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Sprachpfade

Wir sind zwei sprechbegeisterte Sprachwissenschaftler und tagtäglich wandeln wir auf den Pfaden der Sprache: Wir erkunden, legen frei und manchmal verirren wir uns. Da der Weg das Ziel ist, wagen wir uns in alle Winkel der Sprachwissenschaft. Von unseren wechselseitigen Ausflügen erzählt alle zwei Wochen der eine dem anderen - und ihr könnt mitkommen. Ein Podcast von Anton und Jakob.

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Folgen von Sprachpfade

54 Folgen
  • Folge vom 28.06.2026
    6.6 Präteritum vs. Perfekt: Sprachwandel live
    Im Deutschen vollzieht sich gerade ein Sprachwandel vor unseren Augen: Das Präteritum schwindet und das Perfekt breitet sich immer weiter aus. Dieser Sprachwandel vollzieht sich bereits seit Jahrhunderten und wird wohl auch noch etwas dauern - das Beste ist: Wir können ihn live beobachten. Wie vollzieht sich der Wandel vom Präteritum zum Perfekt? Welche Faktoren spielen eine Rolle? Und woher kommen Präteritum und Perfekt überhaupt? Diese und andere Fragen klärt Jakob in der Folge.Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Podcast „Sprache und Gender(n) Episode 5. Historische Dimensionen“ bei der Jakob zu Gast war: https://spracheundgendern.de/episode/episode-5-historische-dimensionen/___Weiterführende Literatur:  Wilhelm Braune/Frank Heidermanns (2023): Althochdeutsche Grammatik I. Phonologie und Grammatik, 17. Auflage, Berlin/Boston, S. 366-367 und S. 395-396.Hanna Fischer (2018): Präteritumschwund im Deutschen. Dokumentation und Erklärung eines Verdrängungsprozesses, Berlin/Boston.Hanna Fischer (2021): „Präteritumschwund im Deutschen. Neue Erkenntnisse zu einem alten Rätsel“, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 143.3, S. 331–363.Jürg Fleischer/Oliver Schallert (2011): Historische Syntax des Deutschen. Eine Einführung, Tübingen, Kap. 8.2.Melitta Gillmann (2016): Perfektkonstruktionen mit ‚haben‘ und ‚sein‘. Eine Korpusuntersuchung im Althochdeutschen, Altsächsischen und Neuhochdeutschen, Berlin/Boston.Sofie Nilsson (2016): Das perfektische Präteritum im Deutschen, Lund.Hans Ulrich Schmid (2023): Althochdeutsche Grammatik II. Grundzüge einer deskriptiven Syntax, Berlin/Boston, S. 142-143.Renata Szczepaniak (2011): Grammatikalisierung im Deutschen. Eine Einführung, 2. Auflage, Tübingen, Kap. 6.1 und Kap. 6.3.Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:  anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com  ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6 
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  • Folge vom 12.06.2026
    6.5 Kleine Bilder, große Wirkung: Wie Emojis unsere Kommunikation steuern
    Kaum eine Nachricht kommt heute ohne sie aus: Emojis ?✌️. Aber was unterscheidet sie eigentlich von Smileys und Emoticons?? Woher stammen die kleinen Bildzeichen, und warum nutzen wir sie so selbstverständlich? In dieser Folge wandeln wir auf dem Pfad der Emojis: Von den Anfängen digitaler Symbolsprache bis zur heutigen Emoji-Kultur. Dabei schauen wir uns an, wie Emojis unsere Onlinekommunikation ? beeinflussen – von Gefühlsausdrücken ? über Ironie ? bis hin zu sozialen Signalen ?. Und am Ende verraten wir euch, was unsere fünf am meisten verwendeten Emojis sind – viel Spaß!Ein Podcast von Anton und Jakob.  Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ---Literatur:Beißwenger, Michael & Steffen Pappert. 2022. Handeln mit Emojis: Grundriss einer Linguistik kleiner Bildzeichen in der WhatsApp-Kommunikation. DuEPublico. https://doi.org/10.17185/DUEPUBLICO/75179.Dürscheid, Christa & Christina Margrit Siever. 2017. Jenseits des Alphabets – Kommunikation mit Emojis. Zeitschrift für germanistische Linguistik 45(2). 256–285. https://doi.org/10.1515/zgl-2017-0013.Pappert, Steffen. 2017. Zu kommunikativen Funktionen von Emojis in der WhatsApp-Kommunikation. In Michael Beißwenger (Hrsg.), Empirische Erforschung internetbasierter Kommunikation, 175–212. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110567786-007.Vertiefung:Bai, Qiyu, Qi Dan, Zhe Mu & Maokun Yang. 2019. A Systematic Review of Emoji: Current Research and Future Perspectives. Frontiers in Psychology 10. 