Würde? Abgegeben! Es gibt Dinge, von denen hätte man vor dem Elternsein geschworen: NIEMALS! Und dann kommt ein Kind und die persönliche Ekelgrenze wird kurzerhand abgeschafft. Das Auto nach einer ausgewachsenen Magen-Darm-Attacke reinigen? Klar. Den Nachwuchs auf einer fragwürdigen Raststättentoilette abhalten? Selbstverständlich. Eine angekaute Brezel fertigessen? Warum nicht, ist ja noch was dran! Dani und Jens sprechen über die würdelosesten Dinge des Elternalltags – und darüber, wie selbstverständlich man plötzlich Sachen macht, bei denen man früher vermutlich rückwärts in der Hecke verschwunden wäre. Vorher gibt’s eine ordentliche Portion Nostalgie: Pokémon! Wer erinnert sich noch an die große Sammel-, Tausch- und Jagdzeit? Und wie schnell wird man eigentlich wieder zum Kind, wenn alte Erinnerungen wach werden? Außerdem beobachtet Dani einen Vater im Bürojob, der sein acht Monate altes Baby mit zur Arbeit bringt. Eine schöne Entwicklung, die zeigt, dass sich Familienfreundlichkeit und Arbeitswelt verändern. Aber Hand aufs Herz: Wäre es eine Mutter gewesen, hätte vermutlich niemand groß darüber gesprochen. Genau da liegt noch einiges im Argen. Zum Schluss wird der innere Knigge ausgepackt: Wann müssen Manieren sitzen? Wo gibt es keine Gnade? Und welche Verhaltensweisen bringen die persönliche Kniggepolizei zuverlässig auf Betriebstemperatur?
Leben & Liebe
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„Bon voyage, bagage! – der Podcast für Familien über Kindheit, Erziehung und Familienzeit. Jens John & Daniela Bubel laden dich ein zu einer humorvollen und emotionalen Reise durch Familiengeschichten.“
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Folge vom 05.11.2026#148 Die Würde ist abwaschbar
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Folge vom 29.10.2026#147 Ich kleb‘ mich kurz rausJens hat Scrapbooking für sich entdeckt, andere stricken, basteln oder werkeln an kleinen Projekten. Solche Hobbys sind mehr als nur Zeitvertreib: Sie geben dem Kopf eine Pause vom Familienalltag, schenken Ruhe und lassen einen vielleicht sogar gelassener auf die lieben Menschen reagieren, die einen regelmäßig an den Rand des Nervenzusammenbruchs bringen. Ein bisschen Miniaturarbeit für den Hausfrieden – wenn das nicht sinnvoll investierte Freizeit ist! Danach sprechen Dani und Jens über ein dunkles Kapitel deutscher Schulgeschichte: die Prügelstrafe. Viele Menschen, die in den 1950er-Jahren geboren wurden, haben in ihrer Schulzeit körperliche Gewalt durch Lehrkräfte erlebt. Manche können diese Situationen noch Jahrzehnte später erschreckend genau schildern. Was wurde Kindern damals angetan – und warum bleiben solche Erlebnisse so lange im Gedächtnis? Dani und Jens sprechen über traumatische Erfahrungen, die Macht von Erwachsenen und darüber, was es bedeutet, wenn ausgerechnet ein Ort des Lernens zu einem Ort der Angst wird. Passend dazu geht es in der Freundebuchrubrik um prägende Lehrerinnen und Lehrer. Wer hat uns ermutigt, an uns geglaubt und etwas fürs Leben mitgegeben? Und wer hat mit einem einzigen verletzenden Satz mehr kaputtgemacht, als ihm vielleicht bewusst war? Denn Lehrkräfte können Kindern Türen öffnen oder den Selbstwert nachhaltig ausbremsen.
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Folge vom 22.10.2026#146 Wo Doofsein Heimat hatteEin Raum ohne Erwachsene, ein Geschwisterwunsch mit Ablaufdatum und ein Konzert, das das Herz aufmacht. Dani und Jens reisen in dieser Folge zurück an Orte und zu Erlebnissen, die man manchmal erst vermisst, wenn man längst woanders lebt. Jens erinnert sich an den legendären Partyraum aus seiner Jugend: ein Ort, an dem Jugendliche einfach mal völlig freidrehen, Quatsch machen und herrlich doof sein konnten – ohne dass Erwachsene ständig im Sichtfeld herumstanden oder fragten, ob das jetzt wirklich sein muss. Ein geschützter Raum zum Ausprobieren, Lautsein und Erwachsenwerden. Eigentlich unbezahlbar. Und heute? Fragt man sich, wo junge Menschen solche Freiräume überhaupt noch finden. Außerdem geht’s um den Wunsch nach Geschwistern. Als Einzelkind schaut man manchmal neidisch auf Großfamilien und stellt sich vor, wie schön es sein muss, immer jemanden zum Spielen, Streiten und Geheimnisse-Teilen zu haben. Bis irgendwann die Erkenntnis reift: Nicht teilen zu müssen, hat durchaus seine Vorteile. Das eigene Zimmer, die eigenen Sachen und niemand, der ungefragt den letzten Keks nimmt. Man muss Prioritäten setzen. Und es wird emotional: Jens’ älteste Tochter erlebt ihr erstes richtiges Konzert. Gemeinsam mit den Eltern abtanzen, Autogramme ergattern und mitten in einer ausgelassenen Menge spüren, dass man gerade Teil von etwas Besonderem ist. Für die Tochter ein großes Erlebnis – für die Eltern ein Moment, der das Herz ganz weit macht. Weil man plötzlich sieht, wie aus dem eigenen Kind ein Mensch wird, der seine eigenen Erinnerungen sammelt.
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Folge vom 15.10.2026#145 Die Reste meiner ExistenzSteine in der Handtasche, Windräder als Gesprächsthema und angekaute Brotränder als Hauptmahlzeit: Herzlichen Glückwunsch, du hast Kinder! In dieser Folge sprechen Dani und Jens über zehn Situationen, an denen man unmissverständlich erkennt, dass man Eltern geworden ist. Zum Beispiel, wenn man in jeder Jacken- und Handtasche Muscheln, Steine oder andere vermeintliche Schätze findet, die man natürlich auf keinen Fall wegwerfen darf. Oder wenn man Autofahrten nicht mehr einfach absolviert, sondern kommentiert wie ein Naturdoku-Team auf Expedition: „Schau, ein Windrad! Schau, ein Zug! Guck mal, eine Baustelle!“ Und dann wäre da noch die kulinarische Seite des Elternseins: Während man früher vielleicht ein richtiges Gericht gekocht hat, besteht der Speiseplan heute zuverlässig aus Randstücken, angebissenen Broten und den Resten, die auf den Kindertellern übrig bleiben. Man kocht nicht mehr für sich. Man verwertet. Und zwar mit einer Selbstverständlichkeit, die man früher niemals für möglich gehalten hätte. Dani und Jens sammeln die kleinen, absurden und ziemlich eindeutigen Beweise dafür, dass Kinder das eigene Leben komplett verändern – von der Handtasche bis zum Abendessen. Eine Folge für alle, die schon einmal einen halben Felsbrocken durch die Gegend geschleppt haben, nur weil er für ein Kind etwas ganz Besonderes war.Elternsein erkennt man eben nicht am Familienfoto. Sondern am Tascheninhalt und daran, dass man sich wahnsinnig über einen Bagger freut.