Kultur & Gesellschaft
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TuneFish – Dein Musiknerd Podcast. Manche Podcasts dauern 30 Minuten. Unsere erste Antwort manchmal auch. Wir sind Markus und Lars. Zwei musikmachende Musiknerds aus dem Ruhrgebiet mit einer manischen Passion für gute Songs, spannende Gäst*innen und tiefgehenden Gesprächen. Wir sind Fans – von Musik. Genau deshalb machen wir diesen Podcast. Nicht als Pressekonferenz mit Mikrofonen, sondern als respektvolles Gespräch unter Menschen, die Musik lieben und wissen wollen, warum andere ihr Leben dafür geben. Uns interessieren nicht die Fragen, die ohnehin schon überall gestellt werden. Uns interessieren die Geschichten dahinter. Die Umwege. Die Zweifel. Die kleinen Momente, aus denen große Songs entstehen. Und wenn das Gespräch unterwegs plötzlich bei Horrorfilmen, Tiefkühlpizza oder der besten Snare der Neunziger landet, dann ist das eben so. Gute Gespräche haben selten einen geraden Weg. Und weil Musik Menschen verbinden sollte, ist unsere Haltung genauso klar wie unser Musikgeschmack bunt: TuneFish steht für Demokratie, Vielfalt und Respekt – und gegen Faschismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie und jede andere Form von Menschenfeindlichkeit. Nicht, weil wir besonders mutig sein wollen. Sondern weil das für uns die einzig vernünftige Grundlage für ein gutes Miteinander ist. Wenn Du Musik nur hörst, findest Du wahrscheinlich kürzere Podcasts. Wenn Du sie fühlst, auseinandernehmen, feiern, diskutieren und manchmal auch völlig überinterpretieren möchtest … … dann bist Du bei uns genau richtig. Alle 14 Tage neu.
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Folge vom 30.10.2026Episode 57 | Radiolegende TRALLAFITTI Teil 1 – Martin Gresch und Helge HaasMit dem Finger auf der Record-Taste – zu Gast: Martin Gresch & Helge HaasRaus aus der Schule, Radio an, Kassette bereit: Für uns war TRALLAFITTI ein fester Bestandteil des Nachmittags.Auf 87,8 MHz liefen bei WDR Radio Dortmund Bands, die uns neue musikalische Welten eröffneten. Dazu kamen eigenwillige Moderationen, absurde Geschichten und Stimmen, die sich irgendwann wie gute Bekannte anfühlten.In dieser Episode sitzen zwei Menschen bei uns, die damals auf der anderen Seite unserer Kassettenrekorder waren: Martin Gresch, der als verantwortlicher Redakteur das Team zusammenstellte und Freiräume schuf, und Helge Haas, der als Moderator seine Musikbegeisterung auf Sendung brachte.Gemeinsam gehen wir zurück in eine Zeit, in der Schallplatten auf dem Wohnzimmerboden zu einer Sendung sortiert wurden, Beiträge von Tonband kamen und eine gute Idee auch dann ausprobiert werden durfte, wenn noch niemand wusste, ob sie funktionieren würde. Wir sprechen über die Anfänge von Radio Dortmund, die Nähe zur lokalen Musikszene und darüber, warum dieses Radio bis heute in unserem Leben nachwirkt.Darum geht’s in dieser Episode:Eine Spielwiese im öffentlich-rechtlichen Radio: Wie das Dortmunder Kabelpilotprojekt Raum für ungewöhnliches Jugendradio schuf, warum Martin nach Persönlichkeiten suchte und wie aus unterschiedlichen Musikgeschmäckern eine gemeinsame Sendung wurde.Von der Plattenkiste ins Radio: Helge erzählt, wie er seine Sendungen vorbereitete, welche Rolle Plattenfirmen und Vorabveröffentlichungen spielten und warum auch Albumstücke, B-Seiten und lange Maxi-Versionen ihren Platz bekamen.Musik, die geblieben