Die Branche der Autozulieferer gilt schon in normalen Zeiten als hartes Geschäft. In der Krise wird es schlicht brutal. Sie kämpft mit knausrigen Kunden wie Volkswagen & Co, kaputten Lieferketten, explodierenden Beschaffungskosten und der Transformation vom Verbrenner zum E-Auto. Bei manchem kommen noch Produktionsstandorte im Kriegsgebiet hinzu und krasses Missmanagement. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist in der Nähe von Den Haag geboren, gilt als lockerer Niederländer, fährt am liebsten E-Bike, erlebte beim letzten Jobwechsel sein blaues Wunder, muss wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine einiges improvisieren und ist überzeugt, dass der Neuanfang diesmal gelingt. Aldo Kamper ist seit 2018 der CEO des Nürnberger Autozulieferers Leoni, der weltweit Produzenten mit Kabelbäumen und Bordnetzen beliefert und mit über 90.000 Mitarbeitern mehrere Milliarden Umsatz macht. Leoni steckt gerade mitten in einer Sanierung.
Kamper erzählt mir, warum er als Kind Schreiner werden wollte, dann aber doch sein halbes Leben als Topmanager bei einer Industrie-Ikone verbrachte, wie er die gewaltigen Aufgaben bei Leoni bewältigen will – und die Produktion im Kriegsgebiet der Ukraine abläuft.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Steigende Mieten, hohe Abgaben und dann noch Corona: Für Normalverdiener war das Leben schon vor dem Ukrainekrieg hart genug. Nun lösen Inflation, drohende Firmenpleiten und enorme Energiekosten Existenzängste aus – ausgerechnet bei denen, die hart arbeiten und Steuern zahlen.
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Wirtschaft
Chefgespräch | Der True-Success-Podcast Folgen
Varinia Bernau (Ressortleiterin Management & Karriere) und Konrad Fischer (Ressortleiter Unternehmen & Technologie) diskutieren im Wechsel mit den wichtigsten Familienunternehmern, Top-Managerinnen und CEOs Deutschlands, wie es in der aktuellen Situation gelingt, erfolgreich ein Unternehmen zu führen – und wie sie selbst erfolgreich wurden. Dabei geben die Gäste faszinierende und unterhaltsame Einblicke in ihr Leben – als Inspiration für Ihren Karriereweg. Logodesign: Patrick Zeh
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359 Folgen
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Folge vom 07.10.2022Leoni-Chef Kamper: „Die große Aufgabe bei Leoni ist, den Elefanten zum Tanzen zu bringen“
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Folge vom 30.09.2022Geopolitik-Experte Mair: „Bei Putin gibt es immer noch eine nüchterne Abwägung über die nächste Eskalationsstufe“Die alte Weltordnung wird von einer neuen Unordnung abgelöst. Kanzler Olaf Scholz nennt es die Zeitenwende. In Europa herrscht Krieg, sorgen hohe Energiepreise für gesellschaftliche Verwerfungen und werden neuerdings von Geheimkommandos gar Pipelines gesprengt. Gleichzeitig steigen die Spannungen zwischen den USA, China und Russland. Das geopolitische Erdbeben verunsichert die Wirtschaft, das deutsche Exportmodell droht zwischen den Fronten zerrieben zu werden, Lieferketten müssen neu gedacht werden. In diesen Chaostagen können nur noch wenige den Überblick behalten. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist ein waschechter Bayer, spielt in Berlin am liebsten Schafskopf, ist kein Fan des FC Bayern sondern von 1860 München, hat eine Schwäche für Afrika, saß in der Geschäftsführung des Bundesverbandes der deutschen Industrie, wähnt die USA in einer Identitätskrise und ist überzeugt, dass der 24. Februar 2022 die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik in ihren Grundfesten erschüttert hat. Stefan Mair ist seit 2020 Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit und geschäftsführender Vorsitzender der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP in Berlin. Im Podcast spricht Mair über die mutmaßlichen Anschläge auf Nordstream, Putins Position in Russland, das Verhältnis zu China – und die Sicherheitslage in Europa. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Teure Energie, Fachkräftemangel und Bürokratie treiben Unternehmen aus dem Land. Experten warnen vor einer Deindustrialisierung Deutschlands. Manager verlagern Werke bevorzugt nach Osteuropa. Dort wächst ein Kraftzentrum heran – das neue China der deutschen Industrie. https://www.wiwo.de/my/politik/europa/treck-nach-osten-made-in-ausland/28713628.html Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
