offline in der App – egal ob für die fachärztliche Weiterbildung oder den Stationsalltag. Weitere Infos zu AMBOSS: go.amboss.com/amboss-app
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177 Folgen
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Folge vom 25.10.2020Stressulkusprophylaxe auf Intensivstation
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Folge vom 11.10.2020Patient Blood Management Teil 2“Weil jeder Tropfen wertvoll ist!” – so lautet die Devise des Patient-Blood-Management-Konzepts, das das eigene Blut zu operierender Patient:innen in den Mittelpunkt rückt. Wir führen unser Gespräch aus der letzten Folge zum Thema Patient Blood Management fort und konzentrieren uns auf weitere Aspekte des 3-Säulen-Modells. Durch das Ergreifen vieler verschiedener Maßnahmen (z.B. reduzierte Blutentnahmen, Einsatz minimal invasiver OP-Techniken) sollen Blutverluste vermieden und die Anzahl benötigter Transfusionen verringert werden. Wenn dann aber doch die Gabe von Fremdblut erforderlich ist, stellt PBM sicher, dass die teils reduzierten Bestände der Blutbänke rational und sicher eingesetzt werden. Wie das funktioniert, erklären unsere beiden Experten Dr. Johanna Weiland und Prof. Dr. Jürgen Lutz aus dem St. Vinzenz-Hospital in Köln in diesem zweiten Podcast zum Thema “Patient Blood Management”. Gezielt geben sie Tipps, wie sich intraoperativ Blut einsparen lässt, was man bei der Verabreichung von Erythrozytenkonzentraten beachten sollte und wie man PBM an seiner eigenen Klinik etablieren kann!
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Folge vom 27.09.2020Patient Blood Management Teil 1Etwa 30% der Bevölkerung leiden unter einer Anämie – viele davon, ohne es selbst zu wissen. Erfahren sie dann als Patient:innen im Operationssaal einen weiteren Blutverlust, hilft oft nur noch die Verabreichung von Blutkonserven. Doch wie gut und sicher ist Fremdblut eigentlich? Studien belegen, dass gespendete Erythrozytenkonzentrate erhebliche Nebenwirkungen haben und sowohl Morbidität als auch Mortalität der Patient:innen erhöhen können. Zudem mangelt es gerade in der aktuellen Corona-Pandemie an Spenderblut. Als Konzept, das eigene Blut als eine wertvolle und einzigartige natürliche Ressource zu betrachten, hat sich das Patient Blood Management (PBM) an vielen Kliniken bereits etabliert. Der PBM-Leitgedanke: Für anämische Patient:innen ist das beste und sicherste Blut stets das eigene! Hintergründe zum Patient Blood Management besprechen wir mit unseren beiden Gästen, Dr. Johanna Weiland und Prof. Dr. Jürgen Lutz aus dem St. Vinzenz-Hospital in Köln. In der ersten Podcastfolge thematisieren wir, was sich hinter dem Konzept verbirgt und was es mit den “3 PBM-Säulen” auf sich hat. Außerdem geben unsere Gäste praktische Tipps zur Früherkennung, Labordiagnostik und Behandlung einer präoperativen Anämie! In der nächsten Podcastfolge gehen wir u.a. auf folgende Fragen ein: Wie kann ich den intraoperativen Blutverlust minimieren? Wann ist der Einsatz von Blutkonserven sinnvoll? Und wie etabliere ich PBM an meiner Klinik?
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Folge vom 13.09.2020Forever Young: Kann die Telomerbiologie die Zellalterung aufhalten?Für immer jung bleiben, geht das? In den 80er-Jahren wurden Telomere sowie das Enzym Telomerase entdeckt und mit biologischen Alterungsprozessen in Verbindung gebracht. Für diese Entdeckung wurde 2009 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen. Aber was sind Telomere und was kann die Telomerase? Diese Podcast-Episode gibt einen spannenden Einblick in das Thema und die DNA-Forschung. Ihr erfahrt, warum eine hohe Telomeraseaktivität nicht immer etwas Gutes und weshalb chronischer Stress in dem Zusammenhang zu vermeiden ist. Außerdem setzen wir uns mit aktuellen Forschungsergebnissen zur Telomerbiologie auseinander und fragen uns: Was wirkt sich positiv auf unsere Telomere aus? Meditation? Sport? Und haben wir den Stein der Weisen bereits gefunden?