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Rotlichttherapie Folgen
Was passiert, wenn eine Domina, eine Sexualtherapeutin und ein Psychiater gemeinsam über Beziehungen, Sexualität und mentale Gesundheit sprechen? In „Rotlichttherapie“ sprechen Nina Workhard, Dr. med. Pablo Hagemeyer und Dr. Meriam Axtmann über die großen Fragen rund um Liebe, Sexualität und mentale Gesundheit. Wie entstehen Beziehungen? Warum sehnen wir uns nach Nähe? Und was verraten unsere unausgesprochenen Wünsche und Vorlieben über uns selbst? Persönliche Geschichten treffen auf psychologische und therapeutische Einordnung: offen, fundiert und ohne Tabus. Denn egal ob im Rotlicht, in der Therapie oder im Alltag: Die Geschichten sind oft dieselben. „Rotlichtherapie“ ist ein Podcast von SWR3. Schickt uns Feedback oder schnepfige Grüße an: rotlicht@swr3.de +++ Nicht nur hören, sondern auch sehen! Den Podcast gibt es auch als Video +++
Folgen von Rotlichttherapie
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Folge vom 04.09.2025Kong: Therapie statt StrafeHabt ihr euch schon mal krankschreiben lassen, obwohl ihr eigentlich nicht krank wart? Unser Gast hat das quasi in extrem gemacht. Kong ist einer von Max ältesten Freunden, sie haben gemeinsam Drogen gedealt, Körperverletzungen begangen, waren gemeinsam auf Flucht, standen zusammen vor Gericht. Aber sie waren nur teilweise gemeinsam im Gefängnis, denn Kong bekam ein anderes Urteil. Er wurde nach Paragraf 64 des Strafgesetzbuchs für die letzten Jahre seiner Haftstrafe in einer Entziehungsanstalt untergebracht. Vor Gericht und beim Gutachter konnte er davon überzeugen, dass eine Drogensucht Ursache für seine Straftaten war, obwohl er die Drogen in Wahrheit nur gedealt und nicht selbst konsumiert hat. Kong hatte nur Gras geraucht, was damals noch illegal war, aber nicht für eine Therapie gereicht hätte. Somit verkürzte sich seine Haftstrafe und nach fünf Jahren wechselte er in die Entziehungsanstalt. Doch das entpuppte sich nicht unbedingt als die bessere Alternative. Gemeinsam mit anderen Straftätern machte er eine Art Zwangstherapie: Bei Verstößen ging es direkt zurück in Haft und die Therapeuten, denen gegenüber er sich öffnen sollte, waren dieselben Personen, die ihn für falsches Verhalten bestraften. Eine paradoxe Situation, finden Max, Roman und Nina. Kann eine Therapie unter Zwang überhaupt funktionieren? Schreibt uns unter gjh@swr3.de.
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Folge vom 28.08.2025Ninas erste „Kaviar”-Session„Kaviar“, „Schokolade”, „Pralinen” - das sind szenetypische Synonyme für Kot im BDSM-Bereich. Beim „Scat”-Fetisch dreht sich alles um die Exkremente von anderen und die Aufnahme von diesen. Diesen Fetisch bedient auch Domina Nina und berichtet von ihrer ersten „Kaviar”-Session. Gemeinsam mit Roman und Max geht es um die besondere Verantwortung, die Nina dabei übernehmen muss. Neben ernährungstechnischen und gesundheitlichen Faktoren spielen auch die körperliche und psychische Vor- und Nachversorgung eine große Rolle. Nina beschreibt ihr Kunden als ganz unauffällige, durchschnittliche Menschen. Der Wunsch nach “Scat” reift oft über Jahrzehnte hinweg und entwickelt sich häufig aus einem geringen Selbstwertgefühl und dem Wunsch erniedrigt zu werden. Für Ninas Kunden bedeutet eine Session oft Erregung und Erleichterung zugleich, was Nina wiederum Freude bereitet. Schreibt uns unter gjh@swr3.de.
