Der Sommer beginnt, die Sonne lockt. Viele freuen sich jetzt auf das Sonnenbaden, einige Mediziner dürften dabei auch sorgenvoll an Hautkrebs denken. Oft tun die Menschen zu wenig, um sich zu schützen. In dieser Folge sprechen Jan Kröger und der Mediziner Alexander Kekulé über Hautkrebs, Prävention und über neuartige Therapien.
Das Statistische Bundesamt hat jüngst Zahlen veröffentlicht: Im Jahr 2021 sind in Deutschland 4.100 Menschen an Hautkrebs gestorben. 2001 waren es noch 2.600 Menschen, die Zahl hat sich also um satte 55 Prozent erhöht. Wahrscheinlichste Erklärung laut Kekulé: Die Menschen gehen mehr in die Sonne und/oder schützen sich weniger. Er sagt, eine gesunde Gesichtsfarbe dank Sonne schade nicht. Aber auf das gezielte Bräunen in der Sonne, auf den sprichwörtlichen „Teutonengrill“, sollte man verzichten.
Im Podcast erklären wir, wie Hautkrebs entsteht. Wir unterscheiden zwischen hellem und dem gefürchteten schwarzen Hautkrebs. Es geht um die Rolle von UV-Strahlung, Melanin und der Hautfarbe. Außerdem werden die weit verbreitete falsche Anwendung von Sonnencreme und der Sinn von Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland besprochen. Kekulé erklärt darüber hinaus, welche Therapiemethoden es gegen Hautkrebs gibt und warum die neoadjuvante Immuntherapie mit teils „beeindruckenden“ Ergebnissen Hoffnung macht.
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Wie gefährlich sind Affen-Pocken? Was bringen die neuen Medikamente gegen Alzheimer? Und warum lassen die neuen Wirkstoffe gegen Allergien so lange auf sich warten? Und was gibt es Neues in Sachen Corona? Susann Böttcher und Jan Kröger besprechen aller zwei Wochen Gesundheitsthemen und aktuelle gesundheitspolitische Entscheidungen mit dem Mediziner Prof. Alexander Kekulé. Sie liefern Hintergründe und reden über interessante Studien. Und sie beantworten Hörer-Fragen – mit PDF zum Nachlesen.
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Folge vom 08.06.2023#26: Hautkrebs – die dunkle Seite der Sonne
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Folge vom 01.06.2023Kekulé #350: China-Welle kein Grund zur BesorgnisChina wird gerade von einer neuen Coronawelle erfasst, bis zu 40 Millionen Neuinfektionen soll es geben. Prof. Alexander Kekulé erklärt, warum er keine gravierenden Auswirkungen auf Deutschland befürchtet. Es handele sich um keine neue Variante, zudem müsse man die Zahlen in Bezug auf die chinesische Gesamtbevölkerung sehen. Einer der führenden chinesischen Virologen hat kürzlich ein Aufsehen erregendes Interview gegeben. In der BBC schloss er nicht kategorisch aus, dass das Virus möglicherweise doch aus einem Labor stammen könnte. Kekulé bewertet das zurückhaltend und nicht als Kehrtwende in der offiziellen chinesischen Corona-Politik. Im zweiten Teil des Podcasts geht es um den Zusammenhang zwischen Corona und Diabetes. Kanadische Forscher haben herausgefunden, dass Erwachsene nach einer Corona-Infektion ein erhöhtes Risiko haben, an Diabetes zu erkranken. An einer anderen Studie zu Kindern waren Dresdner Wissenschaftler beteiligt. Auch hier wurde während der Corona-Pandemie ein Anstieg der Diabetes-Fälle festgestellt. Zum Schluss geht es um einen wissenschaftlichen Artikel des Psychologen Christof Kuhbandner, der sich mit der Übersterblichkeit in Deutschland in den Jahren 2021 und 2022 befasst. Daraufhin wurde gemutmaßt, dass das mit den Corona-Impfungen zusammenhängen könnte. Prof. Kekulé erklärt, warum aus seiner Sicht eine solche Kausalität nicht hergestellt werden kann. Links: Studie: Corona und Diabetes Studie: Corona und Diabetes bei Kindern Studie: Übersterblichkeit in Deutschland Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
