NachrichtenKultur & Gesellschaft
Auf den Tag genau Folgen
Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.
Folgen von Auf den Tag genau
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Folge vom 02.05.2020Nachwehen der Maifeier?Am zweiten Mai 1920 erscheinen keine Zeitungen, weshalb unser Podcast heute keinen eingelesenen Artikel bietet. Also bleibt uns nur, ihnen vergangene Folgen unseres Podcasts ans Herz zu legen, und aktuell, sofern Sie es noch nicht gehört haben, die zweite Folge unseres Interview-Formats “Dreieinhalb Fragen an…”, diesmal mit Hans Ulrich Gumbrecht über das Phänomen der 1920er, von uns publiziert am 26. April.
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Folge vom 01.05.2020Zum Stand der InternationaleDen 1. Mai 1920 nimmt die Freiheit zum Anlass, grundsätzlich über die Situation der Arbeiterschaft und den Stand ihres internationalen Kampfes gegen das kapitalistische Bürgertum nachzudenken. Der Text analysiert die Ursachen für die Schwächung der Arbeiterklasse, wie etwa den Weltkrieg. Was folgt ist ein Aufruf, zu einer neuen Internationale, die sich nicht durch divergierende nationale Interessen schwächen lässt und die weltweite Arbeiterschaft zu ihrem Recht und ihrem Sieg gegen das kapitalistische System führt. Es liest Paula Leu.
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Folge vom 30.04.2020YehudiArnold Höllriegel, unter dem bürgerlichen Namen Richard Arnold Bermann 1883 in eine jüdische Wiener Beamtenfamilie geboren, war einer der schillerndsten deutschsprachigen Feuilletonisten seiner Zeit. Pazifist, früher Cineast, umtriebiger Reiseschriftsteller – Höllriegel bewanderte rastlos die verschiedensten Themen, Genres und Kontinente und war von Sigmund Freud bis Charlie Chaplin mit fast allen wichtigen Personen seiner Zeit bekannt. Im April 1920 saß er ausnahmsweise gerade einmal zu Hause in Wien, nahm aktuelle Meldungen über antijüdische Demonstrationen in Jerusalem jedoch zum Anlass, diese für das Berliner Tageblatt vom 30. April mit eigenen Reiseerinnerungen abzugleichen. Und dabei auf bestürzende Weise zu bezeugen, dass es Judenhass auch in Palästina schon lange vor dem Staat Israel gab. Es liest Frank Riede.
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Folge vom 29.04.2020Durch die Schluchten des Balkan nach SalonikiVor einhundert Jahren, man erinnert sich mit Wehmut, konnte man sich in Europa noch einfach in einen Zug setzen und – die passenden Papiere vorausgesetzt – über Landesgrenzen hinweg reisen ... 1920 hieß das freilich, einen aufgewühlten, von Veränderungen aufgeriebenen Kontinent zu erfahren, gerade wenn man, wie der renommierte Korrespondent des Berliner Tageblatts Theodor Berkes seinen Zuständigkeitsbereich in Südosteuropa hatte. In seinem Bericht vom 29. April beschreibt Berkes eine Bahnfahrt von Belgrad nach Saloniki und vermittelt darin einen lebhaften Eindruck von der Wirklichkeit auf dem Balkan nach dem Ersten Weltkrieg. Es liest Frank Riede.