Der internationale Hebammentag findet jedes Jahr am 5. März statt. Er steht in diesem Jahr bei uns unter dem Motto "Starker Anfang, starkes Leben". Tatsächlich fühlen sich Hebammen heute oft eingeengt durch Bürokratie, sagt Sissi Rasche. Sie ist Hebamme, Influencerin und Podcasterin: "Ich liebe meinen Beruf. Aber gleichzeitig werden die Arbeitsbedingungen immer schlechter." Fast jede zweite Hebamme denkt ans Aufhören. "Es wird zunehmend zum Privileg für Frauen, eine gute Betreuung bei der Geburt zu bekommen." So werde es immer schwerer, mit den Kassen abzurechnen. "Es wird so viel gestrichen, es ist super-kompliziert. Die Bürokratie hat enorm zugenommen." Warum sie meint, dass die Geburtsbetreuung in Deutschland schlechter geworden ist und die Zahl der Geburten per Kaiserschnitt steigt, hat Sissi Rasche mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.
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Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.
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Folge vom 05.05.2026Hebamme – Traumberuf, wenn nicht die überbordende Bürokratie wäre
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Folge vom 05.05.2026Tag des Lokaljournalismus – was uns ohne Berichte von vor Ort verloren gehtIn Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gibt es noch viele lokale Zeitungen. Und trotzdem ist der Anzeiger aus dem Heimatort eine aussterbende Spezies. Wo sonst, wenn nicht hier erfahren wir noch, was der Gemeinderat beschlossen hat, wie das Handballteam in der Kreisliga gespielt hat und wie die Waldfreizeit der Pfadfindergruppe war? "Der lokale Journalismus greift Themen auf, die von der Leserschaft unmittelbar erlebbar und überprüfbar sind. Ob die Umgehungsstraße gebaut oder der Kindergarten geschlossen wird", sagt Christof Seeger. Er ist Professor für Zeitungsthemen an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Doch trotz seiner wichtigen Funktion fürs Zusammenleben erfahre der Lokaljournalismus zu wenig Liebe. "Wir haben einen Strukturwandel in der Medienbranche, so dass die meisten Menschen die lokalen Nachrichten gar nicht mehr in der klassischen Form wahrnehmen, sondern sie digital konsumieren." Also weg von der Zeitungslektüre am Frühstückstisch, hin zur App auf dem Smartphone. Durch die sinkende Auflage werden Zeitungen zusammengelegt und lokale Berichterstattung zusammengestrichen. Was es bedeuten würde, wenn es keine lokale Berichterstattung mehr gebe, darüber hat SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex mit Christof Seeger gesprochen.
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Folge vom 05.05.2026Verteidigungsexperte: Weniger Bürokratie, neuer Geist - bei Tomahawk-Ersatz von Ukraine lernenKeine Stationierung von US-Tomahawk-Raketen in Deutschland. Deshalb wird jetzt wieder eine europäische Alternative gefordert, wie bereits vor zwei Jahren. Was ist bisher geschehen?
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Folge vom 04.05.2026Müllpolizei? Warum Kommunen die Biotonnen kontrollieren lassenIn Ulm kontrollieren die Entsorgungsbetriebe von dieser Woche an den Inhalt der braunen Biotonnen. Auch andere Kommunen schauen genauer hin. Der Grund: Viel zu oft fänden sich Plastik, Glas oder andere Materialien, die dort nicht hineingehörten, klagt der Entsorger. Bei Verstößen, sogenannten "Fehlwürfen" gibt’s einen roten Aufkleber und die Tonne wird nicht geleert. Das Wort von der Müllpolizei macht die Runde. Sascha Roth vom Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser und Kreislaufwirtschaft sagt in SWR Aktuell, die Kontrollen seien nicht grundlos: "Man sollte denken, dass bei Biomüll klar ist, was in die Tonne gehört. Zum Beispiel Lebensmittelabfälle oder der Strunk von der Karotte. Tatsächlich sehen wir aber von der Aludose über die Kunststoffverpackung zum Papier viele Fehlwürfe." Nach wie vor würde oft falsch getrennt. Informieren könne man sich auf der Webseite der jeweiligen Kommune. Welchen Aufwand die Müllentsorger betreiben müssen, um die Fehlwürfe auszusortieren – darüber spricht SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex mit Sascha Roth.