Die zweite Staffel von "Bridgerton" gefällt Melanie Letschnig weniger als die erste. Erzählstränge wurden fallengelassen, Frauenfiguren vernachlässigt, die Sexszenen wirken viel gehetzter, sagt die Filmwissenschafterin. Dass sie die neuen Folgen der Netflix-Kitschoper immer noch mit sieben von zehn möglichen Punkten bewertet, hat vor allem mit dem Schauwert der Serie zu tun und ihrer verbliebenen politischen, feministischen und diversen Kraft. "Bridgerton" ist jedenfalls auch in der zweiten Staffel mehr als "Rosamunde Pilcher mit Sex", sagen auch Doris Priesching und Thorben Pollerhof vom STANDARD.
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Serienreif, der STANDARD-Podcast über Serien und alles, was dazu gehört. Hier wird besprochen, was die Serientäter- und täterinnen von DER STANDARD gerne sehen, geben Orientierung im Seriendschungel und diskutieren mit Experten und Expertinnen über die Hintergründe und bewegenden Themen aktueller Produktionen von Netflix, Amazon, HBO, Sky und Co. Moderation & Redaktion: Doris Priesching, Michael Steingruber | Produktion: Christoph Grubits
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Folge vom 31.03.2022Wie schlecht ist die zweite Staffel von "Bridgerton"?
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Folge vom 17.03.2022"House of Cards" in der Ukraine? Wie Wolodymyr Selenskyj Präsident wurde2015 begann Wolodymyr Selenskyjs Aufstieg zum Comedystar. 2019 war er nach mehr als 50 Folgen von "Diener des Volkes" Präsident der Ukraine. Serienreif-Gastgeberin Doris Priesching fragt bei STANDARD-Kulturredakteur Stefan Weiss nach: War das der Plan? Wann fasste Selenskyj den Entschluss, an die politische Spitze des Landes zu wollen? Wie kommt der Westen in der Comedy weg? Was haben Plutarch, Che Guevara und Iwan der Schreckliche in der Serie zu suchen? Und was hat Selenskyj mit Frank Underwood aus "House of Cards" gemein? Die erste Folge von "Diener des Volkes" ist derzeit in der Arte-Mediathek abrufbar.
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Folge vom 03.03.2022Schlachten, Sex und Wikinger-Helme: Die Wahrheit über "Vikings: Valhalla"Was die Spannung betrifft, so scheint sich Matthias Toplak ganz gut unterhalten zu haben. Sieben von zehn Punkten gibt er "Vikings: Valhalla". Was die Faktengenauigkeit betrifft, fällt die Wertung des Archäologen und Leiters des Wikingermuseums Haithabu in Schleswig hingegen niederschmetternd aus: Null Punkte. Historische Ereignisse, Kostüme, Ausstattung, Liebe, Sex und Wikinger-Helme – für Toplak stimmt das hinten und vorne nicht. Wie es wirklich war, erklärt er Doris Priesching in der neuen Folge von "Serienreif" .
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Folge vom 17.02.2022Hochstapeln, aber richtig: Stärken und Schwächen von "Inventing Anna"Unter dem falschen Namen Anna Delvey täuschte die deutsch-russische Hochstaplerin Anna Sorokin Anfang der 2010er-Jahre die New Yorker Geldelite. Mit der Netflix-Serie "Inventing Anna" setzt die US-Produzentin Shonda Rhimes ("Grey's Anatomy", "Bridgerton") der Betrügerin ein vielbeachtetes Denkmal. Kann man machen, sagt "Serienreif"-Podcasterin Doris Priesching. Nur nicht so, meint STANDARD-Kulturredakteur Christian Schachinger. Von zehn möglichen Punkten gibt er "Inventing Anna" gerade noch fünf. Richtiges Hochstapeln will gelernt sein, vor allem muss man selber daran glauben, und daran hapert es. Ein Gespräch über die Kulturtechnik des Hochstapelns und warum die Angeberei im Moment zwischen Instagram und BMI gerade ganz hoch im Kurs steht. Dazu gibt es einen Exkurs über die Lächerlichkeit der Darstellung von Journalismus in Serien.