Am 22. Januar 2024 waren die Superintendentin der Evangelischen Kirche in Wuppertal, Ilka Federschmidt, und die Architektin und Bauhistorikerin Barbara Schulz zu Gast in der Politische Runde. Es ging um die Geschichte des KZ Kemna und die Pläne der evangelischen Kirche für das Gelände, das die Kirche 2019 erworben hat. Ilka Federschmidt berichtete von der Bedeutung des Lagers und den Opfern wie Fritz Brass, Karl Ibach, Max Leven und vielen mehr, die dort gefoltert und misshandelt wurden. Federschmidt berichtete vom Charakter des Lagers und der Rolle bei der zielgerichteten und systematischen Zerstörung der Opposition des NS-Regimes. Obwohl seit der Schließung des Lagers 1934 das Gebäude mehrfach umgebaut wurde, lassen sich im Erdgeschoss noch Spuren des Lagers finden, erklärte die Bauhistorikerin Barbara Schulz, und auch zwei Folterorte lokalisieren. Welche Rolle die evangelischen Seelsorger im KZ spielten und wie die evangelische Kirche mit ihrer Verantwortung als Eigentümerin des Gebäudes jetzt umgehen will, erfahren Sie in diesem Podcast.
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Folge vom 23.01.2024"Der Gedenkort KZ-Kemna steht dafür, dass so etwas nicht wieder passiert."
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Folge vom 12.12.2023"Der Rat kann viele wichtige Sachen nicht entscheiden"Am 11. Dezember 2023 waren zum Abschluss des Jahres der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Detlef Sack und die Fraktionsvorsitzenden von FDP und CDU im Stadtrat, Karin van der Most und Hans-Jörg Herhausen zu Gast in der Politischen Runde. Wir sprachen über die Funktion der Beigeordneten in einer Kommune, die gescheiterte Wahl von Johannes Vogel im Sommer und generell das Verhältnis zwischen Rat und Stadtverwaltung. Thematisiert wurde auch, ob eine Parteimitgliedschaft bei der Qualifikation eines Bewerbers oder einer Bewerberin notwendig ist. In der Debatte wurden verschiedene Dilemmata deutlich, die sowohl die Stadtverordneten, die Beigeordneten als auch die Verwaltung betreffen. Welche das sind, hören Sie in diesem Podcast.
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Folge vom 05.12.2023"Wuppertal ist eine Stadt, die anfängt zu pulsieren"Am 4. Dezember 2023 stellte sich die Politische Runde die Frage, wie zukunftsfähig Wuppertal ist. Ausgelöst hat die Frage der Disparitätenbericht "Ungleiches Deutschland" der Friedrich-Ebert-Stiftung, die von Martin Hennicke vorgestellt wurde. Die Wuppertaler Perspektive brachte der Stadtdirektor und langjährigen Sozial- und Jugenddezernent Stefan Kühn von der Stadt Wuppertal ein. Mit einer Kinderarmut von 28,5%, hohen Ausgaben für Sozialleistungen und einer durch Armut ausgelösten geringen Wahlbeteiligung gibt es Werte, die bedenklich stimmen. Aber: "So schlecht ist Wuppertal nicht aufgestellt", sagt Martin Hennicke. Die Indikatoren Branchenmix, Patente und Gründungen geben Grund zur Hoffnung. Am Ende bleibt es jedem selbst überlassen, ob das Glas halb leer oder halb voll ist.
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Folge vom 21.11.2023"Wenn wir keine Fahrerinnen und Fahrer haben, brauchen wir von Verkehrswende gar nicht zu sprechen"Seit 30 Jahren ist Sabine Schnake bei den WSW mobil beschäftigt, am 20. November 2023 war sie zum ersten Mal als Geschäftsführerin des Wuppertaler Mobilitätsunternehmens zu Gast in der Politischen Runde. Im Gespräch mit Stefan Seitz ging es um ihren Werdegang und damit verbunden auch um die Aufs und Abs des Wuppertaler ÖPNVs seit den 1990er Jahren. Aber nicht nur die Vergangenheit war Gesprächsthema, sondern vor allem die Gegenwart, die man so zusammenfassen könnte: Finanzierung, Finanzierung, Finanzierung. Das Deutschlandticket war ebenso Thema wie der reduzierte Fahrplan, der Personalmangel und natürlich die Fragen der Verkehrswende.