Klar, die Landwirtschaft ist in jedem Jahr eine Art Open-Air-Lotterie: Wann kommt der Frost? Reicht die Regenmenge? Gibt es Tierseuchen oder Schädlinge? Viele dieser Fragen machen Landwirte ohnehin schon zu Krisen-Managern. Doch dieses Jahr ist noch einmal vieles anders und noch herausfordernder als sonst: Der Treibstoff ist erheblich teurer, die Löhne sind höher und jetzt kommen auch noch explodierende Düngerpreise dazu. Die meisten von uns registrieren vor allem die hohen Spritpreise, aber in der Landwirtschaft gehen gerade noch weitere Alarmglocken an. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex erzählt Simon Glaser, er leitet den Aspichhof in der Nähe von Bühl in Baden, warum er seinen Job immer noch spannend und interessant findet.
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Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.
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Folge vom 13.04.2026Landwirte unter Druck: Fällt die Aussaat aus?
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Folge vom 13.04.2026Super Mario, super Effekte, aber nicht so super GeschichteKlempner Mario ist inzwischen 40 Jahre alt. Es gibt kaum einen Bildschirm, auf dem er noch nicht zu sehen war. Taugt er aber als Kino-Held? Als Nintendo im September 1985 das Spiel "Super Mario Bros." auf den Markt gebracht hat, war das der Grundstein für ein Milliarden-Imperium. Unsummen hat der japanische Hersteller mit Spielen und Lizenzen verdient. Nun nimmt er einen neuen Anlauf für die große Leinwand: "Super Mario Galaxy" ist der zweite Teil der Videospiel-Verfilmung. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer macht Filmkritikerin Anna Wollner allerdings klar: "Erzählerisch bleibt da nicht viel hängen."
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Folge vom 13.04.2026Parlamentswahl in Ungarn: Darum hat Orban deutlich gegen Magyar verlorenIn Ungarn ist Ministerpräsident Viktor Orban deutlich abgewählt worden. Oppositionsführer Peter Modja und seine Tisza-Partei erringen einen haushohen Sieg mit Zweidrittelmehrheit. Für den Osteuropa-Experten Kai-Olaf Lang ist das ein "Erdrutsch-Sieg" und ein klares Votum der Wähler für einen politischen Neustart. Unmut über Preise und Versorgung Ausschlaggebend seien vor allem Alltagssorgen gewesen: steigende Preise sowie Probleme im Gesundheits- und Bildungssystem. Korruption und Vetternwirtschaft hätten den Unmut zusätzlich verstärkt. Insgesamt sei die Unzufriedenheit so groß gewesen, dass Magyar sie bündeln konnte. Orban hat seine Niederlage eingeräumt und will in der Opposition weitermachen. Lang hält ein politisches Comeback für möglich. Der langjährige Regierungschef könne sich dabei auch an internationalen Beispielen orientieren, etwa an Donald Trump. Auch über Ungarn hinaus könnte die Wahl Folgen haben: Für proeuropäische Kräfte in anderen Ländern sei das Ergebnis ein Signal der Hoffnung, zum Beispiel in Polen, Serbien und der Slowakei.
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Folge vom 13.04.2026Angedrohte US-Blockade der Straße von Hormus: Darum könnte sie dem Iran nutzenDie USA erhöhen den Druck auf den Iran: US-Präsident Donald Trump hat eine Seeblockade der Straße von Hormus angeordnet. Ab Montagnachmittag dürfen keine Schiffe mehr passieren, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Der Politikwissenschaftler Clemens Fischer sieht darin jedoch keinen strategischen Vorteil für Washington, im Gegenteil. Experte: USA setzen sich selbst unter Druck Fischer spricht von einer verfahrenen Lage. Statt die Situation zu entschärfen, entstünden nun zwei Blockaden, die erst wieder aufgelöst werden müssten. Das schränke den Handlungsspielraum der USA zusätzlich ein. Auch wirtschaftlich sind die Folgen bereits spürbar: Der Ölpreis ist gestiegen, weitere Preissteigerungen auch in Europa gelten als wahrscheinlich. Maßnahmen von Regierungen könnten dadurch schnell wirkungslos werden. Nach Einschätzung Fischers sitzt derzeit vor allem der Iran am längeren Hebel. Teheran könne abwarten, während die USA durch ihr eigenes Vorgehen unter Druck geraten.