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Kekulés Gesundheits-Kompass von MDR AKTUELL

Wie gefährlich sind Affen-Pocken? Was bringen die neuen Medikamente gegen Alzheimer? Und warum lassen die neuen Wirkstoffe gegen Allergien so lange auf sich warten? Und was gibt es Neues in Sachen Corona? Susann Böttcher und Jan Kröger besprechen aller zwei Wochen Gesundheitsthemen und aktuelle gesundheitspolitische Entscheidungen mit dem Mediziner Prof. Alexander Kekulé. Sie liefern Hintergründe und reden über interessante Studien. Und sie beantworten Hörer-Fragen – mit PDF zum Nachlesen.

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Folgen von Kekulés Gesundheits-Kompass von MDR AKTUELL

451 Folgen
  • Folge vom 19.10.2023
    #32: Atemwegserkrankungen bei Kindern
    Im Durchschnitt erlebt ein Erwachsener zwei bis drei Erkältungen pro Jahr. Bei Kindern sind es durchschnittlich acht bis zwölf Atemwegsinfekte jährlich. Prof. Alexander Kekulé erklärt, dass das Immunsystem von Kinder in den ersten vier Lebensjahren lerne, was gute und schlechte Bakterien für den Körper seien. Dafür sei es aber notwendig, dass die Kinder auch Kontakt mit Bakterien und Viren hätten, die keine schweren Erkrankungen machten. Wenn man in dieser Zeit zu sauber sei, funktioniere dieser Lernprozess nicht und es könne passieren, dass die Häufigkeit von Allergien und anderen Erkrankungen steige. Kekulé sagt aber auch, dass man den Kontakt mit bösartigen Keimen in den ersten Jahren wahrscheinlich gar nicht brauche. Deswegen sei es auch besser, ernstere Erkrankungen wie Masern oder Mumps durch Impfungen zu vermeiden.Kekulé geht außerdem darauf ein, bei welchen Symptomen Eltern während einer Atemwegserkrankung hellhörig werden sollten. Ein sich deutlich verschlechternder Gesundheitszustand sei das beste Kriterium, um zu entscheiden, ob ein Arzt notwendig sei. Als Beispiele nennt er Kurzatmigkeit, blaue Lippen und blasse Haut als Zeichen von Sauerstoffmangel oder Bewusstseinseintrübungen beziehungsweise sehr hohes Fieber. Weitere Themen: Rhinoviren + Warum wird die Impfung gegen RS-Viren in Deutschland nicht empfohlen? + Was tun bei einer Bronchiolitis? + Pseudokrupp + Keuchkusten Susann Böttcher und Prof. Alexander Kekulé sprechen am Ende der Folge auch noch darüber, warum Erzieherinnen und Erzieher sich kaum anstecken, obwohl sie vielen Viren und Bakterien ausgesetzt sind. Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.Und hier der Podcast-Tipp: Hormongesteuert – Der Wechseljahre-Podcast mit Dr. Katrin Schaudig.
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  • Folge vom 12.10.2023
    Kekulé #356: Long Covid – noch immer die große Unbekannte
    Wer mit Long Covid zu tun hat, leidet sehr konkret daran. Für die Medizin ist das Phänomen aber noch sehr schwer zu greifen, auch nach Jahren der Forschung. Noch immer fällt es schwer, Long Covid klar zu definieren, Fallzahlen zu erstellen oder eine konkrete Therapie zu entwickeln. Dabei erscheinen immer wieder neue Studien. Eine Publikation zog zuletzt viele Studien zu Long Covid in Zweifel. In dieser Folge sprechen Jan Kröger und der Virologe Prof. Alexander Kekulé darüber, was diese Studie aussagt und was der allgemeine Forschungsstand ist. Kekulé sagt, schon eine Definition von Long Covid sei schwer. Klar sei, dass es um bleibende Symptome nach einer Corona-Erkrankung gehe. Diese blieben über Monate und hätten Auswirkungen auf das tägliche Leben. Es gebe eine dreistellige Zahl an Symptomen, darunter chronische Müdigkeit (Fatigue), Herz-Kreislauf-Probleme und Konzentrationsstörungen. Wie viel Prozent der Corona-Erkrankten später Long Covid bekämen, sei noch nicht klar. Die Einschätzungen dazu seien oft politischer Natur, je nachdem wie ernst die Beteiligten das Phänomen nähmen. Kekulé vermutet, dass die Zahlen niedriger sind als oft berichtet, auch weil er glaubt, dass Long Covid inzwischen seltener ist, seit Omikron die vorherrschende Variante und die Immunität in der Bevölkerung hoch ist. Das alles ändere nichts daran, so Kekulé, dass die Betroffenen von Long Covid mehr Angebote zur Therapien bräuchten. Die vorhandenen Medikamente helfen seinen Angaben nach bisher kaum. Wohl aber gebe es Spezialisten, die Menschen mit Therapien helfen könnten. Auch darüber sprechen wir im Podcast. Kritik an früheren Long Covid-Studien aus evidenzmedizinischer Sicht "Nature"-Studie: Immunsignatur von Long Covid beschrieben Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
