Worte können töten – oder befreien. Ein Gedicht, gelesen zum richtigen Zeitpunkt, kann tausende Menschen bewegen. Die Kraft der Sprache in Kunst und Poesie, ihr Klang und Rhythmus sind nicht nur Mittel des kritischen Denkens, sie laden ein auf eine nie aufhörende Reise in die Abgründe und Wunder der Existenz.
In ihrem Essay aus dem Jahr 2022 »Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils«, der mit dem WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis für kritische Kurztexte ausgezeichnet wurde, setzt Volha Hapeyeva despotischen Machtstrukturen ein vielstimmiges, poetisches und nomadisches Denken entgegen.
Von Volha Hapeyeva
SWR 2022
Kultur & Gesellschaft
SWR Kultur Essay Folgen
Der Essay bietet Produktionen auf höchstem Niveau und mit literarischem Anspruch. Unsere Autor*innen sind Philosoph*innen, Dichter*innen, Soziolog*innen, Künstler*innen. Im SWR Kultur Essay denken sie laut. Manchmal denken sie auch leise. Aber immer hörbar und meinungsstark. Der Essay: Ein akustisches Theorie-Theater.
Folgen von SWR Kultur Essay
31 Folgen
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Folge vom 15.03.2026Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils
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Folge vom 08.03.2026Durchhalten – Eine BeschwörungWir kommen ungefragt und gehen ungewollt. Dazwischen liegt ein Leben, das wir manchmal feiern dürfen und manchmal aushalten müssen. Kein Leben ohne Schande, keines ohne Schmerz. Das ist nicht zu schaffen, denkt man oft, das kann ich nicht aushalten; unter welchem Stein versteckt sich das Glück, das ich mir versprochen hatte? – Die Autorin Sandra Hoffmann erzählt in ihrem Essay von harten Zeiten, von Krankheit, Tod und Gefahr. Und vom Rettenden auch: Der Phantasie, die sie erhält. Den Gegengiften der Verzweiflung: Pralinen, Surfen, Sonne und Liebe. Von Sandra Hoffmann SWR 2026
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Folge vom 08.02.2026I WANT TO BELIEVE – Agent Scully, Erich von Däniken und die Paranoia der NeunzigerEin Kind geht in die Bücherei und entdeckt die Paranoia. Es sind die Neunziger: Im TV läuft „Akte X“, am Kiosk seziert das P.M.-Magazin Aliens, Dan Brown schreibt „Illuminati“. Das Internet ist noch jung und langsam, aber schon uferlos. Eine düstere Ahnung schiebt sich unter den bunten Fortschrittsoptimismus von Spice Girls und Rotgrün. Am Ende stürzen Türme. Eine Spurensuche in die Zeit, als das paranoide Denken Mainstream wurde und wie sie uns noch heute prägt. Und nicht zuletzt eine Annäherung an einen großen Protagonisten dieses Misstrauens: Erich von Däniken, der im Januar verstorben ist. Essay von Steffen Greiner
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Folge vom 25.01.2026Zum selbstverständlichen Luxus der öffentlichen BibliothekWelche Rolle spielen Öffentliche Bibliotheken in der digitalen Ära eigentlich? Brauchen wir sie heute noch, und wenn ja: wofür? Jonas Fansa, Direktor der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin, nimmt uns in seinem Essay aus dem Jahr 2024 mit auf einen Streifzug durch die Welt der Öffentlichen Bibliotheken. Er beleuchtet den sozialen Beitrag von Bibliotheken und wirft ein paar Schlaglichter auf die aktuellen Herausforderungen dieser Kulturinstitution. Produktion SWR 2024