Zwischen Schweizer Bodenständigkeit und kamerunischer Lebensfreude haben Theo und Suzanne Koch ihren Lebenstraum verwirklicht. Mit ihrem Projekt «Tin Ele» schaffen sie Perspektiven in einem Land voller Gegensätze. Reich an Kultur und Ressourcen, aber geprägt von Armut.
Theo und Suzanne Koch verbinden zwei Welten. Der ehemalige Landwirt aus Meggen (LU) wollte vor seiner Pensionierung ein sinnstiftendes Projekt im Ausland starten. Suzanne Koch engagierte sich in der Schweiz für die Integration junger Frauen mit afrikanischen Wurzeln. Gemeinsam haben sie vor drei Jahren in der Nähe der Küstenstadt Kribi im Süden Kameruns das Projekt «Tin Ele» erschaffen. Mit viel Herzblut bauten sie eine Parkanlage mit Tieren auf, die weit mehr als ein persönlicher Rückzugsort ist: «Sie soll Menschen zusammenbringen, Perspektiven schaffen und die nachhaltige Entwicklung der Region fördern», sagt Theo Koch. Dabei setzen sie auf den Austausch zwischen ihrer Schweizer und ihrer kamerunischen Heimat. «Kribi ist eine lebendige Küstenstadt am Atlantik und ist bekannt für ihre traumhaften Strände, die spektakulären Lobé-Wasserfälle und ihre tropische Natur.»
Kamerun ein Land der Gegensätze
Kamerun gilt als eines der vielfältigsten Länder Afrikas. Reich an Kulturen, Sprachen, Naturschätzen und landschaftlicher Schönheit. Gleichzeitig kämpfen viele Menschen trotz des Rohstoffreichtums des Landes mit Armut und schwierigen Lebensbedingungen: «Genau hier möchten wir einen Beitrag leisten und mit unserem Engagement vor Ort positive Impulse setzen.»
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Über 800'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern. In dieser Sendung geben sie Auskunft über ihren Alltag. Es sind Menschen aus Schweizer Familien, Vereinen, Firmenvertreter, Mitarbeiterinnen von Hilfswerken, Angehörige von Botschaften und Konsulaten
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Folge vom 12.07.2026Theo Koch: «Für meine Enkel bin ich der Grosspapi aus Afrika»
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Folge vom 05.07.2026Pascal Affolter – Direktor der Schweizer Schule in BarcelonaVom Bülacher Sekundarlehrer zum Brückenbauer zwischen Kulturen. Pascal Affolter gründete in Kolumbien eine heilpädagogische Schule für Kinder mit Behinderungen und leitet heute die traditionsreiche Schweizerschule in Barcelona. Mitten in einer der vielseitigsten Städte Europas. Eigentlich wollte Pascal Affolter Diplomat werden. Stattdessen wurde der Bülacher Lehrer und zu einem Botschafter für Bildung. 1996 zog es ihn für ein Sozialprojekt nach Kolumbien. Dort erkannte er, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen kaum Zugang zu Bildung hatten. Mit viel Engagement gründete er in Cartagena de Indias die heilpädagogische Institution «ALUNA» und baute sie mit viel Herzblut auf. Pascal Affolter lebte achtzehn Jahre in Kolumbien. 2007 übernahm er die Leitung der Schweizer Schule in Bogotá. Heute lebt er mit seiner Familie in Barcelona und steht als Direktor an der Spitze der renommierten Schweizer Schule «Escuela Suiza de Barcelona». Die Schule blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück und verbindet Schweizer Bildungsqualität mit internationaler Offenheit. Sie steht nicht nur Schweizer Familien offen, sondern fördert auch den Austausch mit der lokalen Bevölkerung. «Hier treffen viele Kulturen aufeinander», sagt Pascal Affolter: «Das macht unsere Schule zu einem besonderen Lern- und Begegnungsort.» Barcelona als Lebensgefühl Mit seiner Familie lebt Pascal Affolter in der Nähe der Schule. An Barcelona schätzt er die kulturelle Vielfalt, die Nähe zum Meer, die ausgezeichnete Gastronomie und das mediterrane Klima: «Barcelona ist wie ein lebendiges Freilichtmuseum, in dem sich Menschen aus aller Welt begegnen.» Für ihn ist die katalanische Metropole der ideale Ort, um internationale Bildung und kulturellen Austausch zu leben.