ist: Wir erinnern uns an Entdeckungen wie die Pixies, die Sugarcubes, Rumble on the Beach und M. Walking on the Water – und an die ersten Konzerte, Plattenkäufe und selbst aufgenommenen Tapes, die daraus folgten. Auch Lars’ Erinnerung an einen regelmäßigen Simple-Minds-Einstieg bekommt endlich einen Namen.Dortmund und seine Szene: Es geht um Phillip Boa, lokale Labels, Konzertorte und die TRALLAFITTI-Hitparade für Bands aus der Umgebung. Dabei taucht auch Body Lost Its Size auf, die Band, in der Lars damals Gitarre spielte.Radio zum Mitmachen: Kommissar Greschinski meldet sich aus Telefonzellen, Hörerinnen und Hörer gehen auf die Suche, und der TRALLAFITTI-Express bringt die Party auf die Schiene. Dazu kommen Gewinnspiele, ein viel getragenes T-Shirt und ein Kirmesgutschein mit begrenztem romantischem Erfolg.Hörspiele, Figuren und Erinnerungen mit Lücken: Wir hören in alte Produktionen hinein und sprechen über das Weihnachtshörspiel und „Das Märchen vom gestohlenen Sonnenschein“. Martin erzählt vom Schreiben, vom Mitwirken des Teams und von einer Hauptrolle, die ein Hörer gewinnen konnte. Nicht jede eigene Rolle ist allen Beteiligten noch sofort präsent.Improvisation als Berufserfahrung: Ein Fallschirmsprung für die Fernsehsendung „Knalltüte“, ein kommentierter Karnevalszug, der gar nicht stattfindet, und andere Geschichten darüber, was passiert, wenn Medienleute einfach mal etwas ausprobieren.Die Wege nach TRALLAFITTI: Martin berichtet von WDR 2, seiner Arbeit für „Planet Wissen“, Musikvermittlung und eigenen Kompositionen. Helges Weg führt unter anderem über SWF 3, „Kopfball“, Motor Music, DASDING, MTV und VIVA bis zu Radio Bremen. Seine eigene Musik kommt ebenfalls zur Sprache.Das Wiedersehen zum 40-Jährigen: 2025 trommelte Martin die alte Truppe wieder zusammen. Wir erfahren, wie sich dieses Treffen anfühlte, welche Verbindungen geblieben sind und warum manche Erinnerungen gemeinsam erst wieder auftauchen.Bei aller Freude an diesen Geschichten diskutieren wir auch, wo die Grenzen eines so freien Musikprogramms lagen. Helge blickt durchaus kritisch darauf, wie weit sich die musikalischen Vorlieben der Moderatoren auseinanderentwickelten. Daraus entsteht ein Gespräch über Formatradio, Streaming, persönliche Musikauswahl und die Frage, was eine vertraute Stimme leisten kann, das eine Playlist allein nicht leistet.Für uns steht dabei eine Frage im Mittelpunkt: Habt ihr uns damals eigentlich nur neue Bands vorgestellt – oder auch beigebracht, wie man zuhört?Denn von TRALLAFITTI ist weit mehr geblieben als eine Sammlung bespielter Kassetten: die Lust, Neues zu entdecken, sich auf ungewohnte Klänge einzulassen und sich musikalisch nicht auf eine einzige Szene festlegen zu müssen.Ob ihr damals selbst vor dem Radio gesessen habt oder TRALLAFITTI hier zum ersten Mal begegnet: Kommt mit auf einen sehr persönlichen Ausflug in die Dortmunder Radiogeschichte – mit viel Musikliebe, Humor und Geschichten aus beiden Seiten des Lautsprechers.Im zweiten Teil sprechen wir mit Michael Gantenberg und Thomas Koch weiter.Unsere begleitende Spotify Playlist zur Episode 57:>> https://open.spotify.com/playlist/6GiZYqAqO5xalGIkkwsyAX .....RUBRIK: Die HausaufgabeLars und Markus schlagen sich gegenseitig ein Album vor, das dann subjektiv auseinandergenommen wird.Wir vergeben Punkte zwischen 1 (mies) und 10 (genial). Es gibt immer jede Menge Gesprächsstoff!Ihr könnt jederzeit mitvoten. Jedes besprochene Album führen wir hier https://www.tunefish-podcast.de/hausaufgabe/ mit Wertung auf. Ihr könnt Eure Punktzahl als Mail an tunefish@derherrgott.de, über das Formular auf der Seite oder via Social Media schicken.