Insa Härtel forscht und arbeitet an der Schnittstelle von Kulturwissenschaften und Psychoanalyse. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie das Phänomen Messie medial dargestellt und kulturell verhandelt wird. Wie werden in Trash-TV-Sendungen virulente Fragen bearbeitet, zum Beispiel Trauma- oder Responsibilisierungsdiskurse? Welche Rückschlüsse lassen sich anhand dieses Umgangs mit der Messiefigur auf neue Kulturtheorien wie den New Materialism ziehen? Wir sprechen über die Lust am Rest, Sammeln vs. Ansammeln, emotional baggage, rätselhafte Botschaften, und immer wieder über die Spannung der Grenze.
Kultur & Gesellschaft
Eclectic Engineering Folgen
Gespräche und Monologe über Philosophie, Kunst, feministische Theorie und Psychoanalyse. Marie von Heyl & Gäste www.marievonheyl.de
Folgen von Eclectic Engineering
51 Folgen
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Folge vom 31.05.2022Medialität des Messies
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Folge vom 30.04.2022Das unendliche Gespräch"Talking has nothing to do with creation" — das Sprechen hat mit dem Schaffen nichts zu tun — behauptet Gertrude Stein in ihrer Lecture "What Are Masterpieces And Why Are There So Few Of Them?" von 1936 ... ist das wirklich so? In dieser Folge nehme ich Steins Aussage zum Anlass, anhand von Erkenntnissen aus meiner eigenen künstlerischen und theoretischen Arbeit, eine Art Gegenthese zu formulieren.
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Folge vom 05.03.2022AbschweifenFelix Deiters und ich haben uns verabredet, um über das Abschweifen zu reden. Und schweifen immer wieder ab. Wir sprechen über Denkräume, das poröse Selbst, zittrig aufgetragenen Kajal und neurotische Quirks; aber auch über die Kunst des Vergessens und das Abschweifen als Abweichen von der Norm. Anhand von Paul B Preciados Text ‘Can The Monster Speak?', Jack Halberstams ‘The Queer Art of Failure’ und Kathryn Bond Stocktons ‘The Queer Child’ sprechen wir über geschichtete Erinnerungen, asignifikante Brüche, Assoziation vs. Dissoziation und die Romantisierung und Disziplinierung von Kindheit.
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Folge vom 29.01.2022Der Verlust der Rückseite (ein Lament)In dieser Folge tummelt sich so einiges: einseitige Kühe, janusköpfige Bilder, Dämonen ohne Rückseite und Meat Loaf im Dialog mit Hegel. Ich versuche mich an der Form des Laments — historisch ein wichtiges Werkzeug um der weiblichen Stimme öffentlich Gehör zu verschaffen — um den Verlust der Rückseite zu beklagen. Ausgehend von der trivialen Beobachtung, dass wir in digitalen Meeting Rooms nur noch unsere Vorderseiten zu Gesicht bekommen, überlege ich laut, was dieser perspektivische Wandel für Konsequenzen hat. Schnell stellt sich heraus, dass die Rückseite für mich nicht für den Zugriff steht, sondern für das Unergründliche.