Am Mount Everest hat es offenbar viele Corona-Fälle gegeben. Zahlreiche Erkrankte mussten ausgeflogen werden. Zwei Expeditionen wurden abgebrochen. Vor diesem Hintergrund erheben einige ausländische Bergsteiger schwere Vorwürfe gegen die zuständigen Behörden in Kathmandu. Doch gegenüber dem ARD-Studio Südasien bestreitet die nepalesische Seite vehement, dass es am höchsten Berg der Welt ein Problem mit der Pandemie gäbe. Der Grund ist klar: Im bitterarmen Nepal hat man große Angst, dass es nach dem Katastrophenjahr 2020 erneut einen schweren Einbruch beim Bergtourismus gibt. Das Motto der Regierung von Nepal: Augen zu und durch.
Nachrichten
Breitengrad Folgen
48°8' Nord - das ist der Breitengrad, auf dem München liegt. Für den Podcast "Breitengrad" gilt: kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich. Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.
Folgen von Breitengrad
203 Folgen
-
Folge vom 18.06.2021Corona am Everest - Nepals Bergtourismus und das Schweigen der Regierung
-
Folge vom 11.06.2021Wenn das Wasser alles schluckt - Kenias Seen gehen über die UferDer Baringo-See in Kenia hat in den vergangenen Monaten alles geschluckt: Schulen, Kirchen, Krankenhäuser und viele kleine Wohnhütten. Er hat seine Fläche schon verdoppelt und breitet sich immer weiter aus. Für die Anwohner eine Katastrophe. An anderen Seen in Kenia sieht es ähnlich aus. Grund dafür sind unter anderem der Klimawandel und Umweltzerstörung.
-
Folge vom 04.06.2021Diktaturverfolgte fordern GerechtigkeitEtwa 100.000 Menschen waren in Gefängnissen und Lagern Willkür und Folter der kommunistischen Diktatur in Albanien ausgesetzt. Familien von Angehörigen wurden enteignet, verbannt und interniert. Verbände ehemals politisch Verfolgter haben seit dem Zusammenbruch des Regimes 1991 mühsam Entschädigungen und das Recht auf Akteneinsicht erkämpft. Doch Entschädigungen werden nur in Raten ausbezahlt und viele haben noch nichts erhalten. Auch in den Schulen findet keine Aufarbeitung der Hoxha-Zeit statt. Wer sich für Aufarbeitung einsetzt, kann Probleme bekommen. Viele kommunistische Eliten von damals sowie ihre Töchter und Söhne sitzen heute in Universitäten, dem Parlament und haben hohe Posten in der Justiz. Politisch Verfolgte von damals werden dagegen angefeindet und ihre Anliegen unterdrückt. Doch sie fordern Renten, finanzielle Unterstützung im Alltag und mehr Respekt und Anerkennung.
-
Folge vom 28.05.2021Krise an der Grenze? Kehrseite der Migrationspolitik in den USASchon jetzt zeichnet sich ab, dass Migration einmal mehr das zentrale Reizthema bei den Midterm-Wahlen im November nächsten Jahres sein wird. Die Republikaner beschwören einen dramatischen Anstieg illegaler Migration seit Bidens Amtsantritt, eine veritable 'Krise an der Grenze‘. Und hoffen, mit einem emotional aufgeheizten Wahlkampf Senat und Repräsentantenhaus zurückerobern zu können. Doch vor Ort beurteilen die Menschen die Lage anders. Grenzstädte wie das texanische Laredo etwa leiden unter dem Ausbleiben legaler Migration.