Ein Film, der die Gemüter erhitzt: nicht nur wegen einiger pikanter Szenen, sondern vor allem durch den doch sehr freien Zugriff auf den literarischen Klassiker. Emerald Fennell verfilmt „Wuthering Heights“ von Emily Brontë halb und halbgar. Der Titel steht sogar in Anführungszeichen. Nun, nichts ist schlimmer als eine Verfilmung, die wie die Illustration des Buches daherkommt. Wichtig ist stattdessen, dass eine Verfilmung einen eigenen, originellen Zugriff auf den Stoff hat. Der Roman von 1847 wird jedoch verflacht, seine subversiven Elemente und seine raffinierte Erzählperspektive müssen einer zwar bildgewaltigen, aber doch konventionellen Erzählung weichen, die sich marktgängig an BookTok orientiert. Daneben gibt es gleich zwei Fehlbesetzungen: Margot Robbie als Catherine und Jacob Elordi als Heathcliff. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse! Literatur:Emily Brontë: Die Sturmhöhe. Übersetzt von Grete Rambach. Insel. Die Filmanalyse +ABO gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutBei Steady kann man die Filmanalyse für ein Jahr verschenken:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plansDie Filmanalyse +ABO gibt es bei Apple-Podcast als Monats- und vergünstigtes Jahresabo:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Abo via Patreon abzuschließen, jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft:https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home
Kino
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Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse. Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive. Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!
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Folge vom 15.02.2026Ep. 275: Seggs sells? „WUTHERING HEIGHTS“ v. Emerald Fennell – Kritik & Analyse
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Folge vom 12.02.2026Ep. 274: DOGVILLE - Warum der Film kein Abbild der Realität sein sollte - Kritik & AnalyseLars von Trier gehört zweifellos zu den größten Filmemachern der Gegenwart. Er setzt sich nicht nur mit intrikaten Fragen mit ungeheurer Radikalität auseinander, sondern auch mit dem Medium Film an sich. Während das Dogma-Manifest das Kino revolutionieren sollte, ist „Dogville“ aus dem Jahr 2003 trotz der experimentellen Form in erster Linie eine Verneigung vor Hollywood und seinen Stars – wie Lauren Bacall, Nicole Kidman und James Caan. „Dogville“ knüpft an die #Filmnoir-Tradition der 1940er-Jahre an, doch zugleich verunreinigt Lars von Trier diese produktiv, indem er sich dezidiert auf #BertoltBrecht, dessen Theatertheorie und das Lied der Seeräuber-Jenny aus der „Dreigroschenoper“ bezieht. Keineswegs haben wir es bei diesem Film nur mit abgefilmtem Theater zu tun – was viele Theaterregisseure offenbar nicht begreifen wollen, wenn sie diesen Film wiederum für die Bühne adaptieren. Vielmehr ist „Dogville“ ein Film, der uns anzeigt, wo wir als Zuschauer stehen, wenn wir das Kino genießen und uns einer Illusion hingegeben, an die wir nicht glauben können, aber glauben wollen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!Literatur:Bertolt Brecht: Die Dreigroschenoper, Suhrkamp.Bertolt Brecht: Schriften zum Theater 3, Suhrkamp. Die Filmanalyse +ABO gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutBei Steady kann man die Filmanalyse für ein Jahr verschenken:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plansDie Filmanalyse +ABO gibt es bei Apple-Podcast als Monats- und vergünstigtes Jahresabo:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Abo via Patreon abzuschließen, jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft:https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home
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Folge vom 08.02.2026Ep. 273: Klassenkampf? NO OTHER CHOICE und SEND HELP – Kritik & AnalyseDie Lohnabhängigkeit kann zu einem existenziellen Drama werden, wenn man ihm nicht mit Humor begegnet, wie Park Chan-wook und Sam Raimi es in ihren neuen Filmen tun. Damit gerät der Arbeitskampf auf die große Leinwand: In „No Other Choice“ von Park Chan-wook will sich der ehemalige Angestellte einer Papierfabrik auf eine neue Stelle bewerben, auf die es jedoch auch andere qualifizierte Mitbewerber abgesehen haben. Der Familienvater, der heftigen Statusverlust erlitten hat, greift deshalb zur Waffe, um sich im Konkurrenzsystem durchzusetzen. In der Robinsonade „Send Help“ von Sam Raimi rächt sich eine Angestellte bei ihrem arroganten Chef, als sie gemeinsam auf einer einsamen Insel stranden und sie im Gegensatz zu ihm genau weiß, wie man in der Wildnis überlebt. Beide Filme eint der satirische Ton, den jedoch beide Regisseure nicht gleichermaßen gut treffen. Zudem sind beide Filme von einem tiefen Fatalismus geprägt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Literatur: Nicole Mayer-Ahuja: Klassengesellschaft akut. Warum Lohnarbeit spaltet - und wie es anders gehen kann. C.H. Beck. Werbung:HBO Max ist ab sofort verfügbar – Jetzt losstreamen auf hbomax.com Die Filmanalyse +ABO gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo.Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Bei Steady kann man die Filmanalyse für ein Jahr verschenken:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plansDie Filmanalyse +ABO gibt es bei Apple-Podcast als Monats- und vergünstigtes Jahresabo:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Abo via Patreon abzuschließen, jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft:https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home
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Folge vom 05.02.2026Ep. 272: Der US-Propagandafilm: DAS STREBEN NACH GLÜCK - Kritik & AnalyseAuch wenn es drastisch klingt, ist es doch genau die richtige Bezeichnung: Propaganda. Das Kino wird hier für übelste Zwecke missbraucht: „Das Streben nach Glück“ #ThePursuitofHappyness mit #WillSmith ist ein reiner Propagandafilm, der die Lüge des amerikanischen Traums in einer Weise auf der Leinwand ausbreitet, dass keine Ambivalenzen, keine Doppeldeutigkeiten oder andere Sichtweisen mehr möglich sind. Friss oder stirb, lautet die Devise. Der Film hämmert dem Zuschauer die Botschaft ein: Jeder kann es schaffen, wenn er sich nur genügend anstrengt – und wer es nicht geschafft hat, der hat sich eben nicht genug bemüht. Will Smith spielt in diesem Machwerk von Gabriele Muccino, das 2006, ausgerechnet ein Jahr vor der Finanzkrise, erschien, den Vertreter Chris Gardner, der aufgrund einer Fehlinvestition in ein medizinisches Gerät sozial immer weiter absteigt, bis er und sein Sohn sogar obdachlos werden. Wo jetzt Widerstand gegen ein durch und durch unsoziales, auf Ungerechtigkeit basierendes System angebracht wäre, tut der Film genau das Gegenteil, indem er die herrschenden Verhältnisse manifestiert und propagiert. Denn zugleich winkt Chris eine Chance: Chris bewirbt sich für ein unbezahltes Praktikum als Investmentbanker. Und im Fernsehen erklärt auch noch Ronald Reagan, warum #Amerika dringend einen sozialen Kahlschlag braucht. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Benjamin Graham: Intelligent investieren. FBV.Werbung:HBO Max ist ab sofort verfügbar –Jetzt losstreamen auf hbomax.comDie Filmanalyse PLUS gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutApple-Podcast:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft):https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home