>>> EUER SENF DAZU:Unser Podcast lebt immer auch von Eurem Input, daher scheut Euch bitte nicht zu kommentieren, zu kritisieren oder gerne auch zu loben. Sei es als Text oder Sprachnachricht. Wir senden unglaublich gerne Eure Meinungen. Alle Kontaktmöglichkeiten, Shownotes und Infos zu unseren Gästen (und natürlich auch alle Episoden selbst) findet Ihr auf unserer Website: https://www.tunefish-podcast.de/>>> EUER SUPPORT:Da wir den Podcast dauerhaft werbefrei halten wollen, Euch aber gleichzeitig mehr Musik im Podcast bieten wollen, haben wir uns auf Anregung einer Hörerin überlegt, wie Ihr – die Hörenden – uns hier vielleicht etwas unterstützen könntet. Wählt selbst:• Patreon• PayPal• BitcoinAlle Support-Infos:https://www.tunefish-podcast.de/support/Unsere begleitende Spotify Playlist zur Episode 57:>> https://open.spotify.com/playlist/6GiZYqAqO5xalGIkkwsyAX Hier könnt Ihr die von uns in dieser Episode erwähnten Künstler, Songs oder Alben nachhören, die wir in den einzelnen Episoden besprechen:Wenn Euch gefällt, was wir tun ...... helft Ihr uns unglaublich damit, wenn Ihr uns eine positive Bewertung gebt, wo auch immer Ihr uns hört.5 Sterne, Abos und Likes bei den einzelnen Folgen sind unser schönster Applaus. Stay tunefished, Lars & Markus .....RSS-Feed zum Podcast:https://letscast.fm/podcasts/tunefish-862dcd8d/feed.....Schreibt uns eine Mail oder kommentiert auf unserer nagelneuen Website:https://www.tunefish-podcast.de/TuneFish aufInstagramBlueskyFacebookMastodon
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Folge vom 16.10.2026Episode 56 | GROZA – Es wird jedes Mal ein bisschen leichter – mit P.G.Warum kann Musik voller Verzweiflung so viel Trost spenden?Mit dieser Frage beginnt unser Gespräch mit P.G., Gründer, Sänger, Bassist und Produzent von GROZA. Und sie begleitet uns durch mehr als drei Stunden voller Musikbegeisterung, ehrlicher Gedanken, berührender Geschichten und ziemlich guter Abschweifungen. Gemeinsam tauchen wir tief in eine Musik ein, deren Härte für uns Geborgenheit bedeuten kann – und in der selbst zwischen Blastbeats und gewaltigen Gitarrenwänden Platz für Ruhe bleibt.P.G. erzählt von seinen musikalischen Anfängen zwischen dem elterlichen Rockplattenkosmos, einer enttäuschenden Klavierstunde und der Entdeckung von Nirvana und Metallica. Wir sprechen über die prägende Begeisterung für Mgła, den Beginn als Soloprojekt und den Weg zu einer Band, in der Vertrauen auch bedeutet, einander widersprechen zu können. Dabei verfolgen wir die Entwicklung von „Unified In Void“ über „The Redemptive End“ bis zu „Nadir“: musikalisch, menschlich und in der wachsenden Bereitschaft, sich in den eigenen Texten zu öffnen.Natürlich wird es auch ausgiebig nerdig. P.G. erklärt, weshalb viel seiner Musik auf Akustikgitarre und Klavier entsteht, wie aus einzelnen Fragmenten gemeinsame Songs werden und welche Entscheidungen erst im Proberaum fallen. Es geht um DIY-Produktion, frische Ohren beim Mixing, den Kampf mit dem perfekten Snaresound und Blastbeats als musikalische Textur. Und wir diskutieren, was von einem Song bleibt, wenn man seine Gitarrenwand gegen ein Klavier