In dieser Folge beschäftigen sich Host Jan Kröger und der Virologe Alexander Kekulé mit dem Protein LRRC15. Mehreren Studien zufolge kann das Protein das Coronavirus weitestgehend unschädlich machen. Prof. Kekulé erklärt, was diese Studien aussagen und wie LRRC15 funktioniert. Was macht das Protein so besonders? Kekulé ist von den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um das Protein zwar begeistert. Gleichzeitig muss er aber die Hoffnung auf schnelle Durchbrüche dämpfen. "Zeitnah wird das eher nicht sein", erklärt der Virologe. Er rechne mit Medikamenten in zehn bis 15 Jahren.
Außerdem sprechen Kröger und Kekulé noch einmal über das Thema Masken. In Folge #340 war die Meta-Studie der Cochrane Library Thema. Sie kam zu dem Ergebnis: Es gebe keinen Beweis, dass das Tragen von Masken im Kampf gegen die Pandemie größere Wirkung entfaltet habe. Prof. Kekulé hatte das Ergebnis angezweifelt und seine Meinung auch begründet. In dieser Folge trägt der Virologe andere Studien zusammen, die den Sinn von Masken belegen.
Ein weiteres Thema ist das aktuelle Infektionsgeschehen. Laut Kekulé ist die Inzidenz zwar gestiegen, eine Bedrohung gebe es aber nicht. Der Virologe kommt auch noch einmal auf die Variante XBB.1.5 zu sprechen. Sie ist inzwischen in Deutschland die am zweithäufigsten nachgewiesene Variante. Laut Kekulé gibt es Hinweise, dass sie dominant werden könnte. Löst das eine neue Corona-Welle aus? Auch darauf gibt der Virologe Antwort.
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Wie gefährlich sind Affen-Pocken? Was bringen die neuen Medikamente gegen Alzheimer? Und warum lassen die neuen Wirkstoffe gegen Allergien so lange auf sich warten? Und was gibt es Neues in Sachen Corona? Susann Böttcher und Jan Kröger besprechen aller zwei Wochen Gesundheitsthemen und aktuelle gesundheitspolitische Entscheidungen mit dem Mediziner Prof. Alexander Kekulé. Sie liefern Hintergründe und reden über interessante Studien. Und sie beantworten Hörer-Fragen – mit PDF zum Nachlesen.
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Folge vom 14.02.2023Kekulé #341: Eine phänomenale Entdeckung
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Folge vom 09.02.2023#19: Tuberkulose – die vernachlässigte GefahrTuberkulose scheint für viele in Deutschland weit weg. Aber auch hierzulande gibt es regelmäßig Ausbrüche, ganz aktuell zum Beispiel in Chemnitz. Weltweit ist Tuberkulose eine der tödlichsten Infektionskrankheiten überhaupt – noch vor Aids und Malaria. Im Podcast erklären Host Jan Kröger und der Mediziner Alexander Kekulé die Krankheit, die Behandlung und die schwierige Suche nach neuen Medikamenten und Impfungen. Zunächst aber geht der Blick in die Türkei und nach Syrien. Nach dem Erdbeben mit vielen tausend Toten gibt es entsetzliche Bilder, die Lage ist katastrophal. Zumindest läuft inzwischen die internationale Hilfe an. Prof. Kekulé hat selbst Erfahrungen in solchen Krisengebieten gesammelt und erklärt, wie die Hilfe in mehreren Phasen abläuft. Zur Tuberkulose: Es handelt sich um eine hochinfektiöse Krankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Häufig ist die Lunge betroffen. Zu unterscheiden sind eine offene und eine latente Tuberkulose. Zur Behandlung werden meist mehrere Antibiotika herangezogen. Das Problem: Sie stammen aus den 1940er Jahren. Seitdem gibt es im Wesentlichen keine neuen Medikamente. Denn: Die Krankheit tritt vor allem in ärmeren Ländern auf, es lohnt sich schlicht nicht, die Medikamente zu entwickeln, sagt Kekulé. Es gibt auch einen Impfstoff, die BCG-Impfung. Das Problem ist, dass sie nur partiell vor der Krankheit schützt, dafür aber viele Nebenwirkungen hat, vor allem bei kleinen Kindern. Es gibt Bestrebungen, neue Impfstoffe zu entwickeln, aber das ist schwierig und teuer. Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
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Folge vom 07.02.2023Kekulé #340: Masken wirkenDie Corona-Lage hat sich schon länger entspannt, nun kann man das auch explizit beim Robert Koch-Institut nachlesen. Dort hat man das Risiko für die Bevölkerung inzwischen mit „moderat“ beschrieben, vorher mit „hoch“. Was bedeutet das und was folgt daraus? In Bus und Bahn müssen inzwischen keine Masken mehr getragen werden. Pünktlich dazu sorgt eine Meta-Studie der Cochrane Library für Diskussionen. Sie kommt zu dem Ergebnis: Es gebe keinen Beweis, dass das Tragen von Masken im Kampf gegen die Pandemie größere Wirkung entfaltet habe. Prof. Kekulé sieht bei der Studie eine ganze Reihe von Mängeln. Sie beweise mitnichten, dass die Maskenpflicht nichts gebracht habe. So seien viele Studien ausgewertet worden, aber fast keine stamme aus der Zeit der Pandemie. Kekulés Fazit: Die Botschaft der Studienmacher sei „fürchterlich“ und „toxisch“, gerade mit Blick auf die Akzeptanz der Masken in der Bevölkerung. Das sei für eine eventuelle zukünftige Pandemie gefährlich. Und ein Blick nach China: Dort melden die Behörden bereits das Ende der schwierigen Situation durch Corona. Wie glaubwürdig ist das? Wenig, so das Urteil von Kekulé. Dennoch sieht er Indizien, dass die aktuelle Welle abflacht. Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
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Folge vom 02.02.2023Wirbel um Studie zur MaskenpflichtDie Cochrane-Maskenstudie sorgt für Diskussionen. Danach bringt die Maskenpflicht wenig gegen die Verbreitung von Krankheiten - also auch bei Corona. Alexander Kekulé erklärt, warum er große Mängel bei der Studie sieht.