Christiane Rösinger: The Joy of AgingIn der Musikszene wurde sie mit der Band Lassie Singers bekannt, später auch als Solo-Künstlerin. Inzwischen ist sie 65, tritt seltener auf, aber immer sind ihre Konzerte ausverkauft. Wie viele Künstlerinnen spielt Christiane Rösinger in mehreren Genres: Musik, Theater, Roman und diesmal ein persönliches Sachbuch. Claudia Ingenhoven hat es gelesen.Benjamin von Stuckradt-Barre: Udo FröhlicheIm Mai wird er 80 Jahre alt und der Pop-Literat hat Udo Lindenberg eine Hommage geschrieben. Hendryk Proske stellt sie vor.Wolfram Eilenberger: Die Gegenwart der PhilosophieIn seinem schmalen und gehaltvollen Essay versucht der Philosoph die Philosophie für Krisen der Gegenwart fruchtbar zu machen. Sehr lesenswert, meint Jörg Schieke.Arnd Henze: Mit Gott gegen die DemokratieIn seiner Analyse beschäftigt der Journalist sich mit dem Einfluss, den christliche Fundamentalisten in der Regierung von US-Präsident Donald Trump ausüben. Bastian Wierzioch hat den Autor unter anderem gefragt, was christlicher Nationalismus in den USA mit Deutschland zu tun hat?Ulrike Herrmann: Geld als WaffeDass es bei kriegerischen Auseinandersetzungen um Bodenschätze und Macht geht, ist klar, wie genau aber die Weltwirtschaft mit den Offensiven dieser Tage verbunden ist und worauf wir uns einstellen müssen, das erzählt Ulrike Herrmann im Gespräch mit Julia Hemmerling.Von hier für da: Gedichte für die GegenwartDer in Leipzig lebende Dichter erhält in diesem Jahr den Klopstock-Literaturpreis des Landes Sachsen-Anhalt. Kuhlbrodts Werk umfasst Romane, Gedichte, Essays - am bekanntesten sicherlich sein Roman "Krüppel-Passion", in dem er von seinem Leben mit Krankheit und körperlicher Beeinträchtigung erzählt. Soeben erschienen ist ein neuer Gedichtband, betitelt mit Wäsche im Wind und Polizisten". Kuhlbrodts Töchtern haben ihn mitgestaltet und illustriert. Daraus hören wir das Gedicht "Das ist die Strecke", gelesen von Jörg Schieke.
Kultur & Gesellschaft
Unter Büchern mit Katrin Schumacher Folgen
Aktuelle Buchbesprechungen, Interviews mit Autoren, Neues vom deutschen und internationalen Buchmarkt und von Büchermenschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen … In „Unter Büchern“ taucht Literaturkritikerin Katrin Schumacher für MDR KULTUR jede Woche in die Welt der Bücher ein.
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Folge vom 22.04.2026Sachbücher über die Gegenwart: von Pop über Philosophie bis Politik
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Folge vom 15.04.2026Biografische Bücher: Von Ungarns Wahl bis Kindheit in FrankreichKinga Tòth mit "Marriamachina" über Ungarn nach der Wahl. Sie ist Lyrikerin und Performance Künstlerin und gerade erschient ihr neues Buch im Verlag Matthes&Seitz Berlin, ihrer Exilstadt. Was sie sich vom Machtwechsel in ihrem Heimatland erhofft und was sich ihre Kolleginnen dort erhoffen, erzählt sie im Interview. Maylis de Kerangal mit "Brandung". Eigentlich seien alle ihre Bücher auf dieses eine zugelaufen, sagt die französische Autorin Maylis de Kerangal über ihren aktuellen Roman. Hier hat Maylis der Kerangal Le Havre, wo sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte, ein literarisches Denkmal gesetzt. Susanne von Schenck stellt den Roman vor.Monika Maron mit "Flugasche". Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig. Monika Maron hatte eine durchaus wechselvolle Karriere als Autorin: Ihr erster Roman, der sich mit den Umweltzerstörungen in der Chemieregion Bitterfeld auseinandersetzt, durfte 1980 nicht in der DDR erscheinen, kam dann als Fortsetzungsroman in der FAZ heraus, später bei S. Fischer. Auch ihr nächster Roman konnte nur bei S. Fischer erscheinen, sodass sie noch 1988 ausreiste. In den Jahrzehnten danach folgten bis heute Essaybände, ein Dutzend Romane, darunter so viel beachtete wie "Animal triste", "Ach Glück", "Endmoränen" oder die Recherche "Pawels Briefe". Vor einigen Jahren schlug die Tatsache Wellen, dass sich der S. Fischer Verlag nach 40 Jahren von ihr trennte wegen ihrer durchaus kontroversen, politischen Ansichten. Nun sind bei Hoffmann und Campe die Tagebücher von Monika Maron erschienen aus dem Zeitraum von 1980 bis 2021. Sabine Frank hat sie gelesen und auf der Leipziger Buchmesse mit der Autorin gesprochen. Christoph Peters mit "Entzug". Alkoholkrank zu sein hat mit Scham und Verdrängung zu tun – und damit, es selbst erst einmal zu realisieren, dass man an einer Krankheit leidet. In seinem mutigen Buch hat Christoph Peters sich diesem Thema angenommen – Ulf Heise stellt es vor. Maike Winnemuth mit "Eine Seite noch". Wieso Lesen uns so glücklich macht heißt dieses Buch im Untertitel, und die Reiseerfahrene Maike Winnemuth reist dabei auf der Stelle, durch die Welt der Bücher. Ben Garit Hernandez hat sie dazu interviewt.Radiotatort "Vollmetalkreuz". Der ARD Radio Tatort, das sind Original-Krimihörspiele prominenter Autorinnen und Autoren, jeden Monat gibt es einen neuen Fall aus einer anderen Region. Die Hamburgerin Simone Buchholz hat gerade ihren vierten Radiotatort für den NDR geschrieben – und sogar als Komparsin mitgespielt. Im Hörspielstudio wurde ordentlich gegrölt, denn die Extremismus-Spezialeinheit Verden an der Aller geht auf Heavy Metal-Kreuzfahrt. Susanne Birkner erzählt, was passiert.
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Folge vom 08.04.2026Neue Entdeckungen zum Frühling*Sebastian Fitzek und Frank Schmolke: "Der Augenjäger" Der Autor Sebastian Fitzek hat etwas geschafft, was im deutschen Literaturbetrieb eine Ausnahme ist: Er ist eine Marke geworden. Seine Thriller stehen immer auf den Bestseller-Listen und um sie herum ist in den vergangene 20 Jahren ein regelrechtes Fitzek-Universum entstanden: Es gibt neben Lesungen und stundenlangen Signierterminen auch Live-Shows zu seinen Büchern, Hörbücher, Spiele mit dem Label Fitzek – und seit einiger Zeit auch Comics älterer Bücher. 2021 erschien "Der Augensammler" – jetzt neu: "Der Augenjäger". Das kann man als Ausverkauf und Kommerz kritisieren. Unser Rezensent Ben Hänchen findet aber: Diese Comic-Adaptionen sind mehr als ein Abklatsch erfolgreicher Thriller-Bücher. *R. C. Sherriff: "Vor uns die Zeit"Er war Autor, Drehbuchautor und Versicherungsbeamter, dieser R. C. Sherriff, der schon 1975 gestorben ist und gerade wiederentdeckt wird. Rainer Moritz hat seinen Roman "Vor uns die Zeit" aus dem Englischen übersetzt und lädt ein, den Schriftsteller zu entdecken. *Matthias Nawrat: "Das glückliche Schicksal"Ende Februar wurde der Schriftsteller mit dem Berliner Literaturpreis für sein bisheriges Werk ausgezeichnet. Die Jury hob besonders hervor, dass Nawrat in seinen Romanen, Essays und Gedichten den europäischen Raum erkunde "wie ein Archäologe, der behutsam die historischen Sedimentschichten abträgt" und lobte die "poetische Strahlkraft" seiner Sprache. Maren Ahring hat den aktuellen Roman gelesen und mit dem Autor darüber gesprochen. *Andreas Lehmann: "Kummerflimmern" Nach den beiden Kurzromanen "Über Tage" (2018) und "Schwarz auf Weiß" (2021) sowie der Erzählsammlung "Lebenszeichen" von 2023 hat der in Leipzig lebende Schriftsteller Andreas Lehmann nun einen weiteren Band mit Kurzgeschichten vorgelegt. Sie handeln von jenen Kippmomenten, in denen seinen Figuren das eben noch Vertraute plötzlich fremd erscheint - und bescheren Ihnen oftmals schmerzvolle Momente der Erkenntnis. Peter Henning hat die Geschichten gelesen und stellt sie vor. *Michael Wildenhain: "Das Ende vom Lied" Der Autor wurde 1958 in Berlin geboren und war mehrere Jahre in der Hausbesetzerszene aktiv. In seinen Romanen, die er selbst als politische Lehrstücke in der Tradition von Brecht sieht, hat er die Autonomen-Szene und den Linksextremismus nacherlebbar gemacht. Sein neuer Roman "Das Ende vom Lied" bildet den Auftakt einer Trilogie, in der Wildenhain unterschiedliche Milieus der Stadt von den 60er bis zu den 80er Jahren in den Blick nehmen will. Holger Heimann hat "Das Ende vom Lied" gelesen und mit dem Autor gesprochen. *Ben Lerner: "Transkrition"Er gehört zu den ambitioniertesten Stimmen der neuen amerikanischen Literatur. Seine Gedichte und Prosatexte haben das Beschwören des vermeintlich Authentischen, Gefühlsechten hinter sich gelassen - und Verweisen auf die spielerischen, medienkritischen und zugleich von Internet und Smartphonegebrauch gefütterten Formen neuerer Literatur. So auch sein neuer Roman, für uns gelesen von Jörg Schieke.
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Folge vom 01.04.2026Bücherfrühling im Gegenwind: Ist der Buchmarkt in der Krise?*Verlage am Ende: Aus Leipzig stammt der Brimborium Verlag. Er wollte die Verlagsszene aufmischen – und hat zum Jahreswechsel den Betrieb eingestellt. Tino Dallmann hat mit Verlegerin Marsha Richarz über die Gründe gesprochen.*Dass Autor*innen ihren Verlag verlieren, ist etwas, das in den vergangenen Monaten häufiger vorkam. Verlage werden dichtgemacht, wie es dem österreichischen Leykam-Verlag passieren wird im Sommer, oder Verlage werden verkauft. Wie der kleine feine Kanon-Verlag, bei dem Autor*innen wie Domenico Müllensiefen, Ulrike Gastmann, Roswitha Quadflieg oder die Schriftstellerin Christine Koschmieder sind, mit der wir genau darüber gesprochen haben.*Oftmals stellt sich für jene, die einen Verlag aufgebaut haben, nach 30 Jahren die Frage: was wird jetzt daraus? Wer will das denn alles übernehmen? Finanzieren? Das Risiko tragen? Ganz so leicht ist es nämlich nicht, Papier, Energie, Lektorat, Autor*innen und die Werbung für das Programm – vorzustrecken. Manche Verlage wagen den Schritt in die Zukunft als Genossenschaft. Wie das geht? Blanka Weber hat sich erkundigt.*Susann Thiel, die vor 16 Jahren in Leipzig die bis heute einzige Kinderbuchhandlung der Stadt gegründet hat, erhält den Deutschen Buchhandlungspreis in diesem Jahr zum dritten Mal. Der Kinderbuchladen "Serifee" hat sich auf anspruchsvoll illustrierte, sorgfältig gestaltete Bücher von zumeist unabhängigen Verlagen spezialisiert. Nils Kahlefendt hat Susann Thiel auf dem Feinkost-Gelände besucht. *Schaut man auf die Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, dann ist in den vergangenen Jahren rund jede zehnte Buchhandlung verschwunden: Waren 2018 es noch rund 5.000 Buchhandlungen, sind es aktuell rund 4.400. In diesen Zahlen nicht eingerechnet ist, dass große Handelsketten kleinere, inhabergeführte Buchhandlungen übernehmen. Um genau diese Läden zu stärken, gibt es seit 2015 den Deutschen Buchhandlungspreis. Den bekommt in diesem Jahr auch die Wittenberger Buchhandlung "Der Esel auf dem Dach". Tino Dallmann war vor Ort.