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  • Folge vom 05.10.2023
    #31: Weniger Feinstaub durch besseren Waldbrandschutz
    Zunächst ordnet Prof. Alexander Kekulé die Entscheidung für die Preisträger des diesjährigen Medizin-Nobelpreises ein. Die Auszeichnung geht an die ungarische Biochemikerin Katalin Karikó und den US-Immunologen Drew Weissman. Zur Begründung hieß es, beide hätten mit ihren Entdeckungen die Entwicklung von wirksamen mRNA-Impfstoffen ermöglicht. Kekulé erklärt die Forschung zur mRNA-Medizin und blickt zurück auf die Schwierigkeiten der Wissenschaft mit diesem Thema in den vergangenen vier Jahrzehnten. Außerdem blickt er auf die Biografie und die Leistung von Preisträgerin Karikó. Darüber hinaus wirbt er für Verbesserungen am Wissenschaftsstandort Deutschland.Hauptthema des Gesundheits-Kompasses ist Feinstaub. Kekulé erklärt, was Feinstaub ist, wie man auf die Grenzwerte kommt und was es mit Schwellenwerten auf sich hat. Außerdem schätzt er ein, wie valide die Zahlen zu Todesfällen durch Feinstaubbelastung sind. Die größten Verursacher für Feinstaub sind neben Straßenverkehr, die Landwirtschaft und auch Waldbrände. Kekulé sagt, in Europa sei Feinstaubbelastung massiv gesenkt worden. Aktuell liege man überall unter den Grenzwerten, weil man viel beim Thema Straßenverkehr getan habe. Kekulé mahnt aber auch, dass man mit einem besseren Schutz vor Waldbränden bzw. einer schnelleren Bekämpfung Wesentliches leisten könne, um Feinstaub in Europa zu vermeiden. Zudem äußert sich Kekulé zum Thema Feinstaub und Silvesterfeuerwerk. Zum Schluss werden noch zwei Hörerfragen beantwortet. Zum einen geht es um die Frage, wann eine Impfung gegen Gürtelrose sinnvoll ist. Und zum anderen erläutert Kekulé, wie man eine Cortisonbehandlung bei Kindern mit bronchialen Problemen umgehen kann.Weiterführende Links:EU-Ankündigung zu strengeren Grenzwerten (13.09.2023) Studie: Extreme Temperaturereignisse, Feinstaub und Myokardiinfark-Mortalität (24.07.2023) Studie: Vergleich der Luftverschmutzung durch Partikel aus verschiedenen Emissionsquellen und Demenzerkrankungen in den USA (14.08.2023) Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.Podcastempfehlung: Synapsen - ein Wissenschaftspodcast 
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  • Folge vom 28.09.2023
    Kekulé #355: Es braucht keine staatlichen Corona-Maßnahmen mehr
    Mit dem Herbst steigt auch die Zahl der Corona-Infektionen. Welcher Schutz vor dem Virus ist jetzt angebracht? Darüber spricht Jan Kröger mit Alexander Kekulé. Der Virologe sagt, überlaufende Krankenhäuser oder Probleme bei der kritischen Infrastruktur seien nicht zu erwarten. Daher werde es auch keine staatlichen Maßnahmen mehr geben. Kekulé appelliert aber, dass erkrankte Menschen enge Räume wie öffentliche Verkehrsmittel meiden sollten. Menschen mit erhöhtem Risiko wiederum sollten sich in entsprechenden Situationen schützen. Eine Lehre aus der Pandemie sollte sein, mehr Rücksicht auf andere zu nehmen. Maskenpflicht, Tests, Kontaktbeschränkungen, Impfungen - was haben diese Maßnahmen eigentlich gebracht? Dazu hat das Robert Koch-Institut eine Studie veröffentlicht. Kröger und Kekulé schauen sie sich genauer an und sie fragen, was wir daraus für die nächste Pandemie lernen. Laut Kekulé liefert das RKI hier keine zufriedenstellenden Antworten. Eine Studie, die es besser mache, komme aus Großbritannien. Sie zeige, dass Masken wirksam seien. Stärkere Effekte hätten aber Kontaktbeschränkungen und die Impfungen. Außerdem beschäftigen sich Kröger und Kekulé mit zwei Studien rund um Impffolgen. Bei der einen geht es um ungewöhnliche Vaginalblutungen, bei der anderen um die Auswirkungen der Impfung auf das Immunsystem von Kindern. Hörempfehlung: Hormongesteuert - Der Wechseljahre-Podcast mit Dr. Katrin Schaudig Links: „Stoppt COVID“-Studie des RKI Studie zur Wirksamkeit von Maßnahmen der britischen Royal Society Australische Studie zur Kinderimpfung Norwegische Studie zu vaginalen Blutungen nach Impfung Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
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