Stundenlanges Sitzen in der Schule - abends und am Wochenende vertreiben sich Kinder und Jugendliche dann häufig die Zeit mit Smartphone-Daddeln, Tablet-Bingen oder Gaming auf dem Sofa. Auch wenn das natürlich Vorurteile und Stereotype sind, ist es ein gut belegter Fakt: Kinder bewegen sich häufig zu wenig. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 17 Jahren mindestens 60 Minuten pro Tag körperlich aktiv sein sollten - also richtig aktiv mit erhöhtem Puls und sportlicher Ambition, nicht nur irgendwie in Bewegung. Aktuelle Umfragen zeigen, dass grade mal 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen dieser Altersspanne das in Deutschland schaffen. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex erklärt Uta Mielisch, Referentin für Bildung bei der Dietmar Hopp Stiftung, auf welche Weise sie Bewegung fördert. Schon seit einigen Jahren hat die Stiftung unter dem Titel "hopp! bewegt" in der Region um Walldorf, Heidelberg und Mannheim "alla hopp!-Anlagen" eingerichtet - Spiel- und Sportplätze, die mehrere Generationen ansprechen sollen. Dort haben auch zwischen Mai und September 2025 Bewegungs- und Begegnungsfesten stattgefunden. Nun will die Stiftung auch an Schulen Bewegung fördern - im Unterricht und in den Pausen. Mielisch sagt: "Im Augenblick ist es an den meisten Schulen ja so, dass vor allen Dingen auch an den weiterführenden Schulen meist der Unterricht sitzend verbracht wird." Lehrkräfte sollten durch die Stiftungsarbeit angeregt werden, "bewegungsaktivierenden Unterricht stattfinden zu lassen".
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Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.
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Folge vom 23.02.2026Bewegungskonzept bis Schulhof-Sanierung: 30 Millionen Euro für Schulen von Dietmar Hopp Stiftung
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Folge vom 23.02.2026Nadelöhr Beschaffung: Kommt das Sondervermögen bei der Bundeswehr an?Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr sitzt in Koblenz. Der Chef persönlich, Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will sich ein Bild davon machen, wie die Behörde in Koblenz das Sondervermögen zur Stärkung der Truppe einsetzt. Er will mit der Leitung des Amtes sprechen sowie auch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit dem Alltagsgeschäft betraut sind. Johannes Binder ist Volkswirt am Kiel Institut für Weltwirtschaft. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Leon Vucemilovic betont er, wie viel Geld gerade in Koblenz verwaltet wird, nämlich allein 2026 seien das 100 Milliarden Euro.
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Folge vom 23.02.20264 Jahre Krieg gegen die Ukraine: Wie sehr ukrainische Geflüchtete psychisch belastet sindVor 4 Jahren hat Russland seinen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Seitdem werden immer wieder Menschen durch Bomben und Raketen getötet, andere überleben zwar, sind aber traumatisiert. Das gilt auch für viele der Ukrainer, die nach Deutschland geflüchtet sind. Darüber spricht SWR-Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Sascha Moldavski. Der Psychiater arbeitet am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim in der Ambulanz für Ukrainer.
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Folge vom 23.02.2026Wie sinnvoll wäre ein Social-Media-Verbot für Menschen unter 14?TikTok, Instagram, Snapchat. Viele Studien belegen, dass Social-Media-Nutzung nicht gut für Kinder und Jugendliche ist. Sollte es deswegen Zugangsbeschränkungen geben? Die Diskussion läuft schon lange. Nachdem sich am Wochenende auch die CDU auf ihrem Bundesparteitag für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 ausgesprochen hat, könnte die schwarz-rote Koalition schnell handeln. Denn auch die SPD ist dafür- so wie auch Silke Müller, Ex-Schulleiterin und jetzt die erste Digitalisierungs-Botschafterin von Niedersachsen. SWR-Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch hat mit ihr gesprochen.