Kultur & Gesellschaft
geister - der philosophie-podcast Folgen
"geister" ist der wöchentliche Philosophie-Podcast von mir, Christian Eichler. In Interviews arbeite ich mich peu à peu durch die Philosophie-Geschichte. Wir fangen bei den Grundfragen und im Urschleim an und beschäftigen uns dann im ersten Jahr mit der Antike. Was war vor den Vorsokratikern, was ist Philosophie und wann fängt das alles an? Es wird aber auch immer wieder Gespräche zu aktuellen Themen geben. Dabei bin ich auf eure Unterstützung angewiesen. Wenn ihr diesen Podcast finanziell unterstützt, erhaltet ihr jeden Monat ein Special, in dem ich mit dem Philosophen Jens Pier einen Text bespreche, zu dem es auf unserem Discord-Server einen Lesekreis geben wird. Alle Infos auf steadyhq.com/geister.
Folgen von geister - der philosophie-podcast
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Folge vom 02.10.2026#81 - Wie funktionieren Analogien?In dieser Folge sprechen wir mal über etwas, das wir dauernd in der Philosophie und im Alltag machen. Aber verstehen wir eigentlich, wie das funktioniert? Es geht um das Argumentieren mit Analogien. Also darum, dass man sagt, eine Sache sei ja eigentlich wie eine andere Sache. Und deswegen müsse das, was für die andere Sache gilt, auch irgendwie für die eine Sache gelten. Bei Leibniz sind zum Beispiel Körper und Seele wie zwei synchrone Uhren; bei David Hume wird die Welt mit einer Maschine gleichgesetzt. Aber wieso sollte das, was für einen Bereich gilt, auch für den anderen gelten? Sind Analogien wirklich Argumente oder eher Setzungen? Und was unterscheidet sie von Metaphern, Gedankenexperimenten und Vergleichen? Darüber spricht Christian in dieser Folge mit David Löwenstein. Er unterrichtet Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und hat bei Reclam die Argumentations-Einführung "Was begründet das alles? veröffentlicht. Außerdem macht er den Podcast "mitgedacht", in dem er und sein Team philosophische Fragen des Publikums diskutieren. Unterstützt geister gerne für exklusive Folgen: https://steadyhq.com/geister
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Folge vom 18.09.2026#80 - Philosophinnen in der AntikeWenn man sich mit Philosophiegeschichte beschäftigt und in eine Liste der großen Philosophen schaut, dann stellt man sich schnell eine Frage: Warum sind das nur Männer? Warum dauert das oft bis Hannah Arendt und Simone de Beauvoir bis da mal eine Frau erwähnt wird? Klar, frühere Gesellschaften waren patriarchaler, Frauen hatten weniger Rechte, aber es muss doch trotzdem Philosophinnen gegeben haben! Hat es auch, sagt Maria Nühlen, wir haben sie nur peu à peu aus der Philosophiegeschichte gelöscht. In dieser Folge spricht Christian mit ihr über ihr Buch "Philosophinnen der griechischen Antike: Eine Spurensuche". Darin schreibt sie von unzähligen Philosophinnen von denen die meisten noch nie gehört haben und sagt auch: die Philosophie beginnt nicht bei den Vorsokratikern, sondern bei einer Frau: dem Orakel von Delphi. Maria Nühlen ist emeritierte Professorin für Philosophie an der Universität Merseburg.
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Folge vom 05.09.2026Neues Special: Carnap vs. MetaphysikNachdem uns im letzten Special Ludwig Wittgenstein erklärt hat, dass Ethik als Wissenschaft sinnlos ist, zerlegt in dieser Folge Rudolf Carnap direkt die komplette Metaphysik. Denn über den Bereich, der außerhalb unserer Erfahrung liegt, könne man überhaupt nichts sagen und schon gar nicht solche verrückten Sätze wie Martin Heideggers “Das Nichts nichtet”. Das alles behauptet Carnap in seinem Text “Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache”, der sehr einflussreich für die analytische Philosophie war und den Jens und Christian in dieser Folge diskutieren. Das ist aber nur der Teaser, wenn ihr die ganze Folge hören wollt, unterstützt uns auf steadyhq.com/geister.
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Folge vom 29.08.2026#79 - Griechische TragödienWenn wir Filme oder Serien schauen, finden wir sie meist besonders interessant: Tragische Figuren. Aber Walter White und andere sind kein neues Phänomen. Schon vor über 2000 Jahren wurden Geschichten wie ihre erzählt. Aber nicht einfach irgendwo: Die Aufführungen waren gigantische Massenevents. Wettbewerbe vor über zehntausend Zuschauern, in denen sich Stoffe, die für manche heute trockene Schullektüre sind, um den Sieg gebattlet haben. Aber wie ist die Griechische Tragödie eigentlich entstanden? Wann tritt der erste Mensch aus dem religiösen Chor hervor und wird der erste Schauspieler? Wie entsteht das, was wir heute Theater nennen? Was ist das Tragische an Medea, Antigone und König Ödipus und wie unterscheiden sich die großen Tragiker Aischylos, Sophokles und Euripides voneiander? Das alles und die Frage, welche Auswirkung die Griechische Tragödie auf die Philosophie hatte, diskutiert Christian in dieser Folge mit Christian Vogel. Er ist Professor für klassische Philologie und Gräzistik an der Freien Universität Berlin.