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Der Zweite Gedanke Folgen
Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst, aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet sich einer Frage unserer Zeit. radio3-Redakteurin Natascha Freundel spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat. Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.
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Folge vom 15.10.2026Die Freiheit in Zeiten asozialer MedienDie Debatte mit Natascha Freundel, Ilko-Sascha Kowalczuk und Ruprecht Polenz ARD-ZDF-3Sat-Bühne auf der Frankfurter Buchmesse am 10. Oktober 2026 Angesichts des Wahlerfolgs der AfD ist es höchste Zeit, ein neues Miteinander gegen den autoritären Trend zu finden. Der Zeithistoriker Ilko-Sascha Kowalczuk und der "Politikinfluencer" Ruprecht Polenz gehören zu den scharfsinnigsten Mistreitern aktueller Debatten in Deutschland. Auf der Frankfurter Buchmesse 2026 haben sie gemeinsam über Demokratie, Wahrheit und den richtigen Umgang mit Social Media nachgedacht. Ilko-Sascha Kowalczuk ist Historiker mit den Schwerpunkten Geschichte der DDR und des Kommunismus. Sein jüngstes Buch heißt "Faschismus ist keine Meinung. Stabil bleiben in autoritären Zeiten" (C.H. Beck). Ruprecht Polenz ist CDU-Politiker mit großer Reichweite auf Social Media. Gerade ist sein Buch: "Wie ein Volk den Verstand verliert und was wir dagegen tun können" bei C.H. Beck erschienen. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:03:45 Der erste Gedanke: Jeder hat seine Wahrheit? 00:07:00 "Flood the Zone with Shit": affektive Polarisierung als Strategie 00:12:54 "Faschismus ist keine Meinung"? 00:17:20 AfD-Unterstützer in der CDU 00:19:42 "Toxische Räume": Social Media und Rechtsextremismus 00:27:48 Verteidigung der Freiheit in Zeiten sozialer Medien 00:30:55 Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
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Folge vom 08.10.2026Fremder Vater, deutsches IchDie Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Shila Behjat und Ilija Matusko Streng, patriarchal, emotional abwesend - so näherte sich die postmigrantische Literatur der Vaterfigur. Zur Frankfurter Buchmesse sprechen wir über zwei neue Bücher, die sich der Rolle der Väter in der Einwanderungsgesellschaft widmen und ein anderes Bild zeichnen. Die Journalistin und Autorin Shila Behjat hat deutsch-iranische Wurzeln. Zusammen mit Natalie Amiri, Minu Barati und Düzen Tekkal hat sie das Buch "Unsere Väter" geschrieben. Darin erzählen sie die Geschichte ihrer Väter zwischen Heimatverlust und Exil. Aber auch wie sie, gefördert von ihren Vätern, zu selbstbewussten und erfolgreichen Frauen wurden. Der Schriftsteller Ilija Matusko hat mit seinem Roman "Jugo" eine emotionale Vater-Sohn-Geschichte zwischen Ländern und Sozialen Klassen geschrieben. Nach 30 Jahren als Gastronom in Bayern, geht Matuskos Vater zurück nach Kroatien. Aber das Land seiner Jugend gibt es nicht mehr. Beide Bücher schließen eine Lücke in der postmigrantischen Literatur: für die Wertschätzung einer Generation von Vätern, deren Fleiß und Zuneigung bisher unsichtbar waren. Ilija Matusko, geboren 1980 in München, hat Soziologie und Politikwissenschaften studiert. Er lebt und arbeitet als freier Autor in Berlin. Shila Behjat, geboren 1982 in Karlsruhe, ist Journalistin und Juristin und lebt in Berlin. Sie verantwortet bei ARTE Dokumentationen und neue Formate. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke 00:02:20 Der "Baba-Chat" 00:04:11 Vater-Sohn-Beziehung 00:06:20 Alltägliche Diskriminierung 00:09:13 Ein Land, das es nicht mehr gibt 00:15:30 Selfcare als Strategie 00:22:45 Rückkehr als Fortsetzung von Brüchen 00:28:30 Mein Vater der Motivator 00:39:20 Es geht um den liebevollen Blick 00:42:45 Rückkehr in den Iran ist keine Option 00:45:30 Vater als Lektor 00:52:05 Geschichten unserer Väter sind Realität 00:54:40 Der Zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
