Manchmal muss Literatur wehtun: Am 25. Juni 1983 schneidet sich der Schriftsteller Rainald Götz vor laufenden Fernsehkameras mit einer Rasierklinge in die Stirn. Dann liest er seinen Wettbewerbstext für den Ingeborg-Bachmann-Preis, während das Blut aufs Manuskript tropft. Den Bachmannpreis nimmt der junge Provokateur aus München damit nicht nach Hause - aber die mediale Aufmerksamkeit ist ihm sicher. Nicht nur wegen der Rasierklinge. Sein Text "Subito" ist tatsächlich gute Literatur, provokant und aufregend. Über die nächsten Jahrzehnte bleibt Götz einer der spannendsten Schriftsteller in deutscher Sprache.
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Folge vom 09.11.2021Rainald Goetz - Literatur ist Pop
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Folge vom 08.11.2021Trümmerliteratur - Schreiben in der NachkriegszeitNach dem Zweiten Weltkrieg liegt Deutschland in Trümmern. Junge Kriegsheimkehrer erzählen vom Grauen der Schlachtfelder und von der Suche nach einem Neuanfang. Sie schreiben, um zu warnen.
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Folge vom 04.11.2021Urin - das verkannte AbwasserUnsere Nieren produzieren täglich eine Badewanne voll Urin! Der Großteil wird direkt recycelt. Was "unten" rauskommt ist ein Konzentrat voller Abfallstoffe, das viel über unser Innenleben verrät - und ein wertvoller Rohstoff ist.
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Folge vom 03.11.2021Madeleine Delbrêl - Von der Atheistin zur MystikerinVon der Atheistin zur Mystikerin, das ist der Weg von Madeleine Delbrêl. Sie geht diesen Weg voller Wendungen aufrichtig und beharrlich. Sie belässt es nicht bei frommen Gedanken, sondern engagiert sich tätig als Sozialarbeiterin. Ihr Weg zu Gott ist auch ihr Weg zu sich selbst.