2221. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2019.02221.Dürscheid, Christa. 2016. Nähe, Distanz und neue Medien. In Helmuth Feilke & Mathilde Hennig (Hrsg.), Zur Karriere von ›Nähe und Distanz‹. Berlin, Boston: De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110464061-013.König, Katharina. 2019. Stance taking with ‘laugh’ particles and emojis – Sequential and functional patterns of ‘laughter’ in a corpus of German WhatsApp chats. Journal of Pragmatics 142. 156–170. https://doi.org/10.1016/j.pragma.2019.01.008.Riordan, Monica A. 2017. Emojis as Tools for Emotion Work: Communicating Affect in Text Messages. Journal of Language and Social Psychology. SAGE Publications Inc 36(5). 549–567. https://doi.org/10.1177/0261927X17704238.Siebenhaar, Beat. 2018. Funktionen von Emojis und Altersabhängigkeit ihres Gebrauchs in der Whatsapp-Kommunikation. In Arne Ziegler (Hrsg.), Jugendsprachen/Youth Languages, 749–772. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110472226-034.---weitere Links:Kurze Zusammenfassung von BpB anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Smileys: https://www.bpb.de/kurz-knapp/taegliche-dosis-politik/513187/vor-40-jahren-erfindung-des-digitalen-smiley/Ein interessantes Interview von Sara Geisler und dem Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch zu Emojis: https://www.fluter.de/wie-beeinflussen-emojis-unsere-spracheAllgemeine Fakten zu Emojis: https://de.wikipedia.org/wiki/EmojiAllgemeine Fakten zu Emoticons: https://de.wikipedia.org/wiki/EmoticonInformationen zu Unicode: https://de.wikipedia.org/wiki/Unicode und https://home.unicode.orgRätsel zu Beginn der Folge: https://www.geo.de/geolino/spiele/25865-thma-streichholzraetselBedeutung von Emojis: https://emojipedia.org Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:  anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com  
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  • Folge vom 29.05.2026
    6.4 Das Pirahã und Dan Everett
    2005 veröffentlicht Dan Everett, ehemaliger Missionar und jetzt Linguist, einen zutiefst kontroversen Aufsatz über die Sprache und das Volk der Pirahã, das tief im Amazonasgebiet lebt. Von der wissenschaftliche Community wurden ihm bald Rassismus und Unwissenschaftlichkeit vorgeworfen, doch die Medien waren fasziniert. Dass Dan Everett seine Hypothesen immer wieder wiederholte hat und zusätzlich jemand ist, der gerne in der Öffentlichkeit steht, hat alles nur noch mehr befeuert. Wir klären in dieser Folge, was Everett eigentlich behauptet hat, was das für die Linguistik bedeutet hat und was davon heute geblieben ist.Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Links:Tonaufnahme eines Pirahã: https://youtu.be/SHv3-U9VPAs?si=Nx6P6y4Gta9OoHZbÜber die Pirahã: https://pib.socioambiental.org/en/Povo:Pirah%c3%a3Pirahã im World Atlas of Language Structure (WALS): https://wals.info/languoid/lect/wals_code_prhDan Everett über die Pirahã: https://daneverettbooks.com/about-dan/about-the-pirahas/(nicht ganz unproblematischer) 3Sat-Beitrag über Dan Everetts Forschung bei den Pirahã: https://www.youtube.com/watch?v=CjSG_PfmuK8 ___  Die in der Folge erwähnten Aufsätze (chronologisch):Daniel Everett (2005): „Cultural Constraints on Grammar and Cognition in Pirahã. Another Look at the Design Features of Human Language“, in: Current Anthropology 46.4, S. 621-646.Andrew Nevins, Devid Pesetsky, Cilene Rodrigues (2009): „Pirahã Exceptionality. A Reassessment“, in: Language 85.2, S. 355-404. Daniel Everett (2009): „Pirahã Culture and Grammar. A Respone to Some Criticisms“, in: Language 85.2, S. 405-442. Andrew Nevins, Devid Pesetsky, Cilene Rodrigues (2009): „Evidence and argumentation. A reply to Everett (2009)“, in: Language 85.3, S. 671-681.  ___  Abdruck von Everetts Aufsatz von 2005 mit einer kurzen Einordnung und Bibliographie der Kontroverse:Kap. "H. Linguistische Diskussionen", aus: Ludger Hoffmann (Hg.) (2019): Sprachwissenschaft. Ein Reader, 4. aktualisierte und erweiterte Auflage, Berlin/Boston, S. 1031-1087.  ___ Das Buch von Dan Everett über seine Zeit bei den Pirahã:im englischen Original: Daniel Everett (2008): Don’t Sleep, There Are Snakes. Life and Language in the Amazoian Jungle, New York.in deutscher Übersetzung: Daniel Everett (2010): Das glücklichste Volk. Sieben Jahre bei den Pirahã-Indianern am Amazonas, übers. v. Sebastian Vogel, München.Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:  anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com  ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6 
