Vor vier Jahren tauschte die Journalistin Michelle de Oliveira mit ihrer Familie die Schweiz gegen die portugiesische Silberküste. Getrieben von ihrer Sehnsucht nach Meer, Natur und einem entschleunigten Leben fand die Familie in Santa Cruz ihr neues Zuhause.
Schon lange fühlte sich Michelle de Oliveira von Portugal angezogen. Die Chance auf ein eigenes Haus am Meer gab den entscheidenden Anstoss, den Traum vom Leben in Portugal zu verwirklichen. Heute lebt die Zugerin mit ihrem Mann Renato und den beiden Kindern in Santa Cruz, einem idyllischen Küstenort an der portugiesischen Silberküste. Das Leben dort ist geprägt von der Nähe zum Meer, einem milden Klima und einer beeindruckenden Naturkulisse: «Ich bin ein Naturmensch, wir verbringen viel Zeit draussen. Die weiten Strände und Dünenlandschaften sind atemberaubend.»
Renato stammt ursprünglich aus Lissabon, der Hauptstadt von Portugal. Viele Jahre arbeitete er als Art Director in einer Schweizer Werbeagentur. Heute ist er Gründer seines eigenen Kleiderlabels und betreibt mitten in Santa Cruz ein kleines Geschäft mit seinen Kreationen.
Wenn zwei Heimaten im Herzen wohnen
Michelle de Oliveira liebt ihr Leben in Portugal, die Nähe zum Meer und die portugiesische Lebensart. Gleichzeitig vermisst sie oft ihre Familie und Freunde in der Schweiz: «Das Thema Heimweh und Abschiedsschmerz inspirierte mich, ein Buch darüber zu schreiben.» Der Roman «Bis die Vögel nicht mehr sterben», erzählt von Verbundenheit und Freundschaft über Entfernungen hinweg.
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Die fünfte Schweiz Folgen
Über 800'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern. In dieser Sendung geben sie Auskunft über ihren Alltag. Es sind Menschen aus Schweizer Familien, Vereinen, Firmenvertreter, Mitarbeiterinnen von Hilfswerken, Angehörige von Botschaften und Konsulaten
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Folge vom 02.08.2026Michelle de Oliveira: «In Portugal geniesse ich ein freies Leben»
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Folge vom 26.07.2026Priska Waijers – Für die Liebe nach HollandVor elf Jahren lernte die Bernerin Priska Waijers ihren heutigen Mann Bas in einer spirituellen Facebook-Gruppe kennen. Wenige Monate später zog sie für die Liebe in die historische Hafenstadt Hoorn in den Niederlanden. Priska Waijers aus Mittelhäusern (BE) war Kindergärtnerin, Lehrerin, Schauspielerin und arbeitet heute als Life-Coach. In einer internationalen Facebook-Gruppe traf sie auf den Niederländer Bas. Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Aus langen Gesprächen wurde eine Partnerschaft fürs Leben und veränderte ihr Leben. Schon sechs Monate später entschied sich Priska Waijers einen Neuanfang in den Niederlanden zu wagen: «Wir sind zwei Seelenverwandte.» Mit Bas kamen auch seine beiden Kinder in ihr Leben. Als Priska zu ihm zog, waren sie acht und zehn Jahre alt: «Die neue Rolle als Stiefmutter stellte mich vor ungewohnte Aufgaben und war für mich Neuland.» Trotzdem wuchs die Patchwork Familie mit viel Liebe zusammen. Priska und Bas arbeiten heute gemeinsam im Coaching-Bereich und beraten Menschen bei Veränderungsprozessen und Lebensfragen: «Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie viel Mut es manchmal braucht, neue Wege einzuschlagen.» Zurück zu den Wurzeln Nach zehn Jahren in Holland wartet das nächste Abenteuer. Priska und Bas Waijers planen die Rückkehr in die Schweiz: «Wir wollen zu meinen Eltern in Mittelhäuser (BE) und können uns so gegenseitig unterstützen.» Das Haus mit viel Land rundherum soll künftig mehrere Generationen verbinden. Für Priska und Bas Waijers schliesst sich damit ein Kreis dort, wo ihre gemeinsame Zukunft ein neues Kapitel beginnt.