eintauscht.Besonders persönlich wird das Gespräch bei „Nadir“ und der Erinnerung an Mike. P.G. erzählt vom Verlust des Bandmitglieds und Freundes, von dessen Wunsch, dass GROZA weitermachen, und davon, wie seine Ideen und Aufnahmen weiterhin Teil der Band bleiben. Wir sprechen über „Daffodils“, P.G.s Wechsel von der Gitarre zum Bass und die Erfahrung, dass das Spielen dieser Musik einen Ort für Trauer, Erinnerung und Verbindung schaffen kann.Weitere Wege führen uns zu „Asbest“ und dem Schreiben in der Muttersprache, zu den offenen Deutungsmöglichkeiten von Songtexten und zur Resignation in „Equal. Silent. Cold.“. P.G. beschreibt außerdem, wie Masken und Kapuzen ihm helfen, sich auf der Bühne auf die Musik einzulassen. Dass dabei auch Hitze und die durchaus umstrittenen Waschintervalle der Bühnenklamotten eine Rolle spielen, bleibt selbstverständlich nicht unerwähnt.Wir reden über GROZA als leidenschaftliche Liveband, über Touren zwischen Schichtdienst und Urlaubstagen und über die künstlerische Freiheit, die ein Job neben der Musik ermöglichen kann. Über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit AOP Records, das kommende vierte Album und einen Begriff von Erfolg, der sich an Verbindung und Erfüllung orientiert.Ein langes, herzliches und sehr offenes Gespräch mit P.G. über das Bedürfnis, Musik zu machen – und darüber, wie aus etwas zutiefst Persönlichem eine Erfahrung werden kann, in der sich andere Menschen wiederfinden.Nehmt Euch Zeit. Es gibt viel zu hören, viel zu entdecken und erstaunlich viel zu lachen......Zusätzliche Links zur Show:Unsere begleitende Spotify Playlist zur Episode 56:>> https://open.spotify.com/playlist/7HdZ3WMhWnN8Q71gl4RXBe?si=s1YaT_qyT1aX324QiBLLTA „Daffodils“ zum Nachlesen, angekündigt bei 02:13:46: Song und vollständiger Text auf GROZAs Bandcamp-Seite. P.G.s Empfehlung Vanus, angekündigt ab 03:15:25: Vanus auf Bandcamp. Dort findet Ihr auch die aktuelle Veröffentlichung „Nekrotrophie“.GROZA – „Nadir“ mit Songtexten und Credits, zum Vertiefen der besprochenen Stücke. GROZA„Linkin Park: Unshatter“, P.G.s Filmempfehlung bei 03:02:55. .....RUBRIK: Die HausaufgabeLars und Markus schlagen sich gegenseitig ein Album vor, das dann subjektiv auseinandergenommen wird.Wir vergeben Punkte zwischen 1 (mies) und 10 (genial). Es gibt immer jede Menge Gesprächsstoff!Ihr könnt jederzeit mitvoten. Jedes besprochene Album führen wir hier https://www.tunefish-podcast.de/hausaufgabe/ mit Wertung auf. Ihr könnt Eure Punktzahl als Mail an tunefish@derherrgott.de, über das Formular auf der Seite oder via Social Media schicken.>>> EUER SENF DAZU:Unser Podcast lebt immer auch von Eurem Input, daher scheut Euch bitte nicht zu kommentieren, zu kritisieren oder gerne auch zu loben. Sei es als Text oder Sprachnachricht. Wir senden unglaublich gerne Eure Meinungen. Alle Kontaktmöglichkeiten, Shownotes und Infos zu unseren Gästen (und natürlich auch alle Episoden selbst) findet Ihr auf unserer Website: https://www.tunefish-podcast.de/>>> EUER SUPPORT:Da wir den Podcast dauerhaft werbefrei halten wollen, Euch aber gleichzeitig mehr Musik im Podcast bieten wollen, haben wir uns auf Anregung einer Hörerin überlegt, wie Ihr – die Hörenden – uns hier vielleicht etwas unterstützen könntet. Wählt selbst:• Patreon• PayPal• BitcoinAlle Support-Infos:https://www.tunefish-podcast.de/support/Unsere begleitende Spotify Playlist zur Episode 56:>> https://open.spotify.com/playlist/7HdZ3WMhWnN8Q71gl4RXBe?si=s1YaT_qyT1aX324QiBLLTA Hier könnt Ihr die von uns in dieser Episode erwähnten Künstler, Songs oder Alben nachhören, die wir in den einzelnen Episoden besprechen:Wenn Euch gefällt, was wir tun ...... helft Ihr uns unglaublich damit, wenn Ihr uns eine positive Bewertung gebt, wo auch immer Ihr uns hört.5 Sterne, Abos und Likes bei den einzelnen Folgen sind unser schönster Applaus. Stay tunefished, Lars & Markus .....RSS-Feed zum Podcast:https://letscast.fm/podcasts/tunefish-862dcd8d/feed.....Schreibt uns eine Mail oder kommentiert auf unserer nagelneuen Website:https://www.tunefish-podcast.de/TuneFish aufInstagramBlueskyFacebookMastodon
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Folge vom 02.10.2026Episode 55 | MUFF POTTER – Kann ich Euch abends anrufen, um einfach über Musik zu reden? – mit Thorsten NagelschmidtMuff Potter: Klepto, kreative Krisen und ein ziemlich guter Shit-DetektorWir hatten eine Stunde verabredet. Dann haben wir angefangen, über Musik zu reden. Ihr kennt das Problem. Thorsten Nagelschmidt jetzt auch."Man muss nicht alles verstehen, um alles fühlen zu können."In Folge 55 ist der Schriftsteller, Sänger, Gitarrist und Texter von Muff Potter zu Gast – und Markus versucht zumindest anfangs noch, seine jahrzehntelange Begeisterung für diese Band in ein halbwegs professionelles Gespräch zu verwandeln. Klappt stellenweise. Zum Glück hat Thorsten mindestens genauso viel Lust, sich in Songs, Sprache und den vermeintlich kleinen Entscheidungen zu verlieren, die am Ende eine ziemlich große Platte ausmachen.Selber machen. Bis man nicht mehr kann.Wir sprechen über die Anfänge in der DIY-Szene, selbst veröffentlichte Platten und die Freiheit, niemanden um Erlaubnis fragen zu müssen. Aber auch darüber, was von dieser Freiheit übrig bleibt, wenn man vor lauter Organisation, Vermarktung und Existenzsicherung kaum noch zum Musikmachen kommt.Thorsten erzählt offen von Überforderung, der Auflösung 2009, der Trauer und Erleichterung danach – und von der durchaus berechtigten Frage, warum man sich eigentlich auflösen muss, wenn man auch einfach lange nichts machen könnte. Dazu geht es um die Rückkehr der Band, das Leben zwischen Musik und Literatur und einen gekündigten Nebenjob, dessen Ende bis heute zu seinen schönsten Erinnerungen gehört.Bitte weniger fett. Und vielleicht ein bisschen falscher.Mit „Klepto“ steigen wir tief in den Maschinenraum von Muff Potter: Wie werden aus Einflüssen, Zitaten und aufgeschnappten Gedanken eigene Songs? Warum kann eine beiläufige Bassübung der Anfang von etwas Großem sein? Und weshalb nimmt man Gesang noch einmal auf, obwohl die Töne beim ersten Versuch doch eigentlich alle "richtig" waren?Wir reden über pappige Toms, lebendige Aufnahmen, eine schrottige GarageBand-Trompete, die bleiben durfte, und den bandinternen Shit-Detektor. Über Texte, die erst in Mexiko fertig werden, und die Kunst, ein Album so zusammenzustellen, dass die Songs miteinander etwas anfangen können.Lars öffnet zwischendurch selbstverständlich noch die Tür zur Vinylphysik. Wir sind schließlich nicht zum Spaß Musiknerds. Also äh, ... doch. Genau deswegen.Offen bleiben. Auch wenn’s draußen härter wird.Es geht um Selbstzweifel und das Vertrauen ins eigene Gespür. Um musikalische Neugier, Angine de Poitrine und die Freiheit, Musik zu lieben, ohne vorher sämtliche