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Folge vom 01.10.2026Wie Dr. Schalck mit einer verwegenen Idee beinahe die DDR retteteDie Debatte mit Natascha Freundel, Jakob Hein und Norbert F. Pötzl Koproduktion mit DT Kontext, aufgezeichnet am 25. September 2026 im Deutschen Theater Berlin. In Jakob Heins Roman "Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste" werden die Beziehungen zwischen Ost und West mit Hilfe einer psychoaktiven Pflanze rauschhaft durcheinandergewirbelt. In der deutsch-deutschen Realität versuchte ein gewisser Alexander Schalck-Golodkowski, den Kommunismus mit kapitalistischen, mafiösen Devisengeschäften zu retten. Ein Gespräch über die Spannungen zwischen Fakt und Fiktion, über Ostalgie, Humor und Aufklärung. Jakob Hein ist Schriftsteller und Kinder- und Jugendpsychiater mit eigener Praxis in Berlin-Mitte. Sein Roman "Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste" ist 2025 bei Galiani erschienen. Norbert F. Pötzl war Redakteur beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel, u. a. als Büroleiter in Berlin. Sein Buch "Das Schattenreich des Alexander Schalck-Golodkowski" ist 2025 im Europa-Verlag erschienen. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke: Absurdistan und schöne Fiktion 00:13:33 "Humor Tragödie plus Abstand" (Jakob Hein) 00:16:30 Abhängigkeit der DDR von Westgeld 00:19:55 Schlaraffenland-Wirtschaftspolitik der DDR 00:25:50 Literatur als Utopie einer besseren DDR 00:27:46 Schalck und KoKo: "Devisennot kennt kein Gebot" 00:32:28 Milliardenkredit 1983 00:41:29 Sehnsucht nach dem "Friedensstaat DDR" 00:47:48 Publikumsfragen: Schalck ab 1989 / Milliardenkredit/ Aufarbeitung 00:55:52 Brauchen wir mehr Humor oder mehr Aufklärung? 00:58:47 Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
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Folge vom 24.09.2026Löst Vergesellschaftung die Berliner Wohnungskrise?Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Sebastian Bartels und Marcel Fratzscher "Wir können das Wohnungsproblem in Berlin lösen." (Marcel Fratzscher) In Berlin hat die Partei Die Linke die Abgeordnetenhauswahlen am 20. September mit über 25% klar gewonnen. Das zentrale Thema der Landespartei und ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp: Wohnungsnotstand. Ihre Antwort lautet „Vergesellschaftung“ großer Wohnungsbaukonzerne. Damit will Eralp als Regierende Bürgermeisterin die Hauptstadt wieder bezahlbar machen. Kritiker warnen: Viel zu teuer, dadurch entsteht keine einzige neue Wohnung. Der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Sebastian Bartels, unterstützt die Forderung einer Vergesellschaftung, weiß aber, dass das ein jahrelanger Prozess ist. Er plädiert für Sofortmaßnahmen: Mehr Sozialwohnungen und eine Mietpreisbremse, mehr Regulierungen wie etwa beim Verkehr. DIW-Präsident Marcel Fratzscher lehnt eine Vergesellschaftung prinzipiell ab. Er warnt davor, dass Investoren Berlin zukünftig meiden könnten. Außerdem würde durch Enteignung keine einzige neue Wohnung entsteht. Sebastian Bartels ist selbstständiger Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Berliner Mietervereins. Marcel Fratzscher lehrt als Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität in Berlin und ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke 00:02:54 Pro und Contra Vergesellschaftung 00:09:50 Juristisch möglich 00:13:40 Unterschied Enteignung vs. Vergesellschaftung 00:24:10 Wir können uns Berlin nicht mehr leisten 00:30:20 Alter und neuer Volksentscheid 00:36:00 Bund und Karlsruhe reden mit 00:40:30 Vonovia kaufen 00:45:41 Die Sorge der Investoren 00:47:39 Wie wird Berlin wieder Stadt für alle? 00:54:52 Der Zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de