In dieser Folge sprechen Jan Kröger und der Mediziner Alexander Kekulé über Aspartam. Dabei handelt es sich um einen Süßstoff, der in Limonaden, Kaugummis oder kalorienarmen Joghurts verwendet wird. Nun denkt die Weltgesundheitsorganisation darüber nach, Aspartam als "möglicherweise krebserregend" einzustufen. Kekulé zufolge weisen Tierexperimente schon seit vielen Jahren darauf hin, dass der Zuckerersatz in hoher Dosierung einen krebserzeugenden Effekt haben könnte. Was würde die Entscheidung der WHO bedeuten? Müssen Limonaden weltweit zurückgerufen oder anders produziert werden? Interessant ist auch, wie unterschiedlich die Staaten generell mit Süßstoffen umgehen. Während in den USA der Zuckerersatz Cyclamat (E 952) verboten ist, wird er in Deutschland weiterhin verwendet. Kekulé begründet ausführlich, warum er grundsätzlich vom Verzehr von solchen Süßstoffen abrät.
Kröger und Kekulé befassen sich außerdem mit der Krankenhausreform. Wesentliche Teile der Reform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sind durch die Länder abgeschwächt worden. Kekulé erklärt, warum er die Reform für gescheitert hält. Er befürchtet, dass das Gesundheitssystem zu teuer und ineffizient bleibe. Außerdem bezieht Kekulé Position zu aktuellen Forderungen: Sollen Raucher und Übergewichtige mehr Krankenkassenbeiträge zahlen? Was ist von der geplanten Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze zu halten? Sollten Leistungen bei der zahnärztlichen Behandlung, beim Zahnersatz und bei der Homöopathie gekürzt werden?
Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
Wissenschaft & TechnikGesundheit, Wellness & Beauty
Kekulés Gesundheits-Kompass von MDR AKTUELL Folgen
Wie gefährlich sind Affen-Pocken? Was bringen die neuen Medikamente gegen Alzheimer? Und warum lassen die neuen Wirkstoffe gegen Allergien so lange auf sich warten? Und was gibt es Neues in Sachen Corona? Susann Böttcher und Jan Kröger besprechen aller zwei Wochen Gesundheitsthemen und aktuelle gesundheitspolitische Entscheidungen mit dem Mediziner Prof. Alexander Kekulé. Sie liefern Hintergründe und reden über interessante Studien. Und sie beantworten Hörer-Fragen – mit PDF zum Nachlesen.
Folgen von Kekulés Gesundheits-Kompass von MDR AKTUELL
451 Folgen
-
Folge vom 06.07.2023#28: Süßstoff als Krebsrisiko
-
Folge vom 29.06.2023Kekulé #352: "Patient Null" gefunden – wirklich?Haben wir „Patient Null“ der Corona-Pandemie gefunden? Medienberichte aus den USA lenken den Blick ein weiteres Mal auf das Virologie-Institut im chinesischen Wuhan. Es geht um einen Mitarbeiter des Instituts. Jan Kröger und Prof. Alexander Kekulé diskutieren die Berichte. Der Virologe kommentiert sie zurückhaltend. Viel Neues sei nicht dabei. Wieder einmal aber werde deutlich, wie wenig transparent China mit Informationen umgehe. Kekulé zieht ein Fazit mit Blick auf die sogenannte Laborthese: Genau erfahren werden wir es wohl nie. Er selbst glaube aber nicht daran. Der Virologe erklärt auch, warum. Außerdem ist ein umstrittenes Experiment eines Londoner Instituts Thema im Podcast. Für die Wissenschaft haben sich Menschen bewusst mit Corona infizieren lassen, mit einer Variante, die noch deutlich gefährlicher war als die nun zirkulierenden Omikron-Varianten. 36 junge und gesunde Erwachsene haben mitgemacht. Kekulé spricht von „mutigen Teilnehmern“. Schwer erkrankt sei niemand. Ob einige nun an Long Covid leiden, sei unbekannt. Kekulé erklärt, wie genau die Teilnehmenden infiziert wurden. Und was das Experiment an Erkenntnissen gebracht hat. Es sind einige. Und: MIS-C, das multisystemische Entzündungssyndrom gilt als eines der wenigen Risiken für Kinder, die an Covid-19 erkranken. Auch dazu gibt es neue Erkenntnisse. Links: Challenge-Studie: Menschen lassen sich freiwillig mit SARS-CoV-2 infizieren Preprint: Mögliche Erklärung für MIS-C gefunden Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
-
Folge vom 22.06.2023#27: Künstliche menschliche Embryonen – Durchbruch oder Dammbruch?Forschungsgruppen haben erstmals künstliche menschliche Embryonen erzeugt. Darüber sprechen Jan Kröger und der Mediziner Alexander Kekulé in dieser Folge. Kekulé erklärt, warum diese Forschungen in der Wissenschaftsgemeinde für Aufsehen sorgen und sie den Menschen helfen können. So könne mit künstlichen Embryonen die frühe embryonale Entwicklung besser erforscht werden. Mit menschlichen Embryonen sei das in vielen Ländern rechtlich gar nicht möglich. Oft seien Forschungen nicht über den 14. Entwicklungstag hinaus erlaubt. In Deutschland hingegen dürfe an menschlichen Embryonen gar nicht geforscht werden. Kekulé fordert hier eine Debatte über die geltenden Gesetze. Korrektur: Zwischen 36 und 43 Minuten spricht Prof. Kekulé über die Wirkweise verschiedener Mittel zur Empfängnisverhütung bzw. zum Schwangerschaftsabbruch. Dabei spricht er über die in den USA juristisch umstrittene Abtreibungspille Mifepriston, bezeichnet diese jedoch als „Pille danach“. Hierzu stellen wir fest: Die Mittel, die hierzulande als „Pille danach“ erhältlich sind, wirken empfängnisverhütend und führen keinen Schwangerschaftsabbruch herbei. Außerdem kann in dieser Passage der Eindruck entstehen, dass Prof. Kekulé die Antibabypille generell als „Einnistungshemmer“ bezeichnet. Die beschriebene Wirkweise gilt jedoch nur für bestimmte Präparate der sogenannten Minipille. Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
-
Folge vom 15.06.2023Kekulé #351: Wir brauchen angepasste ImpfstoffeDie Europäische Arzneimittel-Agentur und das Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten haben eine Empfehlung herausgegeben, wonach die Corona-Impfstoffe anpasst werden sollten. Prof. Alexander Kekulé kritisiert, dass Aussagen in dem Papier zum Teil nicht wissenschaftlich belegt sind und zum Teil den allgemein anerkannten Erkenntnissen widersprechen. Außerdem geht es im Podcast um eine Studie zu einem Omikron-Ausbruch in Singapur. Weiteres Thema ist die Aufarbeitung der Pandemie. In Deutschland sollte diese Woche ein Schadenersatzprozess gegen den Impfstoffhersteller BionTech starten. Und eine Studie wirft ein Schlaglicht darauf, welche Auswirkungen die Lockdowns für Herzinfarkt-Patienten hatten. Studie zu Omikron-Ausbruch in Singapur Preprint: Auswirkungen von immunologischer Prägung bei Omikron-Infektion Studie zu Lockdown-Auswirkungen auf Herzinfarktpatienten Review zu IgG-4-Antikörpern nach mRNA-Impfung Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.