In Brunei lässt es sich gut leben: keine Einkommenssteuern, kostenlose Bildung und medizinische Versorgung. Der grosszügige Wohlfahrtsstaat ist jedoch eine absolute Monarchie mit strengen Scharia-Gesetzen.
Sultan Hassanal Bolkiah ist der dienstälteste Monarch der Welt. Er regiert Brunei als absoluter Herrscher, lebt im grössten Palast der Welt und soll die grösste private Autosammlung besitzen. Den Reichtum verdankt das kleine Sultanat Öl- und Gasvorkommen. Auch die Einwohnerinnen und Einwohner profitieren davon: Sie müssen keine Einkommenssteuer bezahlen, Spitalbesuche und Schulen sind kostenlos.
Für internationale Schlagzeilen und Empörung sorgte das Sultanat, als es vor einigen Jahren die Scharia verschärfte. Seither droht etwa Homosexuellen theoretisch die Todesstrafe durch Steinigung.
In Brunei selbst fühlen sich viele vom Ausland missverstanden. Der pensionierte Saifful bringt es auf den Punkt: «Das Einzige, was den Menschen in Brunei fehlt, ist die Freiheit. Aber mehr Freiheit hat ihren Preis – was wir jetzt haben, ist gut genug.» Freiheit gegen Wohlfahrt: Für viele scheint der Tausch fair zu sein. Offene Kritik am System ist tabu.
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Internationale Reportagen und Hintergrundgespräche aus aller Welt. Von und mit den Auslandkorrespondentinnen und -Korrespondenten von Radio SRF. Das «International» bildet weltweite Politik und gesellschaftliche Zusammenhänge ab. Wir sind vor Ort und analysieren aus nächster Nähe. In Talks und Hintergrundgesprächen wird das Geschehene und die journalistische Arbeit vertieft und reflektiert.
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Folge vom 24.06.2026Brunei: Die strenge Wohlfühl-Monarchie
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Folge vom 20.06.2026TALK: Trockenes Sizilien - woher kommt in Zukunft unser Essen?Im Winter bezieht die Schweiz sehr viele Früchte und viel Gemüse aus dem Mittelmeer-Raum. Doch was geschieht, wenn die Trockenheit im Süden weiter zunimmt? SRF-Wissenschaftsredaktor Christian von Burg hat in Sizilien mit Bauern gesprochen, die nun kreative Lösungen suchen müssen.
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Folge vom 17.06.2026Sizilien: Die Kornkammer wird zur SteppeSizilien war schon für die Römer wichtig für die Ernährung. Bis heute, exportiert die grösste Insel Italiens nicht nur Getreide, sondern auch Zitronen, Orangen und viel Gemüse – auch in die Schweiz. Doch nun droht ein grosser Teil der ertragreichen Böden zur Wüste zu werden. Die höchste bisher in Europa gemessene Temperatur liegt bei 48,8 Grad Celsius. Gemessen wurde sie auf Sizilien. Im Sommer 2024 war die Dürre auf der Mittelmeerinsel so gross, dass die Bauern gezwungen waren, Tiere notzuschlachten und Zitrusbäume auszureissen. Der Klimawandel bedroht Sizilien als wichtige Kornkammer. Das Innere der Insel droht zur Wüste zu werden. 70 Prozent der Fläche sei betroffen, schätzt der italienische Forschungsrat. «Die Sahara dehnt sich aus gegen Norden», sagt Klimawissenschaftler Davide Faranda, «sie ist bereits in die südlichen Gebiete Europas eingezogen». Sizilien muss mit mehr Wetterextremen auskommen. Wie gehen die sizilianischen Bäuerinnen und Bauern mit dieser Situation um? Werden die Zitronen nun durch tropische Avocados ersetzt? Und woher beziehen Länder wie die Schweiz in Zukunft im Winter Gemüse und Früchte, wenn die Trockenheit im Mittelmeerraum weiter zunimmt?
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Folge vom 13.06.2026TALK: Wie lebt es sich als Beduine in Israel?In Israel leben mehrere Hunderttausend Beduinen, oft in prekären Verhältnissen: Eingepfercht in engen Wohnblocks in der Stadt Rahat etwa, oder staatlich nicht anerkannten Dörfern. Es ist oft ein Leben am Rande der Gesellschaft, wie ARD-Korrespondentin Bettina Meier erfahren hat.