Dies ist die Geschichte eines Eis, die in München beginnt und in der Welt endet: Das Ei ist vergangenes Jahr, eine Woche nach Ostern, aber noch vor Ablauf seines Mindesthaltbarkeitsdatums zusammen mit hunderten anderen unbeschädigten Eiern in der Mülltonne eines bayerischen Supermarkts gelandet. Verpackt in der Gegend um Magdeburg, gelegt in Holland von einem Freilandhuhn. Sehr wahrscheinlich hat dieses Huhn Soja zu fressen bekommen, das die EU tonnenweise unter anderem aus Südamerika importiert - mit fatalen Folgen: Seit 2001 wurden, so hat es die Umweltorganisation WWF berechnet, über acht Millionen Hektar natürliche Vegetation weltweit für den Sojanbau vernichtet. Land, dessen ökologische Vielfalt so auf Dauer zerstört wird. Land aber auch, das dann der Landwirtschaft vor Ort fehlt. Das so gelegte Ei - christliches Symbol des Lebens und der Hoffnung - landet am Ende im Müll in der bayerischen Landeshauptstadt. Eine Geschichte also, die beinahe einmal um die Welt führt und zeigt, was das Konsumverhalten hierzulande mit den rund drei Millionen Kindern unter sechs Jahren zu tun hat, die jedes Jahr in den ärmeren Ländern der Welt am Hunger und seinen Folgen sterben. Denn jährlich landet in Deutschland nicht nur dieses Ei im Müll, sondern rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel. Und das sind Nahrungsmittel, die anderenorts dringend zum Leben und Überleben gebraucht werden. Letztlich geht es bei dem einen Ei um die Frage nach globaler Gerechtigkeit sowie die Bewahrung der Schöpfung.
Religiös
Religion - Die Dokumentation Folgen
Einblicke in das, was die Welt im Innersten zusammenhält, was Menschen unbedingt angeht. Wir erzählen von existentiellen Erfahrungen, berichten über spannende Diskurse aus Religion und Spiritualität - und sind in geistigen Welten unterwegs.
Folgen von Religion - Die Dokumentation
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Folge vom 14.04.2022Ei-mal um die Welt - Was unser Konsum mit dem Welthunger zu tun hat
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Folge vom 14.04.2022Das Geheimnis von Qumran - Die Botschaft der Schriftrollen vom Toten MeerVor 75 Jahren machte ein Beduinenjunge am Toten Meer einen sensationellen Fund: Rund 2.000 Jahre alte Schriftrollen mit biblischen Texten. Was sich aus den antiken Schriftrollen von Qumran für die heutige Zeit lernen lässt, erzählt Uwe Birnstein in den Evangelischen Perspektiven.
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Folge vom 14.04.2022Durchgeatmet? Aufgestanden! - Persönliche Auferstehungsgeschichten zu OsternNach zwei Jahren Pandemie kommt das Aufstehen für manchen einer persönlichen Auferstehung gleich: Aufstehen nach langer Krankheit, Aufstehen und Rausgehen nach dem Quarantäne-Ende oder das Aufstehen für die eigenen Rechte, die während Corona zu kurz kamen. Zu Ostern erzählt Veronika Wawatschek in den Evangelischen Perspektiven ganz persönliche Geschichten vom Aufstehen und Auf-erstehen.
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Folge vom 14.04.2022Das Mädchen, das vom Himmel fiel - Ostern ist das Fest der Zuversicht und Hoffnung auf eine lebendige ZukunftWie kann es gelingen, in belastenden, scheinbar aussichtslosen Situationen eine zuversichtliche Einstellung zum Leben zu bewahren? Oder zurück zur Zuversicht zu finden, wenn sie zwischenzeitlich verloren gegangen ist? Fragen, mit denen sich Rüdiger Offergeld befasst - heute am Ostersonntag, dem Fest der Auferstehung Jesu und der Hoffnung.