Wir alle tun es, haben es seit jeher getan. Als Kinder, wie als Erwachsene - selbst Tiere tun es: wir alle spielen. Aber wozu eigentlich? Nicht nur, um uns die Zeit zu vertreiben, wenn es nach dem Kulturhistoriker Johan Huizinga geht. Spielen ist Weltzugang. Und doch gilt das “Daddeln” nicht selten als sinnloser Zeitvertreib. Außer, wer aus dem Spiel Kapital schlägt, ob als Fußballprofi, Schachmeister*in oder Online-Gamer*in. Aber ist das dann überhaupt noch ein Spiel? Zeichnet das Spiel nicht gerade seine Absichtslosigkeit aus? In der Hoffnung, eine Antwort auf diese Fragen zu erhalten, hat sich Marilena mit Dominik Erhard, Redakteur beim Philosophie Magazin, getroffen.
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Sinneswandel Folgen
Sinneswandel ist ein Podcast zwischen Philosophie und Popkultur. Die Journalistin Marilena Berends spricht über Sinnsuche, Kreativität, Selbstzweifel, gesellschaftliche Brüche und das Leben im Dauerwandel. Sie denkt laut über Themen wie Nachhaltigkeit, Sinn, Zukunft der Arbeit oder gesellschaftliche Veränderungen nach. Dabei verbindet sie persönliche Beobachtungen mit philosophischen Gedanken. Menschen und Geschichten stehen im Mittelpunkt – sie zeigen, wie wir anders denken und handeln können, wenn wir wollen.
Folgen von Sinneswandel
183 Folgen
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Folge vom 10.01.2022Dominik Erhard: Wozu spielen wir eigentlich?
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Folge vom 14.12.2021kæte mayor: (W/H)ANDELNIch habe lange überlegt, mit welchen Worten ich Sinneswandel in diesem Jahr verabschieden möchte. Am Ende sind es nicht mal meine Eigenen geworden - aber irgendwie auch doch. Denn gibt es etwas Schöneres, als sich in den Gedanken eines anderen wiederzufinden? In ihrem Gedicht bewegt sie sich kæte mayor von “friedlicher Zerrissenheit”, Umkehrschlüssen, Wagnissen auf der Reise durchs “kosmische Chaos”, das sich Leben nennt. Ein stetiges “(W/H)ANDELN”.
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Folge vom 30.11.2021I’ll be your mirrorSpiegelneuronen - ohne die Nervenzellen in unseren Gehirnen wären wir vielleicht nicht in der Lage, uns in andere hineinzuversetzen. Reflexion, sich spiegeln - im Außen, wie im Innen. Dafür braucht es Substanz - etwas, auf dem sich Projizieren lässt, sonst sehen wir nicht. Wie ein Diaprojektor, den man in die Leere richtet. Nichts. Betrachten wir Kunst, werden wir einerseits mit uns selbst konfrontiert, wie auch mit der Künstlerin - eine Synthese zweier Blicke. Inspiriert durch den Besuch der Ausstellung “Klasse Gesellschaft” in der Hamburger Kunsthalle mit den Künstlern Lars Eidinger und Stefan Marx, ist dieser kurze Impuls entstanden.
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Folge vom 23.11.2021Florian Illies: (Braucht es mehr) Liebe in Zeiten des Hasses?Es sei nicht möglich, eindeutige Lehrsätze aus der Vergangenheit für die Gegenwart zu ziehen, aber jede Generation solle versuchen Fragen an die Geschichte zu stellen - weil das Überraschende sei, so Florian Illies, dass die Geschichte uns dann ganz neue Antworten gebe. In seinem neuen Buch “Liebe in Zeiten des Hasses” erkundet der Autor und Kunsthistoriker die “Goldenen Zwanziger” anhand ihrer Beziehungskonstellationen. Denn die Liebe, so Illies, eröffne uns neue Perspektiven auf die Zeit. Was wir aus der Geschichte und durch die Gefühlseindrücke der Protagonisten aus der Berliner und Pariser Boheme lernen können, darüber hat Marilena Berends mit dem Autor selbst gesprochen.