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Lebe gut Folgen
Sie suchen Sinn, Orientierung und neue Sichtweisen? Wir bieten Ihnen die passenden Anregungen – ganz nach dem Motto unseres Verlagshauses »Lebe gut und lebe das Gute«.Unsere Moderatoren Angela Neis und Andreas Rieck laden außergewöhnliche Menschen zum Gespräch ein. Sie sprechen mit ihren Gästen über ganz persönliche Geschichten und Erlebnisse aus den Themenbereichen Religion und Spiritualität, Gesellschaft, Psychologie und Lebenshilfe. Mal ernst, mal humorvoll, aber immer mit klarer Haltung, regt „Lebe gut“ in jedem Fall zum Nachdenken an und ist Hörgenuss und Inspiration zugleich. Jeden letzten Sonntag im Monat gibt es eine neue Folge unseres »Lebe gut«-Podcasts.
Folgen von Lebe gut
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Folge vom 27.10.2023Die Dunkelheit hat nicht das letzte WortDie Dunkelheit hat nicht das letzte Wort - Trauerbegleitung mit Anke Keil Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist von einem Moment auf den anderen alles ganz anders. Das eigene Leben bleibt plötzlich stehen, ist aus den Fugen geraten. Und nur wenige wissen, wie sie mit der Trauer umgehen sollen. Plötzlich fehlen uns die Worte, um das, was uns bewegt, auszudrücken. Das vertraute Miteinander gelingt nicht mehr und wir verlieren uns womöglich aus den Augen.Im Gespräch mit Anke Keil, Theologin und Lektorin, ergründen wir diese Situation und sprechen darüber, was dabei helfen kann, in solchen Momenten achtsam und empathisch miteinander umzugehen.Anke Keil hat eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin, arbeitet im Hospiz und in der Telefonseelsorge. Nachdem 2015 eine Tochter still geboren wurde, gründete sie zusammen mit ihrem Mann eine Selbsthilfegruppe für frühverwaiste Eltern. Sie möchten Eltern in vergleichbarer Situation eine Anlaufstelle bieten, sie in ihrer Ohnmacht begleiten und mit ihnen über den Schmerz und den Verlust sprechen.Wir gehen auch der Frage nach, warum Trauer in unserer Gesellschaft als etwas Schambehaftetes betrachtet wird. Der Zukunftsforscher Matthias Horx hat die These formuliert: Das größere Tabu in unserer Gesellschaft ist nicht der Tod, sondern das große Tabu ist die Trauer, weil sie soziale Abläufe stört und auch in der Arbeitswelt oft als störend und kompliziert empfunden wird. Und keiner möchte kompliziert sein.Wie lange jemand trauert, ist unterschiedlich. Auch noch Jahre später kann es passieren, dass sich die Trauer an besonderen Tagen, wie dem Geburts- oder Todestag, wieder eindrücklich zurückmeldet. Aber wir dürfen diese Narben und Brüche, die uns das Leben zugefügt hat, nicht verstecken. Wie bei der alten japanischen Kunst Kintsugi müssen wir sie achtsam zu einer neuen Form zusammensetzen. Wir können reparieren, was zerbrochen ist und ihm damit einen ganz eigenen Wert geben. Dann wachsen wir an unseren Verletzungen und können sie als wertvolle Lebenslinien akzeptieren. Das eröffnet uns einen Weg mit der Trauer umzugehen und Neues wachsen zu lassen.https://www.schwabenverlag.de/https://www.verlagsgruppe-patmos.de/lebe-gut-magazinhttps://shop.verlagsgruppe-patmos.de/das-abc-der-trauer-011462.html
