Seit das oberste US-Gericht das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche gekippt hat, verbieten sie immer mehr Bundesstaaten. Das aber ist erst der Beginn einer tiefen Umwälzung.
In den USA verbieten immer mehr Bundesstaaten Abtreibungen, seit der Supreme Court das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche gekippt hat. So musste bereits Mississippis letzte Abtreibungsklinik nach New Mexiko umziehen. Die Unsicherheit sei groß, sagt SZ-Korrespondent Fabian Fellmann in Washington. Viele Frauen wissen nicht, ob sie sich überhaupt noch über Abtreibungen informieren können.
In naher Zukunft stehen aber noch weitere wichtige Urteile des Obersten US-Gerichts an. Unter anderem eine Entscheidung über den Ablauf der Wahlen - und die könnte den Republikanern künftig einen Vorteil verschaffen. Das könnte auch Donald Trumps Ambitionen, noch einmal Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden, stärken. Fellmann ist sich sicher, dass die (erz-)konservative Ausrichtung des Obersten Gerichtshofs die politischen Vorhaben des demokratischen Präsidenten Joe Biden weiterhin erschweren wird.
Weitere Nachrichten: Japans Ex-Premier Abe stirbt nach Attentat, Lawrow sorgt bei G20 für Eklat.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Tami Holderried, Joschka Moravek
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über RNC Research
Nachrichten
Auf den Punkt Folgen
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
Folgen von Auf den Punkt
2145 Folgen
-
Folge vom 08.07.2022Supreme Court: Abtreibung war erst der Anfang
-
Folge vom 07.07.2022Bye, bye Boris: der zähe Abschied von JohnsonNachdem seine Regierung zuletzt immer weiter auseinandergebrochen ist, tritt der britische Premier Johnson zurück. Wie geht es nun weiter?
-
Folge vom 06.07.2022Ukraine: “Die Euphorie bröckelt mit jedem Kilometer, den die Russen vormarschieren.”Die Ukraine kämpft mit der russischen Zerstörung. Welche Spuren das hinterlässt und welche Auswirkungen das auf die Stimmung im Land hat.
-
Folge vom 05.07.2022Flugchaos: Der Sommer ist verlorenFlugreisende haben gerade wenig Freude. Wie es zum Ärger mit den Fluglinien kommt – und Tipps, ihm zu entgehen. Lange Warteschlangen, abgesagte Flüge und Menschen, die ihre Koffer suchen. An Deutschlands Flughäfen herrscht Chaos. In sämtlichen Bereichen fehlt es an Personal: bei Sicherheitskräften, Flugbegleiterinnen und Piloten. In Europa sind ungefähr ein Drittel aller Arbeitsplätze in der Luftfahrt verloren gegangen. Diese wieder aufzubauen, dauert länger als gedacht. Aus der Politik gibt es Vorschläge, die Probleme mit Arbeitskräften aus dem Ausland lösen. Mittelfristig sei das sinnvoll, sagt SZ-Frankfurt-Korrespondent Jens Flottau. “Man muss sich aber von der Illusion verabschieden, dass das jetzt im Sommer noch irgendwas bringt.” Er rät Reisenden, möglichst kein Gepäck aufzugeben, sich zu überlegen, ob man nicht noch auf das Auto oder die Bahn umsteigen kann. Wer doch fliegen will oder muss, sollte möglichst viel Zeit einplanen. Erst ab Herbst könnte sich die Situation wieder normalisieren. Weitere Nachrichten: Bluttat in Chicago, Notstand wegen Dürre in Norditalien. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen, Joschka Moravek Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über ARD und Die Welt