Es war ein kurzweiliger Abend in der Politischen Runde, in der Stefan Berger am 28. September 2020 über die Entwicklung der Arbeiterschaft im 19. Jahrhundert berichtete und dabei England und Deutschland zum Vergleich heranzog. Er betonte den regionalen (statt nationalen) Charakter der Industrialisierung und die Kapitalisierung aller Verhältnisse im 19. Jahrhundert ("Alles wird zur Ware"). Er thematisierte die Fabrikarbeit und das Elend, dass diese verursachte und erklärte, welche Antworten in Deutschland und Großbritannien darauf gefunden wurden. Berger verglich konservative, liberale, christliche und frühsozialistische Reaktionen, um dann auf den wissenschaftlichen Sozialismus von Marx und Engels, dieser einzigartige "intellektuelle Partnerschaft von Wuppertal, Trier, London und Manchester" zu sprechen zu kommen. Seine Analyse gibt es bei uns zum Nachhören.
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149 Folgen
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Folge vom 29.09.2020Alles wird zur Ware
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Folge vom 23.09.2020History and Nature: Engels, Marx and DarwinAm 21. September feierte die Politische Runde eine Premiere. Zum ersten Mal wurde ein Gast per Videokonferenz aus London zugeschaltet, während gleichzeitig Hörer*innen online und im Forum den Abend verfolgten. Leider hat technisch nicht alles geklappt, so dass der Podcast diesmal in einer schlechteren Tonqualität aufgenommen wurde. Dennoch wollen wir Ihnen den Vortrag von Gareth Stedman Jones in englischer Sprache nicht vorenthalten. Gareth Stedman Jones thematisiert in seinem Vortrag der Welt der (Universal)gelehrten des 19. Jahrhunderts und hinterfragt, welchen Ideen und Philosophien Karl Marx und Friedrich Engels anhingen. Er erläutert dies am Beispiel der Werke von Charles Darwin und zeigt, wie verwoben die Ideen, Forschungsrichtungen und Theorien der Wissenschaft im 19. Jahrhundert waren. Kein Marx ohne Engels, aber auch kein Engels ohne Darwin, Locke, Owen, Spinoza etc. Hinter allem steht die Frage: Was macht die Natur des Menschen aus?
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Folge vom 15.09.2020Kein deutsches Manchester!Ein deutsches Manchester? Eine Höllenstadt? Eine Boomstadt? Was war das Wuppertal, und damit waren Elberfeld und Barmen gemeint, eigentlich im 19. Jahrhundert? Dieser Frage ging die Politische Runde am 14. September nach und hatte Prof. Rudolf Boch aus Chemnitz zum Vortrag geladen. Der Historiker betrachtete die Geschichte des Wuppertals im Vergleich zu Manchester und arbeitete die ganz eigene Besonderheit der beiden Städte heraus: Wie tickte das Bergische Land, was hatte die Region mit Südwest-Sachsen gemein und warum investierten bergische Unternehmer in Mexiko anstatt im Ruhrgebiet? Welche Rolle spielte die Heimarbeit, wohin verkauften sich die Barmer und Elberfelder Artikel und warum ist die Industrialisierung des Wuppertals nur der Anfang der größten Industrialisierung aller Zeiten, die wir heute in Asien erleben? Das alles sind die Themen des live aufgezeichneten Podcastes. Die Folien dies Vortrags haben wir zum besseren Verständnis hier online gestellt: https://politische-runde.de/wp-content/uploads/2020/09/Boch.pdf
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Folge vom 08.09.2020Die Welt (der Arbeit) zur Zeit Friedrich EngelsWie haben die Menschen im 19. Jahrhundert gelebt und vor allem gearbeitet? Der Amsterdamer Historiker Marcel van der Linden nahm die Politische Runde am 7. September mit auf eine Reise um die Welt und berichtete von Migrationsströmen, Arbeitsformen und Arbeiterbewegungen in der ganzen Welt. Er erzählte, warum die Auswanderung aus Europa die Industrialisierung und die starke Stellung der Gewerkschaften erst möglich machte und wie der globale Süden und der globale Norden davon betroffen waren. In der Diskussion plädierte er dafür den Arbeiterbegriff weiter zu fassen und ging auch auf die Gegenwart der Arbeiterbewegung ein. Die Aufzeichnung aus dem Forum der Bergischen Volkshochschule hat einige wenige Tonstörungen, für die wir um Entschuldigung bitten.