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Folge vom 26.05.2023#25: So werden wir jüngerIn dieser Folge sprechen Jan Kröger und Alexander Kekulé über das Altern. Lässt sich die biologische Uhr zurückdrehen? Welche Fortschritte hat die Medizin inzwischen gemacht und ist die ewige Jugend überhaupt erstrebenswert? Kekulé erklärt zunächst die medizinischen Grundlagen und geht auch auf optische Veränderungsprozesse ein. Warum werden Haare grau? Was passiert beim Altern in den Zellen? Und warum wird der Alterungsprozess bei der Geburt wieder auf Null gesetzt? In diesem Zusammenhang spricht Kekulé von einem "Wunder". Ein weiterer Schwerpunkt in dieser Folge sind die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Dabei gehen Kröger und Kekulé auch auf aktuelle Studien wie die von David Sinclair ein. Der Biologe hat in Experimenten mit Mäusen nachgewiesen, dass sich die DNA beim Altern nicht ändert. Die Veränderungen entstehen durch Steuerungsprozesse. Dazu meint Kekulé, wenn der Mensch diese Prozesse steuern könnte, sei eine Verjüngung möglich. Was heißt das nun in der Praxis? Nach Meinung Kekulés könnten noch zwei bis drei Nobelpreise in der Forschung vergeben werden, dann halte er eine Art "Verjüngungsspritze" für möglich. Daraus ergäben sich aber auch viele Fragen. Wenn Menschen länger lebten, müsse die Erde mit einer noch größeren Bevölkerungszahl klarkommen. Die Produkte in der näheren Zukunft werden Kekulé zufolge aber noch einfacher Natur sein. Es werde Mittel geben, die verhinderten, dass Haare grau werden oder Hautzellen alterten. Möglicherweise könnten in näherer Zukunft auch Organe im Labor gezüchtet werden. Studie: Warum unsere Haare grau werden Harvard-Studie zur epigenetischen Reprogrammierung Studie: Biologisches Altern durch Stress ist umkehrbar Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
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Folge vom 17.05.2023Kekulé #349: Die Rolle der WHO nach CoronaÜber die Rolle der Weltgesundheitsorganisation ist in der Pandemie viel diskutiert worden. Nun hat die WHO den wegen Corona verhängten weltweiten Gesundheitsnotstand aufgehoben. Rund drei Jahre hatte er Bestand. Jan Kröger und Virologe Alexander Kekulé nehmen den Vorgang zum Anlass für die Frage: Was muss passieren, damit die WHO für künftige Pandemien besser aufgestellt ist? Kekulé sagt, die WHO habe bisher nur begrenzte Möglichkeiten und bedürfe einer grundlegenden Reform. Die Liste des Versagens während der Pandemie sei lang. Die Organisation habe ihre Stärken, aber auch viele Schwächen. Kekulé schlägt unter anderem die Gründung einer neuen Behörde vor. Außerdem gibt es Diskussionen um bereits bestehende Reformpläne bei der WHO. Kritiker vermuten eine Art geplante Weltherrschaft der WHO und das Ende der garantierten Menschenrechte. Düstere Prognosen, die einer sachlichen Einordnung bedürfen. Eine Impfnebenwirkung, die es in sich hat? Eine Studie kommt zu folgendem Befund: Corona-Geimpfte haben ein doppelt erhöhtes Risiko für einen Gefäßverschluss am Auge. Kekulé sagt, die Befunde seien nachvollziehbar. Es sei schon lange klar, dass im Rahmen von Corona-Impfungen Thrombosen häufiger vorkämen, ähnlich wie bei Corona-Erkrankungen. Ein Grund gegen eine Impfung sei das aber nicht. Das Risiko für solche Komplikationen seien gering. Wohl aber müssten alle diese Erkenntnisse bei Impfempfehlungen berücksichtigt werden. Links: WHO-Reform: Änderungsvorschläge der Mitgliedsstaaten Studie: Risiko für Gefäßverschlüsse im Auge nach Covid-Impfung erhöht Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.