Das "Rehaugen"-Video hat gesessen. Eine "Schmutzkampagne" hat die CDU den Grünen vorgeworfen. Jetzt scheinen sich beide Seiten anzunähern. Grüne und CDU haben sich zuversichtlich gezeigt, dass bald Koalitionsgespräche zur Bildung einer neuen Landesregierung aufgenommen werden könnten. Man wolle eine Reformkoalition bilden, sagte der designierte Ministerpräsident Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) in Stuttgart. Dort haben die beiden Parteien bisher zwei Mal in größerer Runde sondiert. Das Wählervotum bringe mit sich, dass die zwei Parteien Partner auf Augenhöhe seien, so Özdemir. Das werde sich sowohl in den Inhalten als auch in der Regierungsarithmetik abbilden. Es könnte also sein, dass die Grünen mit dem Ministerpräsidenten-Amt sowie fünf Ministerien aus den Verhandlungen hervorgehen, die CDU hingegen mit sieben, erklärt Annika Jahn aus der SWR-Redaktion Landespolitik in Stuttgart im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. Sie hält aber auch fest: "Die frostigen Zeiten scheinen vorbei zu sein."
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Folge vom 01.04.2026Regierungsbildung in BW: "Die frostigen Zeiten scheinen vorbei zu sein"
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Folge vom 31.03.2026Wie in Australien: Kommt ein Social-Media-Verbot in Frankreich?Australien hat es vorgemacht mit dem Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Jetzt könnte Frankreich nachziehen und es sogar noch schärfer machen.
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Folge vom 31.03.2026Bahn-Ausbau Karlsruhe-Basel: Vier Gleise, Flachland - Fertigstellung erst 2041?!Von Karlsruhe nach Basel sind es knapp 200 Kilometer. Sechs davon sind jetzt beim viergleisigen Ausbau der Rheintal-Strecke wieder fertig geworden. Der jüngste Streckenbereich, der nun ausgebaut ist, liegt zwischen Müllheim und Auggen in Südbaden. Auf den sechs Kilometern ist alles gut gegangen - im Gegensatz zum Ausbau in Rastatt, wo 2017 eine Tunnelbohrmaschine einbetoniert werden musste, weil sich das Erdreich oberhalb des Tunnels abgesenkt hatte. "Das Absacken der Gleise in Rastatt, das war natürlich absolut spektakulär", sagt SWR-Bahn-Experte Frieder Kümmerer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. "Das war natürlich etwas, was das Projekt verzögert hat. Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Planungen bis in die 80er Jahre zurückgehen." Entsprechend blicken die Schweiz und die Niederlande mit Unverständnis auf den schleichenden Ausbau.
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Folge vom 31.03.2026VdK warnt vor Krankenkassen-Reform: Frauen nicht für Care-Arbeit bestrafenNun liegen sie auf dem Tisch: Reformvorschläge für die Gesetzliche Krankenversicherung – aber sind sie auch sozial verträglich? Der größte Sozialverband in Deutschland, der VdK, kann sich vorstellen, eine ganze Reihe von Vorschlägen der Kommission aus Fachleuten mitzutragen: Empfängerinnen und Empfänger von Bürgergeld sollen aus Steuermitteln mit einer Krankenversicherung versorgt werden. Es soll Standard werden, vor kostspieligen Eingriffen eine Zweitmeinung einzuholen, um unnötige Operationen und Überversorgung entgegenzuwirken. In einem Punkt aber bremst VdK-Präsidentin Verena Bentele im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer: bei der kostenfreien Mitversicherung unter Eheleuten. "Das Problem ist derzeit, dass viele Lebensläufe von Frauen anders waren in den letzten Jahrzehnten, weil zu wenig Kinderbetreuung da war, zu wenige Möglichkeiten, Angehörige gut pflegen zu lassen und dem trägt die Mitversicherung von Partnern noch Rechnung." Perspektivisch sei es wünschenswert, durch einen Ausbau an dieser Stelle mehr Frauen eine Berufstätigkeit zu ermöglichen. "Solange das noch nicht überall super funktioniert, muss man sich so eine Maßnahme einfach gut überlegen." Familien in Deutschland brauchten Unterstützung und nicht strengere Regeln, sagte VdK-Präsidentin Bentele.