Die Diakonie gehört zu den größten Arbeitgebern in Deutschland: Rund 687.000 Hauptamtliche und etwa 700.000 Ehrenamtliche sind in den Einrichtungen des evangelischen Wohlfahrtsverbands beschäftigt. Seit 2024 ist der Theologe Rüdiger Schuch Präsident der Diakonie und in dieser Funktion vor allem dafür zuständig, die Interessen des Verbandes in Politik und Gesellschaft zu vertreten.
Welchen Einfluss er hat, warum Kirche und Diakonie ein eigenes Arbeitsrecht haben und welche Herausforderungen er für den Sozialstaat mit Blick auf die aktuellen Krisen sieht, darüber spricht Rüdiger Schuch mit Ulrike Bieritz.
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Reden mit einem Menschen. Eine knappe Stunde lang. Eine Zumutung? Im Gegenteil: es ist die pure Verführung zum Zuhören.
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Folge vom 01.05.2026Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland
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Folge vom 26.04.2026Patrizia Di Stefano, deutsch-italienische AutorinDie gehobene italienische Küche und Königsberger Klopse gehören für die Autorin und Grafikerin Patrizia Di Stefano gleichermaßen zu ihrer Kindheit, denn ihre Eltern prägten beide mit den jeweiligen Lieblingsrezepten ihren Geschmack. Im Restaurant ihres Vaters "Il Gattopardo" traf sich die West-Berliner Schickeria. Zu Hause sollte jedoch möglichst alles deutsch sein. Deshalb lernte Patrizia Di Stefano kein Italienisch; trotzdem wurde sie wegen ihrer Herkunft beschimpft. Heute schätzt Patrizia Di Stefano die Mischung vom Besten aus beiden Kulturen. Katrin Heise hat mit ihr über ihre deutsch-sizilianische Familie gesprochen und über die Pizza-Versand-Bäckerei Ihres Vaters.
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Folge vom 19.04.2026Carmen Scheibenbogen, Long Covid-SpezialistinCarmen Scheibenbogen ist zu einem Gesicht des Kampfes gegen Long Covid geworden, einer Krankheit, die körperlich erschöpft und sozial ausgrenzt. Schätzungen rechnen mit bis zu einer Million Fällen in Deutschland. Wer daran erkrankt ist, ringt auch lange nach Ende der akuten Infektion um seine körperliche und intellektuelle Leistungsfähigkeit. Carmen Scheibenbogen hat sich an der Berliner Charité schon lange vor der Pandemie mit einem Krankheitsbild beschäftigt, das in der Medizin lange nicht ernst genommen wurde. Die Ärztin erforscht die langfristigen Folgen von Infektionskrankheiten, die bis zu völliger Pflegebedürftigkeit und Bettlägerigkeit führen können. Welche Verantwortung diese Forschung mit sich bringt und warum sie optimistisch ist, was die Chancen auf Behandlung und Heilung angeht, darüber spricht Carmen Scheibenbogen mit Kirsten Dietrich.
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Folge vom 12.04.2026Torsten Schulz, SchriftstellerDas gibt es selten: Eine Buchpremiere im Stadion des FC Union Berlin. Torsten Schulz stellte dort „Kindheit mit Jimmy oder Die Kunst zu dribbeln“ vor, ein Buch über seine Kindheit und den legendären Union-Spieler Günther „Jimmy“ Hoge. Immer wieder kehrt der Schriftsteller in seinen Büchern ins Ost-Berlin der 1960er und -70er Jahren zurück, wie in „Boxhagener Platz“ oder „Mein Skandinavisches Viertel“. In den 1980er Jahren studierte Schulz an der Filmuniversität Babelsberg, später wurde er dort Professor für Praktische Dramaturgie. Heute sieht er dort einiges kritisch. Frank Meyer hat mit ihm gesprochen.