Der in Marseille geborene Ludovic Tézier gilt als einer der weltbesten Baritone und als führender Verdi-Bariton der Gegenwart. An der Wiener Staatsoper singt er derzeit die Rolle des Zurga in Bizets "Perlenfischer". Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt er vom großen Vergnügen, Bösewichte und abgründige Charaktere zu spielen, davon, wie ihm seine Frau, die Sopranistin Cassandre Berthon, mit Bergman-Filmen Schauspielunterricht gab und warum er froh ist, doch kein Startenor mit Society-Verpflichtungen geworden zu sein. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 24. Mai 2026.
Kultur & GesellschaftTalk
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Jeden Sonn- und Feiertag ist in der Pause der Matinee eine Künstler/innenpersönlichkeit zu Gast. Aktuelle Produktionen und Werke werden besprochen, kultur- und tagespolitische Themen diskutiert und Hintergründe beleuchtet. Pointiert, kritisch, informativ.
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Folge vom 24.05.2026Bariton Ludovic Tézier: der Spaß am Bösewicht-Spiel
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Folge vom 17.05.2026Brigitta Muntendorf: Feiern gegen den KriegÖ1 Intermezzo ++ Zum Start der Wiener Festwochen bringt die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf im Odeon Theater ihre immersive Musiktheater-Produktion "The Day Before" zur Uraufführung. Ein Clubbing im klassizistischen Theatersaal entwickelt sich dabei zu einem Antikriegs-Protest-Ritual. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 17.5.2026
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Folge vom 10.05.2026Plattenbau in der Lagune: Sung TieuSung Tieu im Gespräch mit Christine Scheucher+++Sage mir, wie du wohnst und ich sage dir, wer du bist. Aus dem trashigen Sung Tieu zu Gast bei Christine Scheucher+++Aus dem Mobiliar vergangener Dekade schuf Henrike Naumann Installationen, die die Bruchlinien der deutsch-deutschen Geschichte ausleuchten. Welche Auswirkungen geopolitische Verwerfungen auf die Biografie des Einzelnen haben, fragt auch die vietnamesisch-deutsche Künstlerin Sung Tieu, deren oft minimalistisch anmutende Installationen aus dem Fundus der Archive schöpfen. Gemeinsam mit der im Februar verstorbenen Henrike Naumann bespielt die 39jährige 2026 den Deutschen Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig. Die klassizistische Trutzburg des Deutschen Pavillons verkleidet die Künstlerin mit über drei Millionen Mosaikstücken, die die Fassade eines abgewohnten Plattenbaus in Berlin Hohenschönhausen formen. Dort wuchs die in Vietnam geborene Künstlerin in den 1990er Jahren auf.
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Folge vom 22.02.2026Kluges KI: Kunst als Konjunktiv der BilderEr gilt als hellsichtiger und engagierter Diagnostiker der Gegenwart und hat mit seinen Filmen das deutsche Autorenkino der 1960er, 70er und 80er Jahre geprägt. Alexander Kluge ist Autor, Regisseur und Fernsehmacher. Vielen gilt er als letzter Universalgelehrter Deutschlands. Nun zeigt Alexander Kluge eine Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste, die eine Brücke vom Theater zum Film schlägt. 1962 formulieren junge Filmschaffende das so genannte „Oberhausener Manifest“: eine Kampfansage an den Nachkriegskitsch und die Geburtsstunde des Neuen Deutschen Autorenfilms, der mit Namen wie Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und Alexander Kluge verknüpft ist. Doch die larmoyante Nabelschau so mancher Veteranen der 68er-Bewegung liegt Alexander Kluge nicht. Statt in die Vergangenheit blickt er in die digitale Zukunft. Denn Kluges jüngste Filmprojekte entstehen mit Hilfe der KI.