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Folge vom 23.09.2022Bulthaup-Chef Eckert: „Heute verschickt die gesamte Industrie Luft“Es ist ein ganz spezielles Phänomen und ich konnte es mir noch nie so richtig erklären. Die besten Partys finden eigentlich immer mit zu vielen Menschen in zu kleinen Räumen statt. Am liebsten quetschen sich alle in die Küche und bleiben dort bis auch das letzte Bier ausgetrunken ist. Der Ort scheint etwas Magisches zu haben. Es geht um mehr als nur Essen und Trinken. Es ist die Anziehungskraft einer Feuer- und Wasserstelle. Kein Wunder, dass sich die Küche auch als Geschäftsmodell eignet. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er liest Krimis von John Grisham, liebt Schnitzel mit Kartoffelsalat, will nicht als Anwalt in Starnberg enden, steht auf Picasso, hält Kochinseln für die Befreiung der Hausfrau, reagiert allergisch auf das Wort Statussymbol, ist total von Japan fasziniert, trinkt am Morgen lieber Algen statt Kaffee, hat gerne Promis als Kunden, sammelt Star Wars Figuren und ist überzeugt, dass Alexa und Siri menschliche Nähe nie ersetzen werden. Marc Eckert ist seit 2009 Geschäftsführer und Mitinhaber des niederbayerischen Premium-Küchenherstellers Bulthaupt. Er macht mit rund 500 Mitarbeitern rund 150 Millionen Euro Umsatz. Im Podcast erzählt er mir, warum Yoda sein Mentor ist, Frauen in Wahrheit über die Welt herrschen, er Politikern keine Vorwürfe macht und wie er Bulthaup nachhaltiger machen möchte. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
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Folge vom 16.09.2022Techem-Chef Hartmann: „Achtzig Prozent der Heizkessel sind überdimensioniert“Die Energiewende ist das Buzzword schlechthin. Klimaneutralität ist das große Ziel. Doch auf dem Weg dorthin läuft gerade einiges schief. Der Ausbau der Erneuerbaren Energie kommt nicht schnell genug voran, der Gaspoker des Kreml belebt sogar Kohlekraftwerke wieder und nicht nur im Verkehr hinkt man weit hinter den Zielen her. Dem Gebäudebereich machen schlechte Isolierungen und veraltete Heizungen zu schaffen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er verdiente sein erstes Geld mit Autowaschen, spielt in drei Bands Schlagzeug bis zum Umfallen, verbrachte das halbe Leben bei IBM, wollte nicht mit der ganzen Familie nach Shanghai umziehen, wurde stattdessen in der Marktforschung nicht glücklich, will am liebsten alle Heizungen Deutschlands überwachen und ist überzeugt, dass die hohen Energiepreise bei vielen Mietern zu Privatinsolvenzen führen werden. Matthias Hartmann ist seit 2020 CEO des Immobilien-Energie-Dienstleisters Techem und ist mit etwa 4000 Mitarbeitern in rund zwanzig Ländern aktiv. Im Podcast erzählt er mir, wie er als Schlagzeuger und Manager den Takt vorgibt, warum er mit Oligopolvorwürfen nichts anfangen kann und ihn die bürokratischen Hürden auf dem Weg zur Digitalisierung „halb wahnsinnig“ machen. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Viele träumen von einem zweiten Einkommen, gespeist aus Zinsen und Dividenden. Das ist nicht einfach, aber durchaus zu schaffen – gerade im aktuellen Börsenumfeld. Mit einem klug gebauten Portfolio sind laufende Erträge von vier Prozent pro Jahr drin. www.wiwo.de/28682702.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo