Der Begriff »Fake News« kann Unterschiedliches bezeichnen. Liberale Medien würden damit Desinformationen in sozialen Medien beschreiben; genau jene Medien werden jedoch auch von Donald Trump – und rechtspopulistischen Parteien weltweit – als »Fake News« delegitimiert. Sind die westlichen Demokratien bereits in ein postfaktisches Zeitalter eingetreten?
Ute Daniel würde diesen Befund relativieren, aber auch keinen Anlass zur Entwarnung geben. Zwar sind Desinformationen und Denunziationen kein neues Phänomen, wie die Historikerin mit zahlreichen Beispielen veranschaulichen kann; allerdings gibt es gute Gründe, um den Zustand des politischen Diskurses besorgt zu sein.

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Inputs, die die Gegenwart verständlich machen – aus Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft. Präsentiert von der Hamburger Edition, dem Verlag des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
Folgen von TiefenSchärfe
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Folge vom 11.12.2019Lecture: »Fake News – ein neues Phänomen?«
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Folge vom 10.12.2019»Geld wird politisch«Laut unserem heutigen Gast, dem Soziologen Aaron Sahr, gibt es einen blinden Fleck in aktuellen politischen Diskussionen um Geld und Geldpolitik, nämlich, wie Geldbeträge überhaupt entstehen. Stattdessen wird vor allem über Umverteilung diskutiert – ungeachtet der Tatsache, dass die moderne Geldschöpfung per Knopfdruck den Kapitalismus krisenanfälliger macht, Ungleichheit verstärkt und Problemen wie dem Klimawandel keine Priorität einräumt. Gerade im Zusammenhang mit einem »Green New Deal« ist eine Auseinandersetzung mit dem »Keystroke-Kapitalismus« unerlässlich.