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Folge vom 21.08.2025Roman: Ist es krank, ständig auf das Handy zu schauen?Wenn Roman morgens aufwacht, geht der erste Griff zum Handy, um erstmal Instagram zu checken. Als Content-Creator ist das Teil seiner Arbeit, aber dann wird doch noch ein bisschen Content konsumiert und schwupp sind 30 Minuten am Morgen vorbei. Für viele ist der morgendliche Griff zum Handy völlig normal. Social-Media-Konsum ist allgemein eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland. Und wenn alle etwas machen, kann es dann überhaupt krank sein? Auch Max und Roman checken ihre Bildschirmzeiten und stellen fest, wie viele Stunden sie pro Tag am Smartphone hängen. Denn Handys bieten für jeden Suchtpotential, ob über Arbeit, Social Media oder Games. Obwohl alle drei wissen, dass Social Media ihrer Stimmung nicht gut tut und auch Langzeitfolgen wie Fehlhaltungen bekannt sind, geht der Griff in jeder freien Minute ganz intuitiv zum Handy in der Hosentasche. Roman ist sich seinem Verhalten bewusst und möchte das auch ändern. Für ihn ist das ein klassischer Fall von Suchtverlagerung: Psychische und sozialen Funktionen, die z. B. durch den Konsum von Substanzen erfüllt wurden, werden jetzt durch anderes Verhalten erfüllt. Seit seinem Drogenentzug führt eine Suchtverlagerung zur anderen, von Drogenkonsum, zu exzessivem Essen, exzessivem Arbeiten oder Social Media Konsum. Um aus diesem Kreis rauszukommen, müssen die Ursachen bekämpft werden, statt die eine Sucht durch eine andere zu ersetzen. Schreibt uns unter gjh@swr3.de. Podcasttipp “Reisegruppe Gamescom”: https://www.ardaudiothek.de/sendung/reisegruppe-gamescom/urn:ard:show:161e39a5d031080b/
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Folge vom 14.08.2025Dr. Pablo Hagemeyer: Ab wann ist Narzissmus krank?Zu Gast ist Dr. Pablo Hagemeyer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit Schwerpunkt Persönlichkeitsstörungen, besonders Narzissmus. Er behauptet, selbst ein Narzisst zu sein, und zwar ein netter und kein krankhafter. Gibt es das überhaupt oder ist das schon wieder krank? Wie schon in der Narzissmus-Folge mit Maximilian erwähnt, hat jeder Mensch narzisstische Anteile. Deshalb kann eine klare Trennlinie zwischen gesunden und krankhaftem Narzissmus nur schwer gezogen werden. Doch Pablo ist es wichtig, Narzissmus nicht automatisch mit Boshaftigkeit gleichzusetzen. Es gibt verschiedene Typen. Er beschreibt, warum ein fragiles Selbstwertgefühl dazu führen kann, welche Rolle Aufmerksamkeit spielt und warum er als Psychiater sehr viel häufiger die Opfer von pathologischem Narzissmus erlebt, als die eigentlich Betroffenen. Nina, Roman und Maximilian wollen von Pablo wissen, wo sie selbst auf der Narzissmus-Skala stehen und unterziehen sich dazu einem Test mit 5 Kriterien. Die Drei haben viele Fragen: Warum wirkt ein Narzisst am Anfang oft so sympathisch? Wie trägt Social Media dazu bei, dass sich narzisstische Anteile stärker ausbilden? Kann ein Narzisst überhaupt reflektieren und Empathie lernen? Pablo Hagemeyer sagt: Ja, kognitive, also geistige Empathie ist möglich. Die Krankheit, also eine Persönlichkeitsstörung, liegt dann vor, wenn die selbstsüchtigen Eigenschaften so ausgeprägt sind, dass sie zu Leiden oder deutlichen Beeinträchtigungen im Umgang mit anderen führen. Demnach leidet Pablo selbst nicht. Ob ihr ihn nun nett findet, dürft ihr selbst entscheiden. Schreibt uns unter gjh@swr3.de. Podcasttipp Annelies Royale Welt: https://www.ardaudiothek.de/sendung/annelies-royale-welt/urn:ard:show:1c44240e68b90631/