Tennis gilt - immer noch - als Sport für Wohlhabende. Er kann sogar als Bild für die Klassengesellschaft dienen: Manche sind reich und elegant, andere nicht. Einige dürfen spielen, andere bleiben draußen. Und nur wenigen gelingt der Seitenwechsel - von einer Welt in die andere.
In seinem Essay fragt Ilija Matusko, welche Rolle die soziale Herkunft für unser Leben spielt, warum Tennis immer noch ein Sport für Privilegierte ist, und was das über unsere Gesellschaft erzählt.
SWR 2026
Kultur & Gesellschaft
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Der Essay bietet Produktionen auf höchstem Niveau und mit literarischem Anspruch. Unsere Autor*innen sind Philosoph*innen, Dichter*innen, Soziolog*innen, Künstler*innen. Im SWR Kultur Essay denken sie laut. Manchmal denken sie auch leise. Aber immer hörbar und meinungsstark. Der Essay: Ein akustisches Theorie-Theater.
Folgen von SWR Kultur Essay
27 Folgen
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Folge vom 28.06.2026Ilija Matusko: Seitenwechsel – über weiße Linien und unsichtbare Grenzen
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Folge vom 21.06.2026Barbara Kaufmann: Das Verhör der Ingeborg BachmannIngeborg Bachmann war Schriftstellerin, aber sie wurde zu einer Marke und einem Preis. Die Bachmann. Die große Tochter der Stadt Klagenfurt. Wer hat ihr dieses Image verpasst? SWR 2023
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Folge vom 07.06.2026Die Macht der Schweinsblase – Fußball und die Kunst der ÜberschreitungDie Faszination an einem Spiel, in dem eine begrenzte Anzahl von Spielern einen Ball ausschließlich mit dem Fuß vor sich hertreibt, ist und bleibt unerklärbar. Mal wurde das Fußballstadion als Ersatz-Tempel der untergegangenen Götter verstanden, mal wurde das Fußballspiel als gesellschaftlicher Index für politische Gemengelagen analysiert. Was aber doch eher langweilt und die Faszination nicht erklärt. Versuchen wir es also noch einmal und ganz anders.
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Folge vom 31.05.2026Bellavista 3 – Vom zweifelhaften Glück im Sommer ein Zuhause zu habenAlle Sommer der Kindheit hat Rafael Jové in der katalanischen Heimat seines Vaters verbracht, hat Pinien gerochen, Salzwasser geschluckt, stundenlang an Tischen gesessen, kein Wort verstanden. Bis heute zieht es ihn jedes Jahr dorthin zurück, weil sich dort – anders als in Deutschland – alles nach Zuhause anfühlt. Aber wie kann da Heimat sein, wo immer Urlaub ist und man nie Post vom Finanzamt bekommt? Jové beobachtet sich dabei, wie er die Sehnsuchtsorte mit immer mehr Erwartungen zumüllt und neue Wege sucht, endlich in einem Katalonien anzukommen, das jenseits seiner Projektionen existiert. Essay von Rafael Jové SWR 2026