Thomas Abel setzt sich in Berlin für Erinnerungsorte ein. Er möchte, dass man sich dort an die deutschen Nazi-Verbrechen erinnert, wo sie geschehen sind, auch wenn ein Parkplatz dies erschwert. Sein Engagement braucht Verbündete und Durchhaltevermögen. Beides findet Thomas Abel im von ihm gegründeten Verein „Gleis 69", der sich für den Gedenkort am ehemaligen Güterbahnhof Moabit stark macht. Mit Schulkooperationen erreicht der ehemalige Kinderarzt auch junge Menschen aus dem Kiez.
Im Gespräch mit Katrin Heise geht es um Erinnerungsarbeit, die auch die Nachbarschaft und die junge Generation interessieren soll.
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Reden mit einem Menschen. Eine knappe Stunde lang. Eine Zumutung? Im Gegenteil: es ist die pure Verführung zum Zuhören.
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Folge vom 08.11.2026Thomas Abel, Verein "Gleis 69"
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Folge vom 01.11.2026Kalle Kalima, JazzgitarristEigentlich kam Kalle Kalima nur zum Musikstudium nach Berlin, aber schnell entdeckte der Gitarrist die Berliner Jazzszene und erkannte, dass er hier realisieren kann, wovon er in seiner Heimatstadt Helsinki träumte: ein Leben als professioneller Jazzmusiker. Inzwischen steht Kalle Kalima auf den Bühnen der Jazzclubs in ganz Europa. Im Gespräch mit Kirsten Dietrich erzählt er von der Balance zwischen Komposition und Improvisation, von der Kunst des Groove und davon, wie er beim Proben einen Schaffner sehr glücklich machte.
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Folge vom 25.10.2026Ulrike Ottinger, Regisseurin und KünstlerinPiratinnen, Nomaden oder Trinkerinnen hat Ulrike Ottinger schon in ihren Filmen auftreten lassen. Nun kommt "Die Blutgräfin" dazu, eine barocke Vampirsatire mit Isabelle Huppert und Birgit Minichmayr in den Hauptrollen. Ottinger hat rund 30 Filme gedreht, etwa 50 Ausstellungen konzipiert und Opern und Theaterstücke inszeniert. Gerade probt sie an einem Berliner Theater ein Stück über eine alte Dame, die eine Revolution anstiftet. Im Gespräch mit Frank Meyer erzählt Ulrike Ottinger, wie sie selbst gegen Grenzen revoltiert hat, sei es in der Kunst oder im Leben.
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Folge vom 18.10.2026Seyran Ateş – MenschenrechtlerinSeyran Ateş polarisiert: Für die einen ist sie eine Heldin der Emanzipation, für andere eine Verräterin des Islam. Als Tochter türkisch-kurdischer Gastarbeiter erkämpfte sie sich ihre Freiheit zuerst gegen patriarchale Vorstellungen in ihrer Familie, dann gegen die Vertreter großer Islamverbände in Deutschland. Seit sich die Rechtsanwältin öffentlich gegen Zwangsheiraten einsetzt, erhält sie Morddrohungen und steht unter Personenschutz. Diese Maßnahme wurde noch verstärkt, als sie in Berlin die erste liberale Moschee gründete, in der Männer und Frauen gemeinsam beten dürfen und queere Muslime willkommen sind. Im Gespräch mit Matthias Bertsch erzählt Seyran Ateş, was Freiheit für sie bedeutet und wie sich das Verhältnis zu ihren Eltern verändert hat.