Selbstregulierung ist ein Begriff aus der Kybernetik. Peggy Mädler erzählt, wie sie die Kybernetik als Variante der Systemtheorie in der Geschichte der DDR entdeckt hat: als einen kurzen Moment nach dem Bau der Mauer, in dem es in akademischen Kreisen möglich schien, dass die Partei etwas von ihrer totalen Kontrolle abgibT:
Peggy Mädler, Jahrgang 1975, wurde in Dresden geboren. Zuletzt war sie erfolgreich mit dem Bestseller „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ - gemeinsam mit Annett Gröschner und Wenke Seemann. „In den Begriff Selbstregulierung habe ich mich sofort verliebt“, sagt Peggy Mädler. „Allerdings habe ich ihn anfangs stärker auf die persönlichen Beziehungen der Menschen bezogen als auf die gesellschaftlichen Verhältnisse.“ So sei dieser Begriff zum Prinzip ihres Romans geworden. In „Selbstregulierung des Herzens“ organisiert Peggy Mädler Erinnerungen wie ein empfindliches Netzwerk: Liebe, politische Strukturen, Familiengeschichten und technische Wissenschaft greifen ineinander wie Elemente eines Systems. Über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren bis in die Gegenwart suchen ihre Figuren nach Möglichkeiten und Nischen – in der Liebe, in der Datenverarbeitung und in einer Datschensiedlung nördlich von Berlin.Der Roman erscheint bei Galliani. 304 Seiten. Eine Sendung von Carsten TeschRedaktion: Gabriele Bischoff
Kultur & Gesellschaft
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Informativ und unterhaltsam zugleich, das ist das MDR KULTUR-Café. In entspannter Atmosphäre erzählen prominente Gäste aus ihrem Leben, gewähren Einblicke in ihre Persönlichkeit und berichten über aktuelle berufliche Projekte.
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Folge vom 17.05.2026MDR KULTUR Café mit Peggy Mädler
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Folge vom 15.05.2026MDR KULTUR Café mit Florian StetterDer 1977 in München geborene Sohn eines Mikrobiologen spielte schon mit achtzehn Jahren seine erste Hauptrolle in dem Roadmovie "L'Amour" und wurde beim renommierten Max-Ophüls-Festival als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Bereits während des Schauspielstudiums spielte er in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, besonders die Zusammenarbeit mit Dominik Graf prägte ihn nachhaltig. Der sympathische und wandlungsfähige Schauspieler verdankt Dominik Graf eine seiner schönsten Rollen, im Film "Die geliebten Schwestern" (2014), der zum Teil in Thüringen gedreht wurde, zeichnete er ein sehr lebendiges und menschliches Porträt von Friedrich Schiller. Florian Stetter, der heute in Berlin lebt, bezeichnet sich selbst als Grenzgänger, er liebt besondere schauspielerische Herausforderungen wie die Rolle des Christoph Probst in "Sophie Scholl - Die letzten Tage", die er ergreifend spielte, oder einen manipulativen Geistlichen in "Kreuzweg" (2014), wo er einen endlos langen Monolog in einem einzigen Take bewältigte. Gerade ist er im Kinofilm "Maysoon" zu sehen, in dem er noch eine ganz andere Facette seines großen Könnens zeigen kann, er spielt dort einen aggressiven, unberechenbaren Ehemann.Eine Sendung von Knut Elstermann Redaktion: Gabriele Bischoff
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Folge vom 19.04.2026MDR KULTUR Café mit Fabia MantwillDabei hat sie schon einen in der Tasche. Im MDR KULTUR Café spricht mit sie über ihre Kindheit in Chemnitz, das Reisen als musikalische Spurensuche und den Kampf um das große Ensemble. Vielleicht sind gerade die großen freien Jazzorchester die ersten, die dem deutschen Sparzwang zum Opfer fallen. Aber die Stadionsaxophonistin von Nina Chuba beklagt sich nicht: Ihre Auftragsbücher für dieses Jahr sind schon ziemlich voll.Eine Sendung von Julia HemmerlingRedaktion: Gabriele Bischoff
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Folge vom 12.04.2026MDR KULTUR Café mit BetterovPlötzlich tauchte da dieser Musiker aus Thüringen auf, der sehr schnell viel Aufmerksamkeit bekam. Damals war Betterov noch ein Newcomer, heute ist er fester und sehr wichtiger Bestandteil der deutschen Popmusik Szene. Phänomenale Texte voller Poesie und dazu Musik, die wir in Deutschland gebraucht haben. Zwei Alben, eine EP und ein paar zusätzliche Singles hat er bisher veröffentlicht und es wird deutlich: da ist jemand mit einer spannenden Vergangenheit, einer besonderen Gegenwart und der Gabe mit seiner Musik große Kunst zu erschaffen, und das nicht nur, weil sein aktuelles Album „Große Kunst“ heißt. Mit diesem Album ist er gerade auf Deutschlandtour und heute zu Gast im MDR KULTUR Café.Eine Sendung von Kerstin Poppendieck Redaktion: Gabriele Bischoff