Kommunale Kita-Betreuung für ein Kind unter 3 Jahren kostet in Ludwigsburg 546 Euro im Monat. Hinzu kommen 80 Euro Essensgeld. Wo soll das Geld herkommen? In Baden-Württemberg sind Krippen- und Kindergartenplätze im Gegensatz zu anderen Bundesländern kostenpflichtig. Seit viele Kommunen von Jahr zu Jahr höhere Defizite aufbauen, steigen vielerorts die Kita-Gebühren drastisch an. Ludwigsburg hat nun festgelegt, dass jährlich ein Aufschlag von 6 Prozent fällig wird. Das heißt, dass die Betreuung für ein Kleinkind unter 3 Jahren ab dem Herbst fast 580 Euro kostet - ohne Verpflegung. Wie sich dieser Kostendruck auf die Eltern stoppen lässt, fragt SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch im Gespräch mit Matthias Knecht. Knecht ist parteiloser Oberbürgermeister in Ludwigsburg.
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Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.
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Folge vom 13.01.2026Ludwigsburg: 6 Prozent mehr für jeden Kita-Platz jährlich - wie lässt sich das stoppen?
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Folge vom 13.01.2026Iran: EU-Politikerin hält "mehrere tausend Tote" für möglichDas Regime in Teheran hat die Kommunikation mit der Außenwelt unterbrochen. Gleichzeitig geht es mit aller Härte gegen den Protest vor. Ist es am Ende? Die Delegationsvorsitzende für die Beziehungen zu Iran im Europäischen Parlament, Hannah Neumann, vermutet einen Kontrollverlust beim Mullah-Regime in Iran. Als Beleg führt die Grünen-Politikerin an, dass weder Internet- noch Telefonverbindungen ins Land funktionierten: "Wenn das Regime alles unter Kontrolle hätte, dann hätte es das nicht nötig", argumentiert sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.
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Folge vom 12.01.2026Proteste im Iran: "Die Lage ist vollständig außer Kontrolle"Zehntausende sind es, die im Iran seit mehr als zwei Wochen täglich auf die Straße gehen, um gegen das Mullah-Regime zu protestieren – und dabei ihr Leben riskieren. Nach anfänglicher Zurückhaltung schlägt das Regime inzwischen mit aller Brutalität zurück, es soll bereits hunderte Tote gegeben haben. Genau so hat es auch schon früher reagiert, wenn die Bevölkerung aufbegehrt. Geprüfte Informationen sind gerade schwierig zu bekommen, weil das Internet vorerst gekappt ist, doch haben die vielen Exil-Iranerinnen und -Iraner Kontakte ins Land. Und von dort erfahren sie Schreckliches. Auch die ARD-Korrespondentin Natalie Amiri hat ihre Quellen, selbst iranische Wurzeln und dazu langjährige Iran-Erfahrung als Journalistin. Aufgrund dieser Erfahrung mit iranischen Politikern ist sie sich sicher: "Die Lage im Iran ist vollständig außer Kontrolle und das Regime ist zu keinem Dialog bereit. Es trickst, um an der Macht zu bleiben." Was das für die verzweifelt protestierenden Menschen im Iran bedeutet und was ihnen besser helfen würde als die immer gleichen Solidaritätsbekundungen, erklärt Natalie Amiri im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck.
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Folge vom 12.01.2026Grönland-Krise: Dänischer Ex-Minister hofft auf "vernünftigere Leute" in US-RegierungEine Insel in der Arktis ist zum Schauplatz einer unvergleichlichen diplomatischen Eskalation geworden. Diese beunruhigt auch Tom Høyem zutiefst: der deutsch-dänische Politiker war in den 1980er Jahren Grönland-Minister in Dänemark und lebt seit 30 Jahren in Karlsruhe. Er sieht in der aktuellen Situation die "tiefste Krise der NATO" und hofft auf eine positive Wirkung der diplomatischen Gespräche dieser Woche. US-Außenminister Rubio sei "einer der vernünftigeren Leute" in Trumps Kabinett, für den eine US-Militäroffensive in Grönland nicht in Frage komme – nur sage "sein Chef Trump danach immer etwas anderes". Warum er trotzdem erwartet, dass die Lage am Ende diese Woche entspannter aussieht als heute, erklärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.