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Folge vom 28.06.2026Salome Schad in Ecuador: «Meine Heimat ist da, wo ich grad stehe»Die Ethnologin Salome Schad hat in ihrem Leben über fünfzig Länder bereist. Seit zwei Jahren arbeitet die Baslerin in Ecuador an einer deutschen Auslandschule, hoch oben in den Anden. Als Lehrerin, Künstlerin, Dichterin und Weltenbürgerin verbindet sie Schulalltag, Kultur und Nachbarschaftsleben. Salome Schad hat viele Orte dieser Welt gesehen. Mit ihrer Tochter lebte sie unter anderem in Italien, Spanien, kurze Zeit in den USA und viele Jahre in Bolivien. Heute ist Ecuador ihre Heimat. In Cuenca, hoch oben in den Anden, unterrichtet die Ethnologin, Lehrerin und Künstlerin mit viel Herzblut an einer deutschen Auslandschule. Das weitläufige Schulareal ist umgeben von Bergen und wilder Natur, sagt die 52-Jährige: «Der Weg vom Klassenzimmer zur Bibliothek gleicht einer kleinen Wanderung.» Neben dem klassischen Unterricht verbindet Salome Musik und Malerei: «Die Kinder hören Beethoven und malen, was die Musik in ihnen auslöst. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.» «In Cuenca kann man richtig entschleunigen» Ihr Alltag ist intensiv umso wichtiger ist ihr die Zeit draussen. In der grünen Andenstadt, umgeben von Bergen, Flüssen und Thermalquellen, hat sie Nahe eines Waldstücks ein Zuhause gefunden: «Ich verbringe viel Zeit im Garten, grilliere mit meinen lieben Nachbarn, schreibe oder mache Kunst.» In der Nachbarschaft ist Salome inzwischen auch für ihre besondere Hundewasch-Aktion bekannt: «Viele Tiere haben Flöhe und Parasiten, also trommle ich jede Woche alle Hunde zusammen und wasche sie.»
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Folge vom 21.06.2026Claude Scheidegger vereint Familienglück und Karriere in SingapurIn Hongkong machte Claude Scheidegger aus Burgdorf (BE) eine steile Karriere in der internationalen Hotellerie. Heute lebt er mit Partner Stephen und der gemeinsamen Tochter Zoe in Singapur und reist für seine Arbeit regelmässig nach China. Claude Scheidegger legte den Grundstein für seine Karriere an der renommierten Hotelfachschule in Lausanne. Dort wurde er früh von einer internationalen Hotelgruppe entdeckt: «Viele grosse Hotelketten rekrutieren direkt in Lausanne. So konnte ich die Chance nutzen und beim Mandarin Oriental in Hongkong einsteigen.» Fünf Jahre lang blieb die pulsierende Metropole sein Zuhause und wurde auch privat zum Wendepunkt: «In dieser Zeit lernte ich meinen Lebenspartner Stephen kennen.» Heute lebt das Paar mit Tochter Zoe in Singapur: «Steve führt ein Family Office für ein angesehenes chinesisches Familienunternehmen», erzählt Claude Scheidegger. Beruflich ist er der Region treu geblieben: «Alle drei Wochen reise ich nach Hongkong, wo ich im Marketing- und Branding-Bereich für eine bekannte Hotelkette tätig bin.» So oft es geht, begleitet ihn seine Familie auf diesen Reisen und verbindet Beruf mit gemeinsamen Erlebnissen zwischen den Metropolen Asiens. «Singapur ist unglaublich familienfreundlich» Claude Scheidegger lebt mit seiner Familie in einem kleinen Wohnblock direkt beim botanischen Garten. Singapur sei äusserst sicher und besonders familienfreundlich, sagt der 30 Jährige: «Es gibt kostenlose Wasserparks, und der Zoo ist weltbekannt, vor allem für seine Nacht-Safaris, bei denen man wilde Tiere aus nächster Nähe beobachten kann.»