Die EU will bis 2040 ihre Emissionen um 90 Prozent senken – ein ambitioniertes Ziel. Eine zentrale Rolle sollen dabei Klimazertifikate spielen. Kritiker sprechen von einem modernen Ablasshandel. Auch Klimaökonomin Claudia Kemfert sieht das System kritisch: „Klimaschutzprojekte sparen oft weniger CO₂ ein, als sie versprechen.“ Und dennoch – richtig eingesetzt könnten Zertifikate helfen, die EU-Klimaziele zu erreichen. Im Gespräch mit Host Marcus Schödel erklärt Kemfert, welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen.
Außerdem: Bundeskanzler Friedrich Merz hat erklärt, die jüngste Hitzewelle in Deutschland sei nicht ausschließlich ein Zeichen des Klimawandels. Was ist da dran? Claudia Kemfert ordnet die Aussage wissenschaftlich ein: Zwar könnten auch andere Faktoren eine Rolle spielen, der entscheidende Treiber sei aber eindeutig der menschengemachte Klimawandel. Das könne die Forschung heute klar belegen.
Und wie immer beantwortet Claudia Kemfert eine Hörerfrage – diesmal: Warum ist die Recyclingquote in den Niederlanden deutlich höher als in Deutschland?
Die nächste Folge erscheint am 23. Juli 2025.
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Wissenschaft & Technik
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Hitze, Dürren und schwere Unwetter. Die Klimakrise hat viele Gesichter und macht vielen von Euch Angst. Deshalb ist eine sachliche und verlässliche Einordnung wichtig. Die bekommt Ihr alle zwei Wochen in “Kemferts Klima-Podcast”. Was bedeuten die neuesten Klima-Studien? Sind die Klimaschutz-Maßnahmen der Regierung wirklich sinnvoll? Und woher bekommen wir in Zukunft günstige und emissionsfreie Energie? Klimaökonomin Prof. Claudia Kemfert gibt Antworten und zeigt Euch, wie Ihr nachhaltiger und klimafreundlicher leben könnt.
Folgen von Kemferts Klima-Podcast
90 Folgen
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Folge vom 09.07.2025EU-Klimazertifikate: Ein moderner Ablasshandel?
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Folge vom 25.06.2025Sind die Träume vom grünen Stahl geplatzt?Eine Nachricht aus der Wirtschaft sorgt für Wirbel. Der zweitgrößte Stahlkonzern der Welt, ArcelorMittal, will seine Pläne für grünen Stahl zum Teil stoppen. Deutschland ist direkt betroffen. In den Werken in Bremen und Eisenhüttenstadt soll die Produktion nun doch nicht umgestellt werden. Das Unternehmen schlägt damit auch einen Milliardenbetrag an Fördergeldern in den Wind. Die Begründung: Grüner Stahl lohne sich nicht, auch wegen zu hoher Strompreise in Deutschland. Stimmt das? Klimaökonomin Claudia Kemfert erklärt, wie Stahl in Deutschland hergestellt wird und wie die Chancen für die Produktion von grünem Stahl stehen. Die Begründungen von ArcelorMittal für dem Projektstopp kann sie nicht nachvollziehen. Außerdem geht es um Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU). Sie stellt die deutschen Klimaziele infrage. Deutschland müsse nicht bis 2045 klimaneutral sein, wie derzeit geplant. 2050 reiche auch, entsprechend den Vorgaben der EU. Claudia Kemfert hält den Vorschlag nicht für sinnvoll. Sie hat mehrere Gründe dafür, unter anderem befürchtet sie wirtschaftliche Schäden für Deutschland und negative Auswirkungen aufs Klima. Kritisch sieht Kemfert auch die Pläne, die Stromsteuern nicht flächendeckend zu senken, sondern vor allem für große Unternehmen. Hörerfrage: E-Autos und das bidirektionale Laden – wie es funktioniert, was es bringt und wann es sich durchsetzen könnte. Links: - Podcast-Tipp: Im Grünen Bereich (NDR) - https://1.ard.de/imgruenenbereichstauden - Anmeldung ARD-Klima-Update: mdr.de/klima - MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an klimapodcast@mdraktuell.de oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Folge