Der Migrationsforscher Gerald Knaus gilt als Kopf hinter dem EU-Abkommen mit der Türkei. Er forderte immer wieder eine Erneuerung des Abkommens, um die unzumutbaren Zustände auf den griechischen Inseln zu beenden. Jetzt warnt Gerald Knaus vor einer verheerenden humanitären Krise auf den Inseln. Eine massive Infektionswelle in den überfüllten Lagern wäre kaum zu bremsen. "Wenn jetzt noch eine Infektion mit dem Coronavirus dazu kommt, mitten unter 20.000 Menschen, die im Lager auf Lesbos eng zusammenleben, sich nicht die Hände waschen können, mit nur sechs Intensivbetten auf der Insel - da ist offensichtlich, warum wir handeln müssen." Der Österreicher Gerald Knaus studierte in Rom, Bologna und Oxford. Der Soziologe arbeitete viele Jahre für NGO's, die UN und an Universitäten, darunter Harvard. Er ist Mitgründer und Vorsitzender der ESI (European Stability Initiative), einer Denkfabrik, die für Migrationskonzepte bekannt ist.
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Täglich begrüßen unsere Leute-Moderatoren in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bekannte und interessante Gäste in ihrem Studio: Show- und Sportstars, Politiker, Nobelpreisträger, Wissenschaftler oder einfach Menschen mit einer interessanten Biografie.
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Folge vom 16.04.2020Gerald Knaus | Soziologe und Migrationsforscher
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Folge vom 15.04.2020Stefan Brockmann | Arzt und MedizinaldirektorGesundheitsmanagement im Zeichen der Pandemie - das ist aktuell die Hauptaufgabe des Mediziners Stefan Brockmann, den man deshalb in Baden-Württemberg auch Mr. Corona nennt. Brockmann leitet als Medizinaldirektor das Referat Gesundheitsschutz und Epidemiologie beim Landesgesundheitsamt. Damit ist er einer der wichtigsten Ratgeber für die Landesregierung, den Ministerpräsidenten, den Sozialminister. Auf seinen Rat und auf seine Empfehlung hin werden dann Entscheidungen getroffen, die unser Leben beeinflussen und verändern.
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Folge vom 12.04.2020SWR1 Leute der WocheMit dabei: Manne Lucha (baden-württembergischer Sozialminister), Düzen Tekkal (TV-Journalistin und Filmemacherin), Friedemann Vogel (Ballett-Tänzer) und Prof. Martin Wikelski (Ornithologe)
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Folge vom 09.04.2020Prof. Martin Wikelski | OrnithologeAls der "Erfinder des Internets für Tiere" hat die Süddeutsche Zeitung Prof. Martin Wikelski beschrieben. Denn, um Tiere aus dem Weltraum zu beobachten, stattete der Ornithologe 100 000 Tiere mit Sendern aus. So entstand das Projekt Icarus (International Cooperation für Animal Research Using Space). Über eine Antenne an der Außenseite der Internationalen Raumstation werden Signale von kleinen Sendern auf dem Rücken von Vögeln, Fischen und Säugetieren auf der ganzen Welt empfangen. So erforscht Martin Wikelski globale Wanderungen. Seit 2011 ist er Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell und seit 2008 Professor für Ornithologie an der Universität Konstanz.