Die neuen medizinischen Möglichkeiten der KI-Anwendung
Die neuen medizinischen Möglichkeiten der KI-Anwendung © Jens Goetzke / pixelio.de

Feature

Der virtuelle Patient – KI-Simulationen in der Medizin von Nathalie Rieder

Beim Zahnarzt wird nun der Kiefer mithilfe einer dreidimensionalen Simulation anstelle der unbeliebten Zahnabdrücke dargestellt, während komplexe Operationen durch Herz- und Gehirnhologramme unterstützt werden. Wichtige Parameter wie Herzschlagrate, Gehirnaktivität und Blutwerte werden hierbei digital registriert.

Künftig sollen diese Informationen dazu beitragen, Therapien und Eingriffe maßgeschneidert zu planen sowie Diagnosen zu präzisieren. Um vor einer Operation das Verhalten eines Herzens vorhersagen zu können, muss eine Künstliche Intelligenz mit einer Vielzahl an Patientendaten versorgt werden – das stellt eine erhebliche Herausforderung dar.

Bei hartnäckigen Depressionen zeigt die Hirnstimulation oft als erstes positive Effekte. Neben der bewährten Elektroschocktherapie stehen mittlerweile modernere Methoden zur Verfügung, die ohne riskante Hirnoperationen auskommen. Dies stellt einen bedeutsamen Fortschritt dar, da bei fast jedem dritten Depressionspatienten sowohl Antidepressiva als auch Psychotherapie alleine nicht ausreichen. Der Grund hierfür ist noch nicht klar; offenbar sind die neuronalen Netzwerke im Gehirn dieser Menschen blockiert. Hirnstimulation kann diesen Zustand quasi im Kopf zurücksetzen, wobei ergänzende Maßnahmen wie Psychotherapie wichtig sind, um langanhaltende Effekte zu sichern.

"Der virtuelle Patient – KI-Simulationen in der Medizin von Nathalie Rieder" im Überblick

Der virtuelle Patient – KI-Simulationen in der Medizin von Nathalie Rieder

von Nathalie Rieder

Produktion: 2025

Sendezeit So, 01.02.2026 | 18:00 - 19:00 Uhr
Sendung hr2-kultur "Feature"
Radiosendung