Sung Tieu im Gespräch mit Christine Scheucher+++Sage mir, wie du wohnst und ich sage dir, wer du bist. Aus dem trashigen Sung Tieu zu Gast bei Christine Scheucher+++Aus dem Mobiliar vergangener Dekade schuf Henrike Naumann Installationen, die die Bruchlinien der deutsch-deutschen Geschichte ausleuchten. Welche Auswirkungen geopolitische Verwerfungen auf die Biografie des Einzelnen haben, fragt auch die vietnamesisch-deutsche Künstlerin Sung Tieu, deren oft minimalistisch anmutende Installationen aus dem Fundus der Archive schöpfen. Gemeinsam mit der im Februar verstorbenen Henrike Naumann bespielt die 39jährige 2026 den Deutschen Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig. Die klassizistische Trutzburg des Deutschen Pavillons verkleidet die Künstlerin mit über drei Millionen Mosaikstücken, die die Fassade eines abgewohnten Plattenbaus in Berlin Hohenschönhausen formen. Dort wuchs die in Vietnam geborene Künstlerin in den 1990er Jahren auf.
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Jeden Sonn- und Feiertag ist in der Pause der Matinee eine Künstler/innenpersönlichkeit zu Gast. Aktuelle Produktionen und Werke werden besprochen, kultur- und tagespolitische Themen diskutiert und Hintergründe beleuchtet. Pointiert, kritisch, informativ.
Folgen von Ö1 Intermezzo
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Folge vom 10.05.2026Plattenbau in der Lagune: Sung Tieu
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Folge vom 12.04.2026Countertenor, Regisseur, Festivalleiter Max Emanuel CencicÖ1 Intermezzo ++ Der österreichische Sänger, Regisseur und künstlerische Leiter des Festivals „Bayreuth Baroque“ Max Emanuel Cencic zeigt eine seiner gefeierten Inszenierungen im MusikTheater an der Wien: Leonardo Vincis "Alessandro nell'Indie". Über seine rein männlich besetzte, überdrehte Revue mit Tanzeinlagen à la Bollywood spricht Cencic ebenso wie über seinen Werdegang und den (vermeintlichen) Barockopern-Boom der vergangenen Jahre. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 12.4.2026
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Folge vom 06.04.2026Dimitré Dinev: "Zeit der Mutigen" und die FolgenEin Erzählband von Balzac öffnete dem 16jährigen Dimitré Dinev im Bulgarien der 1980er Jahre die Augen für Literatur und für die große Freiheit, die sie vermitteln kann. Auf die Flucht in fantastische Welten folgte 1990 die reale Flucht über die grüne Grenze. Und dennoch verfolge ihn das Schiwkow-Regime bis heute, sagt Dinev, der im Roman „Zeit der Mutigen“ (Verlag Kein & Aber) u.a. über Konzentrationslager und niedergeschlagene Aufstände erzählt. 13 Jahre lang hat er ihn – zunächst handschriftlich – verfasst, sich in dutzende Figuren über ein ganzes Jahrhundert hineinversetzt, während er zugleich als Familienvater zwei Töchter beim Heranwachsen begleitete. Wie er die beiden Welten verband und trennte und welche Konsequenzen er durch die Übersetzung des Romans ins Bulgarische zu befürchten hat, erzählt der Schriftsteller im Gespräch mit Judith Hoffmann.Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 6. April 2026.
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Folge vom 22.02.2026Kluges KI: Kunst als Konjunktiv der BilderEr gilt als hellsichtiger und engagierter Diagnostiker der Gegenwart und hat mit seinen Filmen das deutsche Autorenkino der 1960er, 70er und 80er Jahre geprägt. Alexander Kluge ist Autor, Regisseur und Fernsehmacher. Vielen gilt er als letzter Universalgelehrter Deutschlands. Nun zeigt Alexander Kluge eine Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste, die eine Brücke vom Theater zum Film schlägt. 1962 formulieren junge Filmschaffende das so genannte „Oberhausener Manifest“: eine Kampfansage an den Nachkriegskitsch und die Geburtsstunde des Neuen Deutschen Autorenfilms, der mit Namen wie Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und Alexander Kluge verknüpft ist. Doch die larmoyante Nabelschau so mancher Veteranen der 68er-Bewegung liegt Alexander Kluge nicht. Statt in die Vergangenheit blickt er in die digitale Zukunft. Denn Kluges jüngste Filmprojekte entstehen mit Hilfe der KI.