Referenzen entschlüsselt zu haben. Und darum, sich gegen gesellschaftliche Härte zu stellen, ohne selbst innerlich zu versteinern.Ein ausführliches, herzliches Gespräch über die Arbeit hinter der Kunst – mit reichlich Abschweifungen, ehrlicher Begeisterung und einem Gast, der am Ende fragt, ob er uns auch einfach abends zum Musikquatschen anrufen darf.Darf er. Ihr könnt schon jetzt zuhören......MUFF POTTER LINKS: Muff Potter – offizielle Website Das neue Album KLEPTO, Vorbestellung, die Singles und sämtliche Tourtermine inklusive Ticketlinks. Das Album erscheint am 18. September 2026. Muff Potter – offizielle WebsiteKLEPTO – Album auf Bandcamp Die offizielle Bandcamp-Seite enthält die komplette Tracklist: Muff Potter – KLEPTO auf BandcampKLEPTO-Tour 2026 / Tickets Im November folgt eine umfangreiche Tour mit Leipzig, München, Darmstadt, Dortmund, Bremen, Köln, Münster, Hamburg, Erlangen, Wien und Berlin. Auf der offiziellen Bandseite stehen die direkten Ticketlinks. KLEPTO Tour 2026 & TicketsDie komplette Muff-Potter-Diskografie auf BandcampDie offizielle Bandcamp-Seite versammelt die Diskografie ziemlich schön. Muff Potter – komplette DiskografieMUFF POTTER auf Youtube Thorsten Nagelschmidt AutorenseiteBohren & der Club of Gore – offizielle WebsiteStudio Nord Bremen .....RUBRIK: Die HausaufgabeLars und Markus schlagen sich gegenseitig ein Album vor, das dann subjektiv auseinandergenommen wird.Wir vergeben Punkte zwischen 1 (mies) und 10 (genial). Es gibt immer jede Menge Gesprächsstoff!Ihr könnt jederzeit mitvoten. Jedes besprochene Album führen wir hier https://www.tunefish-podcast.de/hausaufgabe/ mit Wertung auf. Ihr könnt Eure Punktzahl als Mail an tunefish@derherrgott.de, über das Formular auf der Seite oder via Social Media schicken.>>> EUER SENF DAZU:Unser Podcast lebt immer auch von Eurem Input, daher scheut Euch bitte nicht zu kommentieren, zu kritisieren oder gerne auch zu loben. Sei es als Text oder Sprachnachricht. 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Folge vom 18.09.2026Episode 54 | Die Geschichte des Metals TEIL 3 – "Electric Callboy ist kein Metal"Metal ist tot. Schon wieder. Oder vielleicht war er einfach nie lebendiger.Im dritten Teil unserer Metal-Reihe versuchen wir deshalb gar nicht erst, die vergangenen 25 Jahre brav in Subgenres zu sortieren. Gemeinsam mit Gitarrist und Produzent Axel Ritt sowie Marcus Görner vom Metal Marcus Metal Podcast geraten Markus und Lars stattdessen mitten hinein in die große Identitätskrise des modernen Metal:Was bedeutet eigentlich „authentisch“ – ehrlich zu sein oder lediglich genau so zu klingen, wie andere es bereits kennen?Von Manowars grauenhaftem True-Metal-Pathos über Ghost, Sleep Token und Electric Callboy bis zu Black Metal mit Banjo geht es um die Frage, wer heute noch festlegen darf, was Metal ist. Reicht das richtige Riff? Braucht es eine Szene, eine Kutte oder wenigstens eine glaubwürdige Fellunterhose? Und warum akzeptieren wir Masken, Kunstfiguren und aufwendige Bühnenshows – regen uns aber über Backingtracks auf?Wir sprechen über Wacken als gigantisches Treffen zahlreicher Szenen, über Genrepolizei und Generationenkonflikte, über Retro-Rock zwischen liebevoller Traditionspflege und nahezu perfekter Kopie. Wann ist ein musikalisches Vorbild eine Inspiration – und wann lebt eine Band nur noch als gut gekleideter Parasit auf dem Rücken der Vergangenheit?Axel