Die Mär von furzenden Klimakuh – warum Methan kein Monster ist
Kaum ein Tier wurde in den vergangenen Jahren so dämonisiert wie die Kuh. Ihr wird vorgeworfen, mit jedem Rülpser das Klima zu zerstören. Dabei ist das Bild von der „furzenden Klimakuh“ wissenschaftlich falsch und politisch überzeichnet. Methan entsteht bei der Verdauung von Pflanzenfasern durch Mikroben im Pansen – ein natürlicher Prozess, der seit Millionen Jahren existiert und den Kohlenstoffkreislauf stabil hält. Die Kuh „produziert“ also kein neues Treibhausgas, sie setzt nur frei, was das Gras zuvor der Luft entzogen hat.
Trotzdem soll nun ein Zusatzmittel namens Bovaer Abhilfe schaffen. Es blockiert im Pansen der Kuh das Enzym, das Methan freisetzt, und senkt so die Emissionen um ein Drittel. Doch Kühe sollen bereits erkrankt im Stall umgefallen sein, Verbraucher kippen die Milch dieser Kühe in den Ausguss. Ungeprüft gingen diese Märchen durch Medien.
Dabei entsteht Methan nicht zufällig, sondern erfüllt im Pansen eine Funktion: Es entfernt Wasserstoff, der bei der Fermentation entsteht. Wird dieser Weg blockiert, muss der Stoffwechsel andere, teils instabilere Umwege gehen. Die Euphorie über das „klimafreundliche Rind“ blendet aus, dass Methan ein kurzlebiges Gas ist, das sich nach rund zwölf Jahren von selbst abbaut. Seine Konzentration bleibt stabil, solange Tierzahlen und Futterbasis gleichbleiben. Von einer „Erschöpfung des Klimabudgets“ kann also keine Rede sein. Methan ist Teil des natürlichen Atems der Erde – von Sümpfen, Mooren, Böden und Tieren.
Ein TE Wecker über Methan, Mikroben und Missverständnisse – die Wahrheit über die Kuh als Klimasünderin.
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Folge vom 09.11.2025Die Mär von furzenden Klimakuh – warum Methan kein Monster ist - TE Wecker am 09.11.2025
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Folge vom 08.11.2025BBCgate: Der britische Böhmermann-Moment - TE Wecker am 08.11.2025BBCgate: Der britische Böhmermann-Moment Die BBC steht im Zentrum eines Manipulationsskandals. Eine Rede Donald Trumps wurde so geschnitten, dass der Sinn sich ins Gegenteil verkehrte. Wenn Haltung zur Nachricht wird: Die BBC hat Trumps Worte verändert – ein Lehrstück über Medienmacht und Gesinnungsjournalismus. Öffentlich-Rechtlich, aber nicht objektiv: Der BBC-Skandal erinnert fatal an die Methoden, die wir aus ARD und ZDF kennen. Webseite: https://www.tichyseinblick.de
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Folge vom 07.11.2025Das höchste CEO-Gehalt aller Zeiten - TE Wecker am 07.11.2025Das höchste CEO-Gehalt aller Zeiten +++ Elon Musks Eine-Billion-Dollar-Wette – Tesla-Aktionäre machen den Weg für Giga-Gehalt frei +++ Sicherheitszone für Grüne: Grüne fordern Schutzbunker für Politiker – Bevölkerung bleibt außen vor +++ Ein Jahr nach Ampel-Aus: Die neue Regierung steckt im alten Stillstand +++ Brandanschlag auf AfD-Politiker: Innenministerium warnt vor linker Gewalt +++ Stahlgipfel ohne Lösung – Regierung schiebt Verantwortung auf EU +++ EU-Zensurgesetz: Steinhöfel warnt vor Angriff auf Meinungsfreiheit +++ China verschiebt Rückflug – Weltraumschrott bedroht Raumfahrer - Marktlücke für Deutsche +++ TE Energiewendewetter +++ Mit dem Code Tichy20 sparen Sie 20% ab einem Mindestbestellwert von 65 €.Gültig nur auf der Webseite www.Sioux.de und nur bis 31.12.2025. Gutschein gilt auch für bereits reduzierte Ware. Keine Barauszahlung möglich. Pro Bestellung kann der Gutschein nur einmal eingesetzt werden. Webseite: https://www.tichyseinblick.de
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Folge vom 06.11.2025Joachim Steinhöfel: Brüssels Krieg gegen kritische Presse und ParteienMit dem Ziel, „die Demokratie zu schützen“, hat die EU eine neue Verordnung erlassen, die seit wenigen Wochen in Kraft ist. Die Verordnung über Transparenz und Targeting politischer Werbung (TTPA) soll verhindern, dass politische Prozesse durch reiche Interessengruppen oder ausländische Staaten wie Russland beeinflusst werden. In Wirklichkeit entpuppt sich diese Verordnung als Instrument, mit dem unliebsame Medien und Parteien marginalisiert werden können, erklärt der bekannte Medienrechtsanwalt Joachim Steinhöfel im Gespräch mit Maximilian Tichy. Denn Werbung für politische Themen – oder Werbung für Inhalte, die sich kritisch mit Politik auseinandersetzen – wird mittels bürokratischer Hürden sehr aufwändig und teuer gemacht. Besonders betroffen sind Medien und Parteien, die in den öffentlich-rechtlichen Medien nicht vorkommen dürfen. Parteien wie AfD und BSW werden dadurch massiv benachteiligt. Joachim Steinhöfel weis auch darauf hin, wie sehr die Meinungsfreiheit in den sozialen Medien bereits eingeschränkt ist. Der Fall „Schwachkopf“, Hausdurchsuchungen bei Prof. Norbert Bolz oder Ermittlungen wegen des Verdachts auf Volksverhetzung gegen Nius-Chef Julian Reichelt zeigen, dass viele Staatsanwaltschaften und Richter schon lange jedes Maß verloren haben.