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Folge vom 19.07.2026Ernesto Hutmacher – Wie aus einer Ruine ein Biker Paradies wurdeErnesto Hutmacher tauschte die Welt des Motorsports gegen ein verfallenes Haus in Massa Marittima in der südlichen Toskana. Daraus entstand vor vierzig Jahren eines der bekanntesten Bike-Hotels Europas und die Geschichte eines Mannes, der stets seinen Träumen folgte. Mit 75 Jahren blickt Ernesto Hutmacher auf ein aussergewöhnliches Leben zurück. Nach einer erfolgreichen Karriere als Mechaniker im Formel-1-Motorsport und einer sicheren Stelle in der Schweiz wagte er vor 41 Jahren den Neuanfang in der Toskana. Als Ernesto 1985 in die südliche Toskana auswanderte, hatte er vor allem eines im Gepäck: eine Vision. In der Nähe der historischen Stadt Massa Marittima, kaufte er ein heruntergekommenes Anwesen und machte daraus mit viel Leidenschaft das Bike-Hotel «Massa Vecchia»: «Als ich das Haus sah, wusste ich, ich muss es haben.» Ohne Italienischkenntnisse wagte Ernesto Hutmacher den Schritt in ein neues Leben. Vor Ort erwartete ihn kein Traumhaus, sondern eine Ruine: «Mit einem Freund habe ich zuerst die Brombeerhecken gerodet und die Zimmer vom Hühnermist gesäubert.» Heute pilgern Bike-Begeisterte aus ganz Europa an diesen besonderen Ort. 180 Kilometer Trails Das «Massa Vecchia» verfügt über 180 Kilometer eigens angelegte Mountainbike-Wege und Single Trails für Anfänger, Familien und erfahrene Biker, sagt Ernesto Hutmacher: «Die Naturwege wurden behutsam in die Landschaft eingebettet, ohne die Natur zu beeinträchtigen.»
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Folge vom 12.07.2026Theo Koch: «Für meine Enkel bin ich der Grosspapi aus Afrika»Zwischen Schweizer Bodenständigkeit und kamerunischer Lebensfreude haben Theo und Suzanne Koch ihren Lebenstraum verwirklicht. Mit ihrem Projekt «Tin Ele» schaffen sie Perspektiven in einem Land voller Gegensätze. Reich an Kultur und Ressourcen, aber geprägt von Armut. Theo und Suzanne Koch verbinden zwei Welten. Der ehemalige Landwirt aus Meggen (LU) wollte vor seiner Pensionierung ein sinnstiftendes Projekt im Ausland starten. Suzanne Koch engagierte sich in der Schweiz für die Integration junger Frauen mit afrikanischen Wurzeln. Gemeinsam haben sie vor drei Jahren in der Nähe der Küstenstadt Kribi im Süden Kameruns das Projekt «Tin Ele» erschaffen. Mit viel Herzblut bauten sie eine Parkanlage mit Tieren auf, die weit mehr als ein persönlicher Rückzugsort ist: «Sie soll Menschen zusammenbringen, Perspektiven schaffen und die nachhaltige Entwicklung der Region fördern», sagt Theo Koch. Dabei setzen sie auf den Austausch zwischen ihrer Schweizer und ihrer kamerunischen Heimat. «Kribi ist eine lebendige Küstenstadt am Atlantik und ist bekannt für ihre traumhaften Strände, die spektakulären Lobé-Wasserfälle und ihre tropische Natur.» Kamerun ein Land der Gegensätze Kamerun gilt als eines der vielfältigsten Länder Afrikas. Reich an Kulturen, Sprachen, Naturschätzen und landschaftlicher Schönheit. Gleichzeitig kämpfen viele Menschen trotz des Rohstoffreichtums des Landes mit Armut und schwierigen Lebensbedingungen: «Genau hier möchten wir einen Beitrag leisten und mit unserem Engagement vor Ort positive Impulse setzen.»