vom 11.06.2025Viele Hitzetote: Was läuft in Deutschland falsch?In den Sommern 2023 und 2024 hat es in Deutschland jeweils rund 3.000 Hitzetote gegeben. Das zeigt eine Studie vom Umweltbundesamt. Für Klimaökonomin Claudia Kemfert ist "jeder Todesfall einer zu viel". Sie erklärt, warum in der Vergangenheit unter den Opfern mehr Frauen als Männer waren – und warum inzwischen eine Angleichung stattgefunden hat. Außerdem führt sie aus, warum hitzebedingte Todesfälle nicht eindeutig gekennzeichnet werden. Nach Meinung der Wissenschaftlerin trägt die Politik an den vielen Hitzetoten eine Mitschuld. Dabei verweist sie auf Länder wie Frankreich, Italien oder Spanien, die bei den Schutzmaßnahmen viel weiter seien. Claudia Kemfert führt aus, wie sich dort um gefährdete Menschen gekümmert wird. Außerdem erklärt sie, warum die Gebäude in diesen Ländern die Menschen besser schützen. Host Theresa Brenner spricht mit Claudia Kemfert auch über die Abschaffung der Familienreservierung bei der Deutschen Bahn. Die Wissenschaftlerin hält diese Entscheidung für falsch. Familien würden wieder auf das Auto umsteigen. Auch hier zeigten andere Länder, wie es besser gehe. Dafür nennt sie mehrere Beispiele. Natürlich beantwortet Kemfert auch die Frage einer Hörerin. Sie will wissen, warum ihre gut isolierte Wohnung im Sommer nicht kühl bleibt und wie sich das ändern lässt. Studie des Umweltbundesamtes zu Hitzetoten: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/umweltbundesamt-veroeffentlicht-studie-zu Hitzeschutzpläne der Bundesregierung: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/hitze.html Interview mit Expertin für klimagerechtes Bauen: https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/interview/audio-hausbau-klimawandel-hitze-100.html Podcast Tipp "WDR 5 – Das philosophische Radio": https://1.ard.de/philosophisches-radio Anmeldung ARD-Klima-Update: mdr.de/klima MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an klimapodcast@mdraktuell.de oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Folge vom 28.05.2025Neue Studie entlarvt Lügen über E-AutosElektroautos sind teuer, umweltschädlich und können explodieren. Solche Behauptungen halten sich hartnäckig. Claudia Kemfert räumt mit Mythen auf – und erklärt anhand einer neuen Studie des "Fraunhofer-Instituts für System und Innovationsforschung", was dran ist und was nicht. Kemfert erklärt, warum E-Autos im Vergleich zu Verbrennern in den meisten Punkten klar im Vorteil sind. Sie kommt aber auch auf einige Nachteile zu sprechen. Gerade beim Ausbau der Ladesäulen und der Handhabung sieht die Wissenschaftlerin noch viel Potenzial für Verbesserungen. Außerdem beantwortet Claudia Kemfert die Frage eines Hörers. Er wundert sich, warum Windräder abgeschaltet werden, um das Stromnetz nicht zu überlasten. Seiner Meinung nach sollten die Windräder weiterlaufen. Mit der überschüssigen Energie könnte doch grüner Wasserstoff gleich vor Ort produziert werden. Warum wird das bisher nicht gemacht? Dafür nennt Kemfert gleich mehrere Gründe. Links: Untersuchung des "Fraunhofer-Instituts für System und Innovationsforschung": https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2025/presseinfo-07-policy_brief_batterien_elektroautos_update_faktencheck_handlungsbedarf.html Ipsos Studie „People and Climate Change Report“: https://www.ipsos.com/de-de/menschen-und-klimawandel Anmeldung ARD-Klima-Update: mdr.de/klima MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Podcast „Der Schacht – Fußball.Kultur.Erzgebirge“: https://www.ardaudiothek.de/sendung/der-schacht-fussball-kultur-erzgebirge/14544157/ Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an klimapodcast@mdraktuell.de oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.