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Folge vom 28.09.2023Streitet euch!Streitet euch! Wie Konflikte Paare und ihre Kinder stärken Haben Sie sich heute schon gezofft? Ob privat oder öffentlich, ob beruflich, politisch oder religiös: Gestritten wird eigentlich immer. An Streitthemen mangelt es auch nicht, angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit. Warum wir Streit brauchen und was „Streitkultur“ eigentlich ausmacht, beleuchten wir mit Dr. Guy Bodenmann. Er ist Professor für Psychologie an der Universität Zürich, arbeitet als Paartherapeut und ist Autor zahlreicher Fachbücher. Konflikte gehören zu jeder Beziehung, sagt er. Sie können sogar förderlich sein, wenn sie offen angesprochen und gemeinsam gelöst werden. Wenn dagegen Störendes immer wieder unter den Teppich gekehrt wird oder Konflikte passiv-aggressiv ausgetragen werden, ist dies schädlich für das Paar – und für die Kinder. Sein neuester Titel „Streitet euch!“ gibt viele praktische Hinweise und Tipps, wie Paare ihr destruktives Konfliktverhalten erkennen und verändern können.Ganz wichtig ist aus seiner Sicht, dass auch kleine Dinge, die einen stören, in einem frühen Stadium angesprochen werden. Wenn das nicht erfolgt, so Guy Bodenmann, stellt sich im Laufe der Zeit eine immer weiterwachsende Unzufriedenheit ein, die sich mehr und mehr aufstaut und irgendwann nur noch schwer zu kontrollieren ist.Viele Paare haben sich irgendwann nichts mehr zu sagen oder auseinandergelebt. Da ist das Commitment nicht mehr vorhanden, so Guy Bodenmann. Die Sorgfalt gegenüber dem anderen lässt nach. Andere Dinge sind wichtiger, man nimmt sich weniger Zeit, ist weniger aufmerksam – es wird weniger in den Partner investiert. Das ist vergleichbar mit einem Bankkonto. Wenn man nichts mehr einzahlt und nur noch abhebt, geht das Konto so tief ins Minus, dass man irgendwann Bankrott anmelden muss. Ein schleichender Prozess und daher ist es wichtig, immer wieder zu hinterfragen, ob man genügend in die Beziehung investiert.Guy Bodenmann gibt immer wieder Beispiele aus dem realen Leben, was passieren kann, wenn man nicht den Mut hat mit dem Partner, den Kindern oder Kollegen über schwierige Themen zu sprechen. Er gibt aber auch Impulse für einen gelungenen Einstieg und die Gestaltung von konfliktbehafteten Gesprächen. Ein kurzer Ratgeber für alle, die dazu neigen, störende Themen lieber in sich hineinzufressen, anstatt offen und konstruktiv anzusprechen.Copyright Foto: Universität Zürichhttps://www.schwabenverlag.de/https://www.verlagsgruppe-patmos.de/lebe-gut-magazinhttps://shop.verlagsgruppe-patmos.de/streitet-euch-011433.htmlhttps://shop.verlagsgruppe-patmos.de/mit-ganzem-herzen-lieben-011306.html
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Folge vom 25.08.2023Raupe immersattSchon von „Foodsharing“, „Foodsavern“ oder „Fair-Teilern“ gehört? Dabei geht es darum, gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu kämpfen. Im Gespräch mit Katrin Scherer vom Foodsharing-Café „Raupe immersatt“ erklären wir Ihnen, welches Konzept hinter Deutschlands erstem Foodsharing-Café steckt.Über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jährlich weggeworfen. Dennoch hungern täglich Menschen und das, obwohl wir Lebensmittel für über 12 Milliarden Menschen produzieren. Gleichzeitig trägt die übermäßige Lebensmittelproduktion erheblich zum Klimawandel bei – denn ein Lebensmittel zu produzieren, zu verarbeiten und zu transportieren, kostet viele Ressourcen. Und das völlig umsonst, wenn die Lebensmittel im Müll landen.Foodsharing rettet genießbare Lebensmittel vor dem Müll und führt sie wieder dem menschlichen Verzehr zu. Seit Juni 2019 kann man im Foodsharing-Café “Raupe immersatt” am Hölderlinplatz in Stuttgart Lebensmittel am integrierten Fair-Teiler abgeben, mitnehmen und vor Ort genießen. Im Vordergrund