nimmt uns außerdem mit hinter die Studiotür: in eine Welt aus DAWs, Drum-Samples, Amp-Simulationen und Presets, in der technisch perfekte Produktionen paradoxerweise immer ähnlicher klingen können. Wenn Tausende Gitarristen dasselbe Plugin und dieselbe Signalkette verwenden, wie viel Persönlichkeit bleibt dann noch im Ton? Und wäre ein nicht ganz perfekter, aber unverwechselbarer Sound möglicherweise das modernere Statement?Schließlich landen wir bei künstlicher Intelligenz und einem Gedankenexperiment: Wenn eine Maschine morgen einen vollkommen überzeugenden neuen Neil-Young-Song erschafft – berührt uns dann die Musik oder fühlen wir uns lediglich besonders kunstvoll belogen?Eine Folge über Originale und Kopien, echte Gefühle und kalkulierte Wirkung, schwarze Löcher der Euphorie und die beruhigende Erkenntnis, dass Metal offenbar sogar seine eigenen Todesanzeigen überlebt.Und Lars fällt am Ende ein abschließendes Urteil:Electric Callboy ist kein Metal. Punkt......Diese Links sind redaktionelle Ergänzungen und wurden nicht ausdrücklich in der Sendung versprochen:Axel Ritt – offizielle WebsiteJÄST – offizielle WebsiteMetal Marcus Metal PodcastMetal Marcus – Interview mit Axel RittTuneFish – EpisodenübersichtGROZA bei BandcampPanopticon bei BandcampPanopticon – KentuckyNeural DSP – Archetype: Nolly XGary Moore feat. Ozzy Osbourne – Led Clones bei SpotifyWacken Open AirHellfest.....RUBRIK: Die HausaufgabeLars und Markus schlagen sich gegenseitig ein Album vor, das dann subjektiv auseinandergenommen wird.Wir vergeben Punkte zwischen 1 (mies) und 10 (genial). Es gibt immer jede Menge Gesprächsstoff!Ihr könnt jederzeit mitvoten. Jedes besprochene Album führen wir hier https://www.tunefish-podcast.de/hausaufgabe/ mit Wertung auf. Ihr könnt Eure Punktzahl als Mail an tunefish@derherrgott.de, über das Formular auf der Seite oder via Social Media schicken.>>> EUER SENF DAZU:Unser Podcast lebt immer auch von Eurem Input, daher scheut Euch bitte nicht zu kommentieren, zu kritisieren oder gerne auch zu loben. Sei es als Text oder Sprachnachricht. Wir senden unglaublich gerne Eure Meinungen. Alle Kontaktmöglichkeiten, Shownotes und Infos zu unseren Gästen (und natürlich auch alle Episoden selbst) findet Ihr auf unserer Website: https://www.tunefish-podcast.de/>>> EUER SUPPORT:Da wir den Podcast dauerhaft werbefrei halten wollen, Euch aber gleichzeitig mehr Musik im Podcast bieten wollen, haben wir uns auf Anregung einer Hörerin überlegt, wie Ihr – die Hörenden – uns hier vielleicht etwas unterstützen könntet. Wählt selbst:• Patreon• PayPal• BitcoinAlle Support-Infos:https://www.tunefish-podcast.de/support/Unsere begleitende Spotify Playlist zur Episode 54:>> https://open.spotify.com/playlist/5UKurCmy7hQGNghtIlh2yF?si=2da8c40fcd0d42aaHier könnt Ihr die von uns in dieser Episode erwähnten Künstler, Songs oder Alben nachhören, die wir in den einzelnen Episoden besprechen:Wenn Euch gefällt, was wir tun ...... helft Ihr uns unglaublich damit, wenn Ihr uns eine positive Bewertung gebt, wo auch immer Ihr uns hört.5 Sterne, Abos und Likes bei den einzelnen Folgen sind unser schönster Applaus. Stay tunefished, Lars & Markus .....RSS-Feed zum Podcast:https://letscast.fm/podcasts/tunefish-862dcd8d/feed.....Schreibt uns eine Mail oder kommentiert auf unserer nagelneuen Website:https://www.tunefish-podcast.de/TuneFish aufInstagramBlueskyFacebookMastodon