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  • Folge vom 15.05.2026
    6.3 Spezial: Frauen versprachlicht in der NS-Zeit: Zwischen Ansprache und Eingrenzung (mit Eva Büthe-Scheider)
    Letztes Jahr ging durch die Presse, dass z.B. Doppelformen wie "Bürgerinnen und Bürger" von den Nazis bzw. von Hitler selbst in Deutsche etabliert wurden. Unsere Gästin Eva Büthe-Scheider schaut genauer hin. Sie erklärt uns, warum die Frage weitere Untersuchung braucht und die Antwort definitiv nicht so simpel ist, wie in manchen Medien zu lesen war. Wir reden außerdem darüber, warum es in der NS-Zeit keine Frauchenrechtler mehr gab, sondern nur noch Fraunrechtlerinnen.Klar ist aber: Das NS-Regime war nicht an einer Gleichberechtigung der Geschlechter interessiert, weder sprachlich noch gesellschaftlich.Ein Podcast von Anton und Jakob.Mit Eva Büthe-Scheider.Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Von Eva verwendete und teils erwähnte Literatur (inklusive Zeitungsartikel):Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Neubearbeitung (A–F). Dame 1. Bd. 6: 129. https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D01089Domarus, Max. 1962–1963. Hitler. Reden und Proklamationen 1932-1945. Kommentiert von einem deutschen Zeitgenossen. 2 Teile in 4 Bänden. Nachdruck Pamminger 1988.Hartmann von Aue. Erec (= Altdeutsche Textbibliothek 39). 6. Aufl. 1985, besorgt von Christoph Cormeau und Kurt Gärtner. Max Niemeyer Verlag. Heine, Matthias. 12.5.2025. Gendern wie Hitler. Welt. https://www.welt.de/kultur/plus256007600/VolksgenossInnen-Gendern-wie-Hitlers-NSDAP.html Heine, Matthias. 28.5.2025. Die Nazis und das Gendern – die ganze Wahrheit. Welt. https://www.welt.de/kultur/plus256177128/NS-Sprache-Die-Nazis-und-das-Gendern-die-ganze-Wahrheit.htmlHeine, Matthias. 2025. Verbrannte Wörter – Wo wir noch reden wie die Nazis – und wo nicht. 2. aktualisierte und erweiterte Aufl. Dudenverlag. Hitler Wahlreden = Vier Wahlreden Hitlers vom Juli 1932. Digital bereitgestellt von Kurt Bauer: http://www.kurt-bauer-geschichte.at/PDF_Lehrveranstaltung%202008_2009/10_Hitler-Wahlreden_1932.pdfKlemperer, Victor. Tagebücher = "Sonntag Mittag 11 Juli 20 ". Klemperer Online Tagebücher 1918–1959, edited by Walter Nowojski and Christian Löser. Berlin, Boston: De Gruyter Oldenbourg, 2019. https://www.degruyterbrill.com/database/KLEMP/entry/TB11071920/html. Accessed 2026-05-07. [leider nicht frei zugänglich]Klemperer, Victor. 1947. LTI. Notizbuch eines Philologen. Nachdruck Reclam 2022.Takada, Hiroyuki. 2024. Hitlers Reden 1919–1945. Eine sprachwissenschaftliche Analyse. J.B. Metzler. https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-67850-3Steinbacher, Sibylle. 2007. Volksgenossinnen. Frauen in der NS-Volksgemeinschaft (= Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus 23). WallsteinWeiterführende Literatur:  Zur neu entstehenden Edition der Hitler-Reden: Brechtken, Magnus. „Zum Stand des Editionsprojekts „Hitler-Reden 1933–1945“" Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, vol. 73, no. 4. 2025, pp. 736-738. https://doi.org/10.1515/vfzg-2025-0037Außerdem: Büthe-Scheider, Eva. [i. E.] Zur (Neu-)Einführung von Movierungen und äquivalenten Kom­positions­bil­dun­gen zur Zeit des Nationalsozialismus: Meyers (Konversations-)Lexikon als Fallstudie. In: Döhmer, Caroline / Werth, Alexander (Hgg.): Perspektiven der Movierungsforschung (= Linguistik - Impulse & Tendenzen).___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:  anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com  ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6 
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