steht: ungewollte und überproduzierte Lebensmittel zu „retten“. Jeder kann dann kreativ werden und sich überlegen, was er kocht, wenn es Broccoli, Salat und Nektarinen gibt ?.Mitmachen dürfen alle, die darauf Lust haben und sich der Lebensmittelverschwendung entgegenstellen wollen. Ein Netzwerk von ehrenamtlichen Foodsavern rettet täglich Lebensmittel aus Betrieben, Cateringfirmen, Kantinen und Gastronomiebetrieben, die mit der Stuttgarter Initiative kooperieren. Auch durstig? Im Café gibt’s natürlich auch regionale Getränke – und jede/r zahlt hier, was es ihr oder ihm wert ist.Infos über das Café, das Konzept und die erweiterten Dienstleistungen erfahren Sie hier in unserem Podcast und direkt auf den Seiten raupeimmersatt.de https://www.schwabenverlag.de/https://www.verlagsgruppe-patmos.de/lebe-gut-magazinhttps://www.raupeimmersatt.de
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Folge vom 27.07.2023Vögel verstehenVögel verstehenWas uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten Paul Wernicke, Wildnispädagoge und Leiter der Wildnisschule Hoher Fläming schenkt uns unterhaltsame Momente und zahlreiche Tipps im Umgang mit heimischen Vogelarten. Er bezeichnet sich selbst als Vogel-Nerd und hat sich sein Wissen vor allem durch Zuhören und Beobachten angeeignet. Der Aufenthalt im Garten oder im Wald ist für ihn ein ultra-spannendes Erlebnis, das permanent dramatische, freud- und leidvolle Geschichten liefert. Ein echtes Genusserlebnis – und nebenbei ganz kostenlos. Vogelbeobachtung kann jeder erlernen!Während in den USA und England birdwatching sehr beliebt ist, sind wir Deutschen davon noch weit entfernt. Dabei ist es so einfach, sich der Natur zu nähern. Paul Wernickes Zauberformel für den Einstieg nennt sich: BAK. BAK ist die Abkürzung für Buchfink, Amsel und Kohlmeise - diese drei haben ihre ganz speziellen Gesänge und Verhaltensmuster. Der Gesang der Amsel sticht vor allem durch seine abwechslungsreiche und melodische Art hervor. Hört man genau hin, so kann man Trillern, Zwitschern, aber auch eindeutige Flötentöne erkennen. Der Buchfink wiederholt seinen Gesang, er ruft dann z. B.: “ich ich ich schreibe die Regierung“ oder „ich ich ich bin der Reitergeneral“ oder „das das das ist mein Baum“. Die Kohlmeise dagegen ist der Cowboyvogel, der kurze Rhythmen wie dededi oder dadada von sich gibt. Drei verschiedene Vögel, einer mit melodischem, einer mit rhythmischem Gesang und einer, der sich immer wiederholt.Sicher ist es für den Anfang nicht zu viel verlangt, sich den Gesang von diesen drei Vögeln zu merken. Später kann man zu weiteren Beobachtungen übergehen und merkt dann: die sind ja überall. Schließlich fragt man sich, was machen die Vögel so den ganzen Tag, was haben sie für Bedürfnisse und was für eine Wesensart?Vögel können uns helfen, unsere Wahrnehmung zu erweitern und unsere Sinne zu schärfen. Paul Wernicke gibt uns dazu einen Wahrnehmungsbooster als Anleitung. Bei einer kleinen Meditation konzentrieren wir uns mit geschlossenen Augen auf unsere Umgebung und nehmen ganz bewusst alle Geräusche auf.Für die Zukunft wünscht sich Paul Wernicke Respekt vor anderen Arten und einen achtsamen Umgang mit der Natur - und auch eine Kultur und Gesellschaft, die diese Eigenschaften unter den Menschen fördert.Unser Buchtipp:https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/voegel-verstehen-401978.htmlhttps://www.schwabenverlag.de/https://www.verlagsgruppe-patmos.de/lebe-gut-magazinhttps://wildnisschule-hoherflaeming.de/